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TA Praxen - irgendwie komisch

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no thyme

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Hallo ihr Lieben,

ich habe aufgrund der Krankengeschichte von Milo schon einige TA Praxen aufsuchen müssen. Dabei sind mir so Sachen aufgefallen wie, man bekommt keine Rückrufe, angekündigte Anrufe zwecks Mitteilung von Untersuchungsergebnissen bleiben aus und es gibt Unklarheiten nach eigentlich klar abgesprochenen Verfahrensweisen.
Mich nervt das extrem.

Ich habe in den zweieinhalb Jahren, die wir wieder in Deutschland leben nicht ein einziges Mal einen Rückruf erhalten. Angekündigte Anrufe wie oben erwähnt ebenfalls nicht ein einziger.

Zuletzt war ich vergangene Woche bei einer Neurologin/Schilddrüsenfachärztin. Es sollen die tatsächlichen Werte für die SDU geprüft werden und weitere Blutwerte, um die Art der Myopathie herauszufinden bzw bestimmte mögliche Auslöser auszuschließen.

Die Ärztin versprach im Gespräch nicht nur, dass sie sich umgehend meldet, immerhin wäre es in unserem Fall ja wirklich dringend und sie versprach auch, dass obwohl sie selbst nicht wäre, die Arzthelferinnen die Blutabnahme super hinbekommen und sie hätten auch die entsprechenden Anweisungen.

Zur Blutabnahme wurde an Milo herumgestochert - leider kann ich das anders nicht nennen - und es war den beiden Helferinnen nicht klar für welche weiteren Tests sie das Blut brauchten. SDU war klar, sonst nichts. Und dabei war eine der Helferinnen beim ersten Gespräch einen Tag vorher dabei.
Immer wieder sagte ich beiden Helferinnen, dass ein großes Bild gemacht werden sollte und die Ärztin von Kosten in Höhe von 300 Euro gesprochen hatte und ich das abgenickt hatte. Am Ende habe ich 130 Euro bezahlt und denke, es wurde nun doch nicht das gemacht was abgesprochen war.
Ich finde das frustrierend. Denn mal abgesehen vom Geld geht es um die Gesundheit und da drängt auch ein bisschen die Zeit.



Meine erste TA hat mir bei den (Kontroll) Untersuchungen ständig erzählt, dass sie alles so günstig wie möglich macht, man müsse als TA nicht immer alles teuer machen - darum gebeten habe ich nie. Ich konnte es dann nicht mehr hören und habe gewechselt.

Mein zweiter TA hat zwar ein traumhaftes Verhältnis zu Tieren und ich mag ihn und sein Team echt gerne, aber wiederholte Untersuchungen brachten nie ein Ergebnis, immer Kopfschütteln - kann vermutlich passieren, aber hilfreich ist es nicht. Geraten wurde immer, ich solle ein CT bzw MRT machen lassen. Auf welcher Grundlage denn?

Mein dritter TA (anderes Bundesland wegen Umzug) hat untersucht, gemeint, das ist ein Problem mit der HWS. Ach nein, ein Problem des Kiefers. Da geht keiner ran, das macht keiner. - Äh, bitte?

Der vierte TA hat lediglich den T4 geprüft, obgleich ich gebeten hatte sämtliche Werte zu checken. Hat aufgrund des niedrigen T4 Wertes die Dosis des Forthyron hochgesetzt. Fertig. Das andere Problem wurde ignoriert.

Jetzt die Facharztpraxis...die Ärztin hat super erklärt, zeigte Einsatz und ich hatte das Gefühl nicht alleine dazustehen und das es jetzt einen Fahrplan gibt. Und dann das....keine Info zu den Werten wie versprochen, etc pp.

Entschuldigt meinen Frust.

Gibt es hier noch mehr Leute, die solche Erfahrungen machen? Nicht, dass das was ändert, aber manchmal denk ich, ich spinne.

Beste Grüße :)
 

schrecker82

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Ich musste solche Erlebnisse zum Glück noch nicht wirklich mitmachen.

