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Was für eine Odyssee... Wendy hat eine heftige Gastritis

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Wendy

<3 Knutschkugel <3
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Guten Morgen zusammen,

ich wende mich nach langer Zeit mal wieder an Euch. Zum Einen muss ich das einfach aufschreiben, zum anderen erhoffe ich mir, von Eurem Schwarmwissen und Erfahrungen zu profitieren.

Fr., 16.04.2021
An diesem Freitag wurde Wendy gegen Tollwut geimpft. Im Nachhinein war mir schon in der Woche aufgefallen, dass sie sehr viel Gras frisst.

Sa., 17.04.2021
Wir waren an diesem Samstag noch bei der Physiotherapie. Der Physio fiel auf, dass sie stupfes Fell hat und sie haarte ganz schrecklich. Nach dem Unterwasserlaufband war Wendy's Hinterhandschwäche sehr ausgeprägt. Sie fiel häufiger. Über das Wochenende achteten wir darauf, dass sie körperliche Anstrengungen vermeidet.

Di., 20.04.2021
In der Nacht von Montag auf Dienstag war sie sehr unruhig, leckte viel, wechselte häufig ihre Liegeposition/Schlafplatz und schlief nicht. Sie meldete sich 2 Mal, weil sie raus wollte. Am Dienstag stellte mein Mann dann fest, dass sie in der Nacht Durchfall hatte. Morgens fraß sie normal, am Nachmittag fing das Erbrechen dann an. Mein Mann fuhr direkt mit ihr zum TA. Er vermutete eine Impfreaktion und sie bekam 3 Spritzen. Allerdings wusste mein Mann nicht mehr genau was er spritzte.

Mi., 21.04.2021
Die Nacht war wieder sehr unruhig. Ständig wollte sie raus, nicht weil sie musste, sondern um Gras zu fressen. Erbrechen und Durchfall waren Gott sei Dank vorbei. Wir waren Beide aufgrund des leichten Schlafmangels erschöpft. Unser TA hatte uns noch Emeprid mitgegeben, welches wir 2 x täglich oral verabreichten. Ich hatte allerdings den Eindruck, dass sie mit dem Zeug nur noch unruhiger ist. Damit sie ein wenig zur Ruhe kommt, verabreichte ich ihr Novalgin-Tropfen. Gegen Morgen ist sie dann eingeschlafen.

Do., 22.04.2021
Nachdem die Nacht wieder sehr unruhig war riefen wir wieder den Tierarzt an. Mein Mann fuhr wieder hin, Wendy bekam wieder etwas gegen Übelkeit/Erbrechen, Schmerzen. Emeprid sollten wir jetzt 3 x täglich verabreichen. Er nahm noch ein kleines Blutbild und den Pankreas-Wert ab. Am nächsten Tag sollten wir anrufen, um die Blutwerte und weitere Therapie zu besprechen.

Fr., 23.04.2021
Wieder war die Nacht sehr unruhig. Wendy und ich schliefen nicht. Es ist so schrecklich, sein Tier so leiden zu sehen und nicht helfen zu können. Ich legte mich neben sie und streichelte sie bis sie einschlief. Das tat ich ungefähr 4 Mal in der Nacht. Immer und immer wieder bis sie schlief. Am Morgen fraß sie wieder normal (mittlerweile Schonkost) und ich versuchte ununterbrochen unseren Tierarzt zu erreichen. Mittags ging sie sogar eine 10-Minuten-Runde mit uns. Das Grasfressen hatte sich ein wenig gelegt, Kotabsatz war normal.

Mittags erreichte ich dann endlich unseren Tierarzt. Der eröffnete mir, dass organisch alles okay sei, dass sie aber zu wenig rote Blutplättchen hätte. Und das deutet wohl auf ein tumoröses Geschehen hin. Wir sollten sofort zum Ultraschall vorbei kommen.

Dieses Mal fuhr ich mit. Dank Corona darf ja nur einer mit ins Untersuchungszimmer - das war mal richtig ätzend, denn ein Zeuge wäre jetzt richtig gut gewesen.

Der Tierarzt schaute sich Milz, Leber, Nieren an. Alles unauffällig. Dann kam der Magen.

Tierarzt: "Hier ist jetzt der Magen. Und der sieht gar nicht gut aus."
Ich: "Was heißt das genau?"
Tierarzt: "Da ist was, was dort nicht hin gehört."
Ich: "???"
Tierarzt: "Scheiße... die arme Maus."