Gut, einmal bin ich im Notdienst an eine frische Assistenzärztin geraten, der ich am Ende erklärt habe wie man mit einem Epileptiker umgeht (die arme war aber auch echt alleingelassen, kein Hintergrund, niemand der ihr half, ganz allein) und einmal hatte ich ne frische Assistenzärztin, die eine wirklich lebensbedrohliche Situation bei meinem Hund als "Ist nur ein kosmetisches Problem" abtat - dies aber, um mich nicht zu beunruhigen, bis der Klinikchef Zeit hatte mit mir zu sprechen (und sie ist ne tolle TÄ geworden).


Ich kenn aber die andere Seite ;) Könnte ich auch Bücher drüber schreiben, hab ich nur keine Zeit für. (und gibts schon *g*)

Zum Beispiel mag ich das Wort "Helfer" nicht. Ist einem Tierbesitzer im Endeffekt egal, Hauptsache der TA ist gut...Ich aber hab ne fundierte Ausbildung gemacht und ohne mich wäre die Praxis ganz schnell ziemlich im Eimer (wenn ich von "mir" spreche, meine ich sämtliche TFAs). Und ja, es gibt leider auch Ärzte, die ihr Fachpersonal nur als "Helfer" bezeichnen und sie auch als etwas "minderwertiges" behandeln. Kenne ich zum Glück nicht persönlich.


Aber zurück zu deinem Problem: sprich es an. Frag nach, ob du da was falsch verstanden hast? Man wollte dich doch zurückrufen? Ob deine Nummer denn die richtige ist? (ich hatte schon sau dämliche Momente, wo einfach ne Zahl oder so mitten in der Nummer gefehlt hat - da kannste zig mal anrufen, bringt nix).

Bei uns z.B. ist es so, dass die Kunden sich nach den Blutwerten zu erkundigen haben. E swird gesagt "Melden sie sich mal dann und dann" und dann gucken wir weiter. Wir haben schlichtweg nicht die Zeit es andersrum zu händeln (es ist ja nicht nu ein Patientenbesitzer, der zurückgerufen werden muss). Seit Corona explodiert das Arbeitspensum, es gibt immer mehr Tierbesitzer oder Besitzer, die jetzt im Homeoffice sitzen und bei jedem "Ohrschiefhalten" in die Praxis tapsen - mehr Tierarztpraxen? Fehlanzeige. Ich kann nur für mich und die Kollegen aus der Nähe sprechen: wir gehen auf dem Zahnfleisch (aber wir tuns gerne).

Vielleicht ist es echt kein böser Wille, der dir da entgegenschlägt (ist natürlich doof, wenn es sich so häuft, versteh ich absolut).

Was die "Helferin" angeht, die in deinem Hund rumgestochert hat: ich hab schon hunderte male Blut abgenommen. Und auch ich habe schon (bei meinem eigenen Hund) Tage gehabt, wo ich drei Nadeln brauchte, bis ich die dämliche Vene endlich richtig erwischt habe. Woran es lag? Ganz einfach: zu häufige Blutentnahme, Venen erstmal im Eimer. Da kann man auch mal Pech haben. Gibt sich wieder, dauert aber ne Zeit (nachdem er mal 12 Tage auf Intensiv war brauchte man gar nicht daran zu denken, was zu treffen. Er bekam da sogar schon die Katheter in die Halsvene, weil an den Beinen nichts mehr ging). Vielleicht hatte auch die "Helferin" einen schlechten Tag.


Ich versuche immer positiv ranzugehen: wer weiß, was mein Gegenüber heute schon erlebt hat. Aufregen macht mir nur Bauchweh.


Daumen sind gedrückt, dass deinem Spatz bald richtig geholfen wird.
 

Luise2

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Oh je... schlimm....
Gott sei Dank, dass wir so etwas noch nicht erlebt haben.
Allerdings besuchen wir auch nur Lieblingstierärzte und dafür fahren wir schon 80 km. Sollte ein Notfall bei uns auftreten, geht's gleich ab in die Klinik und das sind dann 40 km. Auch kenne ich das nicht, dass bei Absprache keine Rückrufe erfolgen, im Gegenteil, alle sind da ziemlich gut organisiert, auch bekomme ich gleich die Berichte per Mail, wenn Untersuchungen auswärtig erledigt wurden.
Ehrlich... ich würde keine Helferin in den Venen meines Hundes rumstochern lassen, stand auch bei uns noch nicht an.

Doch, es erscheint mir einleuchtend, dass man ein CT oder MRT bei der Krankheit von Milo erfolgen sollte, da es sich um eine Nervenerkrankung handelt, die stetig fortschreitet. So weiß man wenigstens den aktuellen Stand der Dinge, obwohl es ja ein Gendefekt ist, denke ich mal, dass da nicht viel zu machen ist. Vielleicht hilft ja eine gewisse Physio.

Alles Gute für Milo... und lass DU den Kopf nicht hängen.
 

no thyme

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Ich musste solche Erlebnisse zum Glück noch nicht wirklich mitmachen.

Gut, einmal bin ich im Notdienst an eine frische Assistenzärztin geraten, der ich am Ende erklärt habe wie man mit einem Epileptiker umgeht (die arme war aber auch echt alleingelassen, kein Hintergrund, niemand der ihr half, ganz allein) und einmal hatte ich ne frische Assistenzärztin, die eine wirklich lebensbedrohliche Situation bei meinem Hund als "Ist nur ein kosmetisches Problem" abtat - dies aber, um mich nicht zu beunruhigen, bis der Klinikchef Zeit hatte mit mir zu sprechen (und sie ist ne tolle TÄ geworden).


Ich kenn aber die andere Seite ;) Könnte ich auch Bücher drüber schreiben, hab ich nur keine Zeit für. (und gibts schon *g*)

Zum Beispiel mag ich das Wort "Helfer" nicht. Ist einem Tierbesitzer im Endeffekt egal, Hauptsache der TA ist gut...Ich aber hab ne fundierte Ausbildung gemacht und ohne mich wäre die Praxis ganz schnell ziemlich im Eimer (wenn ich von "mir" spreche, meine ich sämtliche TFAs). Und ja, es gibt leider auch Ärzte, die ihr Fachpersonal nur als "Helfer" bezeichnen und sie auch als etwas "minderwertiges" behandeln. Kenne ich zum Glück nicht persönlich.


Aber zurück zu deinem Problem: sprich es an. Frag nach, ob du da was falsch verstanden hast? Man wollte dich doch zurückrufen? Ob deine Nummer denn die richtige ist? (ich hatte schon sau dämliche Momente, wo einfach ne Zahl oder so mitten in der Nummer gefehlt hat - da kannste zig mal anrufen, bringt nix).

Bei uns z.B. ist es so, dass die Kunden sich nach den Blutwerten zu erkundigen haben. E swird gesagt "Melden sie sich mal dann und dann" und dann gucken wir weiter. Wir haben schlichtweg nicht die Zeit es andersrum zu händeln (es ist ja nicht nu ein Patientenbesitzer, der zurückgerufen werden muss). Seit Corona explodiert das Arbeitspensum, es gibt immer mehr Tierbesitzer oder Besitzer, die jetzt im Homeoffice sitzen und bei jedem "Ohrschiefhalten" in die Praxis tapsen - mehr Tierarztpraxen? Fehlanzeige. Ich kann nur für mich und die Kollegen aus der Nähe sprechen: wir gehen auf dem Zahnfleisch (aber wir tuns gerne).

Vielleicht ist es echt kein böser Wille, der dir da entgegenschlägt (ist natürlich doof, wenn es sich so häuft, versteh ich absolut).

Was die "Helferin" angeht, die in deinem Hund rumgestochert hat: ich hab schon hunderte male Blut abgenommen. Und auch ich habe schon (bei meinem eigenen Hund) Tage gehabt, wo ich drei Nadeln brauchte, bis ich die dämliche Vene endlich richtig erwischt habe. Woran es lag? Ganz einfach: zu häufige Blutentnahme, Venen erstmal im Eimer. Da kann man auch mal Pech haben. Gibt sich wieder, dauert aber ne Zeit (nachdem er mal 12 Tage auf Intensiv war brauchte man gar nicht daran zu denken, was zu treffen. Er bekam da sogar schon die Katheter in die Halsvene, weil an den Beinen nichts mehr ging). Vielleicht hatte auch die "Helferin" einen schlechten Tag.