Sie hoben sie vom Tisch.

Tierarzt (mit dem Rücken zu mir): "Wendy hat einen Magentumor. Die Prognose ist sehr schlecht. Wir reden hier nicht über Monate, sondern wenige Wochen."
Ich: "Sind sie sich sicher? Wie wäre es mit einer Magenspiegelung?"
Tierarzt (er schaute mich immer noch nicht an): "Magenspiegelung könnte man machen, aber was nützt das. Es ist inoperabel."

Wieder bekam sie 3 Spritzen. Gegen Schmerzen, Übelkeit und... keine Ahnung. Mir war nicht mehr nach reden... Er bat mir noch an, sich unbedingt zu melden, wenn am Wochenende etwas ist. Heulend verließ ich die Praxis und war völlig schockiert, hilflos... irgendwie totales Gefühlschaos.

Zuhause angekommen fingen wir an zu telefonieren. Mein Mann kennt eine Tierärztin, mit der er mal zusammen gearbeitet hat. Die empfiehl ihm die Tierklinik Neandertal. Ich rief in Bramsche an, Herr Dr. Lange wollte uns zurück rufen, was er am späten Abend auch tat. Ich fragte ihn, ob es wirklich möglich sei, mit einem Ultraschall eine so sichere Diagnose zu stellen. "Nein", sagte er, "der TA kann den Verdacht äußern, wir stellen die Diagnose. Wir haben mehr und bessere Möglichkeiten." Wir bekamen in Bramsche für den Donnerstag um 18:40 h einen Termin. Er bot an, sich Wendy in seinem Feierabend anzusehen. Und er sagte auch, dass es auch anere gewebliche Veränderungen sein können und es nicht unbedingt ein Tumor sein muss. Ich war ein wenig beruhigter, dachte mir aber insgeheim, dass es noch eine sehr lange Zeit bis Donnerstag werden würde.


...Fortsetzung folgt direkt...
 

Wendy

<3 Knutschkugel <3
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Sa., 24.04.2021
Die Nacht war die Hölle. Wendy wanderte umher, schleckte und sabberte fürchterlich. Gegen 1 h weckte ich meien Mann das erste Mal, damit er ihr eEmeprid und Novalgin gibt. Es tat sich nichts. Ich legte mich wieder neben sie, um sie zu streicheln. Gegen 3:45 h weckte ich meinen Mann wieder und sagte, dass das so nicht geht. Wir müssen sofort in die Tierklinik. Ich rief in der TK Neandertal an und meldete uns an. Gegen 4:30 h machten wir uns mit Wendy auf den Weg nach Haan.

Dort angekommen speichelte sie den ganzen Wartebereich voll. Wir mussten Gott sei Dank nicht lange warten. Wir berichteten dem Arzt was passiert war. Er nahm direkt noch einmal Blut ab. Die roten Blutplättchen waren im Normbereich. Er sagte aber auch: "Wenn ihr Tierarzt schon so eine Diagnose stellt, dann muss er Sie auch darüber informieren, dass so etwas zu Blutungen führen kann und wie sich diese Blutungen äußern. Im schliemmsten Fall kann der Hund innerlich verbluten.

Sie machten noch einmal ein Ultraschall. Die Magenwand sei sehr verdickt, dadurch der Magen recht klein. Einen Hinweis auf einen Tumor gäbe es nicht. Ausschließen kann er es jedoch nicht. Dafür sei weitere Diagnostik nötig. Er sagte noch, dass die Spezialisten in Bramsche seien und wir ruhig den Termin am Donnerstag wahr nehmen sollen, wenn es sich nicht bessert. Er gab uns Cerelia und Sucrabest mit. Zusätzlich sollten wir Previcox absetzen und durch Novalgin ersetzen. Er verabreichte ihr noch eine Cerelia-Injektion, Novalgin und noch etwas... und verordnete Schonkost.

Auf der Fahrt nach Hause schlief Wendy erst einmal. Boar, was war ich froh. Als wir dann von der Autobahn fuhren wurde sie aktiv. Sie setzte sich auf und schaute aus dem Fenster. Irgend etwas hatte sie dort entdeckt, denn sie knurrte. Ich war richtig happy. Sie nahm wieder aktiv am Leben teil. Jetzt kann es nur noch besser werden.

Als wir Zuhause ankamen gingen wir erst einmal eine Runde mit Wendy. Das ganze Gras, welches sie in der Zwischenzeit aufgenommen hatte wollte wieder raus. Das war echt krass. Aber sie fraß auch kein neues Gras mehr. Wir deuteten das mal als gutes Zeichen. Wir waren alle sehr erschöpft und schliefen erst einmal ein paar Stündchen.

Am Abend ging ich sehr früh ins Bett, um vorzuschlafen. Wer weiß wie die Nacht wird.

So., 25.04.2021
Die Nacht war ruhiger als die letzte. Ich ging 2 x Mal mit Wendy raus. Zwischenzeitlich schlief immer mal wieder. Die Medis schienen aber sehr gut zu helfen; das war zumindest unser Eindruck. Aber bei Wendy ist es so schwer, festzustellen, dass es ihr nicht gut geht. Selbst die TÄe haben dabei Probleme. Beim Abtasten des Bauches hat sie nicht einmal gezuckt. Sie hat alles geduldig über sich ergehen lassen. Dabei muss sie unglaubliche Schmerzen gehabt haben.

Am Sonntag hingen wir alle in wenig herum. Ich hielt mich meist dort auf, wo Wendy sich aufhielt und beobachtete sie ständig. Das Speicheln und das Gras fressen war verschwunden, aber sie suchte bewusst kühle Untergründe und legte sich mit ihrem Bauch darauf.

Mo., 26.04.2021

Wendy war wieder agiler, sie fraß noch immer normal. Ich hatte aber den Eindruck, dass es ihr nach dem Fressen immer schlechter ging. Jürgen ging am Mittag mit ihr raus. Sie lief gut, die Rute war oben und wir hatten den Eindruck, es ginge ihr besser. Jürgen kam nach Hause und berichtete über Blut im Kot. Sie hätte wohl am Morgen schwarzen Kot gehabt, aber jetzt am Mittag wäre auch frisches Blut im Kot. Ich war gerade dabei, unser Mittagessen zuzubereiten. Das fiel dann aus. Sofort rief ich in Bramsche an. Sie boten mir an, Wendy um 16:30 h hinzubringen, sie würde dann stat. aufgenommen und am nächsten Tag würde sich Dr. Lange um sie kümmern. Ich sagte erst einmal zu, aber später wieder ab. Ich wollte sofort Hilfe und Klarheit und nicht erst am nächsten Tag. Um es mal klar zu sagen: Ich schob jetzt echt Panik und machte mir richtig Sorgen.

Ich rief wieder in Haan an und wir fuhren direkt los. Wendy war nach Aussage der Ärztin ganz gut drauf. Sie zeigte keine Abwehrspannung beim Abtasten, die Schleihäute sind rosig. Der Kot sah auch wieder normal aus. Sie vermutete, dass durch die Reizung des Magens ein Gefäß geplatzt ist. Sie machten noch einmal ein Ultraschall. Dort zeigte sich eine auffällige Stelle. Diese stellte sich aber nach genauerem Hinsehen als ein verheiltes Magengeschwür heraus. Ein Lungen-Röntgen wurde noch gemacht und wir vereinbarten einen Termin zur Magenspiegelung. Das Lungen-Röntgen war völlig in Ordnung.

Wir bekamen neue Medis mit (Novalgin und einen Magenschoner) mit und sollten so weitermachen.

Di., 27.04.2021
Die Nacht war nicht ruhig, aber ruhiger als die vergangenen Nächte. Am jedoch verweigerte Wendy ihr Futter. Sie legte sich vor den Napf und schaute mich an. Ich streichelte ihr über den Kopf und stellte fest, dass ihre Ohren geschwollen sind. Oh nein! Nicht das auch noch... Kurze Zeit später fraß sie ihr Futter und ich verabreichte ihr eine Cetirizin. Sie schlief dann ein wenig. In der Zwischenzeit riefen wir beim Tierarzt an, um uns anzumelden. Wir wollten ja mit ihm über die Fehldiagnose reden.

Man merkte ihm deuchtlich die Anspannung an, aber auch, dass es ihm total leid tat. Offen aussprechen konnte er seinen Fehlers aber nicht. Er ist immer sehr nett und liebevoll mit uns und Wendy, aber dieses Mal hat er es irgendwie übertrieben. So ähnlich wie eine Übersprungshandlung. Schade... ich hätte mir eine Entschuldigung gewünscht. Ich fühle mich eigentlich total gut bei ihm aufgehoben und möchte nicht schon wieder einen neuen TA suchen. Naja, es ging aber nun um Wendy. Ja, sie hatte iene allergische Reaktion, bekam Anti-Histaminicum gespritzt.

Mi., 28.04.2021

Die Nacht war ruhig. Wir alle konnten durchschlafen. Wendy war am nächsten Morgen fast die alte und freute sich - wie immer - uns zu sehen. Kam ihre Unruhe etwa von der allergischen Reaktion? Nee, denn warum frisst sie sonst so viel Gras. Der Mittwoch lief wirklich gut. Sie war agiler, schlief zwischenzeitlich und es schien ihr besser zu gehen. Den Termin in Bramsche hatte ich daraufhin abgesagt. In der Zwischenzeit waren wir von 3 Mahlzeiten auf 5 Mahlzeiten erhöht, um den Magen zu entlasten.


...Fortsetzung folgt direkt...
 

Wendy

<3 Knutschkugel <3
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Do., 29.04.2021
Die war wieder unruhig und Wendy und ich versuchten irgendwie, sie zu überstehen. Am Morgen wollte mein Mann noch eine Tablette in ihren Napf legen (während sie fraß) und sie hat laut gebellt und nach ihm geschnappt. Au weia... das ist kein gutes Zeichen. An diesem Tag fing sie wieder an, Gras zu fressen. Sie fiel vermehrt und am Nachmittag sabberte sie wieder. Ich rief in Bramsche an, um den Termin zu reaktiveren. Nein, das geht nicht. Wir haben keine Kapazitäten frei. Wir können Ihnen morgen um 12 h anbieten. Okay, nehmen wir.

Aber wie überstehen wir den AbendNacht. In der Zwischenzeit speichelte Wendy echt extrem. Sie saß neben mir und fiepte. Das war sooo schrecklich. Sofort riefen wir unseren Tierarzt an (der hat 24 h Bereitschaft), schilderten ihm die Situation. Wir sollten sofort vorbei kommen (er hatte schon geschlossen). Sie wurde medikamentös (4 Spritzen) versorgt und wir fuhren wieder nach Hause. Sie sollte aber auf jeden Fall nüchtern bleiben. Um 17 h hatte sie das letzte Mal gefressen. Ihr Appetit ist gewaltig. Mir scheint, sie hat Heißhungerattacken. Warum man mit Magenschmerzen/Übelkeit so wild auf Futter ist, ich weiß es nicht.

Nach den Spritzen ging es ihr deutlich besser. Sie lief wieder besser und wir konnten eine ruhige Nacht verbringen. Der Morgen war noch einmal ein wenig unangenehm, weil sie natürlich Hunger hatte und wir ihr nichts geben durften. Aber das haben wir auch ganz gut geschafft.

Fr., 30.04.2021

Wir fuhren also nach Bramsche. Wendy wurde untersucht. Sie war geschwächt. Deswegen ist sie auch gefallen am Vortag. Die Schleimhäute waren ein wenig blass und die Tierärzton sagte, dass sie Bauchschmerzen habe beim Abtasten. Die erste, die das festgestellt hat. Wendy legte sich beim Abtasten auf die Seite. Ich hätte ja eher vermutet, sie entspannt sich. Die erste Ärztin, die mal die Entzündungwerte abnahm (ein großes Blutbild). Organisch ist alles okay, Wendy hat eine leichte Anämie (nicht Besorgnis erregend), aber die Entzündungwerte gehen durch die Decke. Warum hat danach eigentlich noch Niemand geschaut, wenn doch alle eine Magenschleimhautentzündung vermuten?

Sie nahm Wendy für ein Röntgen des Bauchraumes und einem Ultraschall mit. Das Röntgen war in Ordnung. Der Magen sieht allerdings schlimm aus. Sie sagte, er ist durchgehend entzündet. Sie wurde auf unseren Wunsch hin stat. aufgenommen, da ich echt überfordert bin. Ich kann es nicht einschätzen wie schlecht es ihr geht und schon einmal gar nicht ertragen. In der Klinik schaut an nach ihr und kann im Falle des Falles eingreifen. Dort kann sie sich auch besser erholen. Hier haben wir Treppen und ich hoffe einfach, dass sie dort besser zur Ruhe kommt.

Es war ziemlich heftig, mit ihrem Geschirr/Leine wieder nach Hause zu fahren. Ich habe ja keine Ahnung wie der Ablauf dort ist. Anfangs machte ich mir irgendwie ziemliche Sorgen, dass man dort nicht häufig genug nach ihr sieht. Ich kenne eben nicht den Ablauf dort. Vielleicht kann mich von Euch ja mal Jemand darüber aufklären. Und natürlich ist es echt ätzend für sie. Ihr geht es hundselend, fremde Umgebung, fremde Menschen. Diese Gedanken machen mich echt fertig.

Sa., 01.05.2021

Wir können täglich dort anrufen, um uns über Wendy zu informieren. Der Dienst habend Arzt runft uns dann zurück und berichtet wie es Wendy geht. Das habe ich natürlich direkt um 12 h getan. Um ca. 14:15 h rief mich die Dienst habende Stationsärztin zurück. Leider hatte sie keinen direkt Vergleich, da sie Wendy am Freitag nicht gesehen hat. Sie erzählte, dass Wendy ganz ruhig sei. Sie war schon häufiger Pipi machen und es sei echt schwer zu erkennen, ob sie Schmerzen hat. Sie speichelt weniger (ich hätte lieber gehabt, sie speichelt gar nicht mehr). Sie wird langsam angefüttert, um zu sehen wie sie das Futter verträgt.

Natürlich habe ich keine Wunder erwartet. Innerhalb einer Nacht ist so eine Entzündung nicht verheilt. Aber ich hätte mir schon gewünscht, dass man mir sagt, es ginge ihr erheblich besser. Dieses Gedankenkarussell macht mich echt fertig. Heute wird die Ärztin vergleichen können und hoffentlich gibt es dann mal positive Nachrichten.

Morgen besprechen wir dann mit der Ärztin von Freitag den weiteren Ablauf. Sie sagte am Freitag, wenn alles gut läuft, können wir sie am Montag wieder abholen. Davon gehe ich aber erst einmal nicht aus. Wir gehen brigens davon aus, dass diese Entzündung von der Schmerztherapie hervorgerufen wurde. Da das aber nicht sicher ist, gehe ich davo aus, dass sie noch eine Magenspiegelung machen werden. Einfach um sicher zu gehen, denn dieser Tumor ist auch immer noch nicht ausgeschlossen.

Kann mir Jemand etwas zur Magenspiegelung sagen? Wie lange dauert das? Ich möchte natürlich Gewissheit haben, mache mir aber auch große Sorgen aufgrund des Alters. Ich denke auch, dass Wendy viel gezielter behandelt werden kann, wenn klar ist, was in ihrem Magen los ist und was es ausgelöst hat.

Ich wünsche mir so sehr, dass es meiner Knutschkugel wieder besser geht und sie ihr Rentnerdasein noch ein wenig genießen kann. Ich habe ihr versprochen, dass ich immer auf sie aufpasse und dass sie nicht leiden muss. Jetzt kann ich Beides nicht einhalten. Das tut unendlich weh...

Was auch momentan schwierig für mich ist:
Am 17.05. beginnt meine Einarbeitung mit Woody. Da ist auf der einen Seite die Vorfreude, auf der anderen Seite die große Sorge um Wendy. Ich kann die Einarbeitung aber auch nicht absagen. Denn dann bekomme ich Woody gar nicht.

Puh... vielen Dank an alle, die es bis hierher geschafft haben. Das war jetzt wirklich sher viel...
 

Sunnyhome

...in Urlaubsstimmung...
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Ich habe jetzt alles gelesen. Das ist echt heftig, was du schreibst. Ich habe aber bezüglich der Krankheit so gar keine Erfahrung, so dass ich dir leider keinen Tipp geben kann.
Ich wünsche Wendy aber alles Gute. Hoffentlich geht es ihr bald wieder besser und ihr könnt noch eine schöne lange Zeit miteinander verbringen.
 

megagoldie

vermisst Kimi & Chip
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Hallo Wendy, da habt ihr ja was mitgemacht ! Das braucht kein Hund und auch kein Mensch ! 😢😮
Eine Magenspiegelung dauert nicht sehr lange, beim Menschen 5 - 15 min etwa, je nachdem was der Arzt vorfindet und ob er noch eine Probe entnimmt , oder nicht.
Es ist auf jeden Fall sehr aufschlussreich eine Spiegelung bei Wendy zu machen.
Solch eine heftige Gastritis braucht eine Zeit zum auskurieren. Ich denke Wendy wird noch eine ganze Weile zum erholen brauchen.
Aber beim Menschen kann man diese Krankheit sehr gut medikamentös behandeln und beim Tier wird es nicht anders sein
Ich drücke deiner Maus weiterhin die Daumen und dir wünsche ich viel Kraft. Ich weiss ja wie man als gute Hundemama tickt. ✊✊✊✊✊✊🍀🍀🍀🍀🍀🍀
 

Ori

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Alles Gute für Wendy.
Leider habe ich auch Erfahrungen mit Magenproblemen sammeln dürfen. Meine inzwischen an Altersschwäche verstorbene Dogo Canario Hündin hatte lange immer wieder mit chronischer Gastritis zu tun und hatte mehrere Magenspiegelungen im Laufe der Zeit über sich ergehen lassen müssen. Es war so schlimm, dass kaum Futter oder Wasser im Magen geblieben sind, fast alles wurde immer wieder erbrochen und der Magen sah bei der ersten Spiegelung schrecklich aus. Komplett entzündet, weisse Placken und Schleimbrocken und es wurde auch eine Probe ins Labor geschickt. Hochgradig entzündet. Meine Maus wurde behandelt und von Magenspiegelung zu Magenspiegelung sah der Magen besser aus. Das Futter blieb drin und sie nahm wieder an Gewicht zu. Es muss nicht immer alles schlimm ausgehen.
 

Wendy

<3 Knutschkugel <3
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Alles Gute für Wendy.
Leider habe ich auch Erfahrungen mit Magenproblemen sammeln dürfen. Meine inzwischen an Altersschwäche verstorbene Dogo Canario Hündin hatte lange immer wieder mit chronischer Gastritis zu tun und hatte mehrere Magenspiegelungen im Laufe der Zeit über sich ergehen lassen müssen. Es war so schlimm, dass kaum Futter oder Wasser im Magen geblieben sind, fast alles wurde immer wieder erbrochen und der Magen sah bei der ersten Spiegelung schrecklich aus. Komplett entzündet, weisse Placken und Schleimbrocken und es wurde auch eine Probe ins Labor geschickt. Hochgradig entzündet. Meine Maus wurde behandelt und von Magenspiegelung zu Magenspiegelung sah der Magen besser aus. Das Futter blieb drin und sie nahm wieder an Gewicht zu. Es muss nicht immer alles schlimm ausgehen.

Wir haben sie gestern aus der TK abgeholt. Es muss schrecklich für sie gewesen sein. Sie hat sich vor Kummer (oder was auch immer) nicht lösen könnrn/wollen.

Nach der ersten Freude hat sie erst einmal einen riesigen Haufen gemacht und dreimal Pipi.

Die Ärztin sagte gestern, dass die Magenwände natürlich nich verdickt sind, es aber zu Freitag leicht besser geworden ist.

Sie sagte aber auch, dass eine Magenspiegelung an der Behandlung nichts ändert. Dass der Magen hochgradig entzündet ist, haben sie auch so gesehen.

Wie wurde Deind Omi denn behandelt?

Wendy soll 3 x täglich Sucrabest bekommen, aber wir bekommen das Zeug nicht in die Spritze gezogen. Das Wasser geht rein, das Pulver leider nicht.

Die letzte Nacht haben wir wieder nicht geschlafen... Ich hoffe, es wird besser, damit wir wenigstens schlafen können.
 

megagoldie

vermisst Kimi & Chip
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Wendy soll 3 x täglich Sucrabest bekommen, aber wir bekommen das Zeug nicht in die Spritze gezogen. Das Wasser geht rein, das Pulver leider nicht.

Die letzte Nacht haben wir wieder nicht geschlafen... Ich hoffe, es wird besser, damit wir wenigstens schlafen können.
Wendy, habt ihr Granulat bekommen ? Das löst sich nicht ganz vollständig. Besorg dir aus der Apotheke eine sgn Blasenspritze ( die fasst 50 ml und hat vorne einen großen Konus ) , damit kannst du die Flüssigkeit gut aufziehen und deinem Hund dann direkt ins Maul verabreichen. 💉

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Luise2

Hundis sind mein Leben
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Oh je, oh je....
Das war/ist ja eine Tortur. Die arme Wendy.
Ich kann euch nur die "Daumendrücken", dass es für euch alle wieder erträglicher wird.🍀🍀🍀🍀🍀

Daniela, in dem anderen Thread hast du über Wendys Spondylose/Cauda equina geschrieben. Es gibt hierfür ein neues Medikament und das ist seit 03/21 zugelassen, von der Firma Zoetis "Librela". Dieses Medikament wir gespritzt und sollte damit magenfreundlicher sein. Schaut man sich so einige Erfahrungsberichte an, so ist es auch sehr hilfreich.
 
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