Ich versuche immer positiv ranzugehen: wer weiß, was mein Gegenüber heute schon erlebt hat. Aufregen macht mir nur Bauchweh.


Daumen sind gedrückt, dass deinem Spatz bald richtig geholfen wird.
Liebe Julia,

ich freue mich, dass du geantwortet hast!

Um es vorweg u nehmen, ich schrieb nicht von Helferin im Bewußtsein etwas unkorrekt formulieren zu wollen, geschweige denn zu beleidigen oder ähnliches.
Mein Berufsname, der eigentlich auch bekannt ist, geht eigentlich auch immer unter. Da bin ich die Tippse und von manchen Bürgern wird man aus kulturellen Gründen gleich mal komplett ignoriert. Find ich aber auch nicht wichtig, da unseren Mandanten wichtig ist, wie ich meine Arbeit mache. Der Titel interessiert da nicht.
Ich spreche eh jeden mit Namen an und habe zu allen (!) ein gutes Verhältnis und freundliche Worte sind selbstverständlich. Auch wenn ich gefrustet bin. Das gehört sich so und ich kenn das selbst, Mandanten, die anrufen und einem ins Ohr brüllen oder einen beschimpfen.

Nimm es bitte nicht persönlich, ich habe im Moment des Schreibens einfach nicht darüber nachgedacht. Ich werde mehr darauf achten!

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Zu Milo:
Damit es kein Gestocher gibt sage ich prinzipiell an wo die letzten Mal abgenommen wird. Ich kenne da ja von meinen Venen, die regelmäßig dicht sind. Und es kommt einfach auf die Frustliste.

Das Anrufen sollte ja von der Ärztin selbst kommen. Und ich habe mich noch 2x versichert. Der Grund war, dass sie nicht wußte, wann die Ergebnisse von Laboklin kommen würden. So würde es wenig Sinn machen, wenn ich anrufe.
Ich finde es auch gar nicht schlimm selbst den Hörer in die Hand zu nehmen. Aber wenn es heisst, wir rufen an, dann gehe ich davon aus, dass das auch passiert.
Auch hier, wenn ich die Mandanten anrufen muss, weil ich denen das gesagt habe, dann muss ich das eben auch machen. Manchmal sage ich denen auch sie sollen mich an Tag X anrufen weil ich weiß, dass ich dann die Fragen beantworten kann.

Milo's "Problem" hat erst seit letzter Woche einen Namen: Myopathie. Hinzugekommen ist eine Toxoplasmose, die allerdings schon länger besteht. Die Ärztin meint, sie geht davon aus, dass die Myopathie im Zusammenhang mit der Toxo steht. Und das bedeutet, dass er damit seit fast einem Jahr kämpft.

Was mich jetzt auf die Palme bringt, weil die Reihenfolge nicht stimmt....gemeint ist....Hund ankucken im August, mit dem Kopf schütteln und mich mit ihm zum CT schicken. Blutbild? Fehlanzeige. Erst auf meine Nachfrage gab es eines, aber eben nicht das, was Auskunft über "alles" gibt.

Keiner der (4) TA's hat in Erwägung gezogen ein großes Blutbild machen zu lassen, obwohl ich gefragt habe. Und daraus resultiert, dass er nun schon so lange damit kämpft und durch die Gabe von Phen-Pred man die Toxo noch gefüttert hat. Denn er hat Phen-Pred gegen die Schmerzen und Entzündung, die keiner richtig lokalisiert hat bekommen. Aber die Toxo selbst wurde eben nicht behandelt, weil keiner etwas davon wusste. Dass er eine Entzündung im Körper hat, das wurde gesehen, aber weitere Test gab es nicht.

Und ja, das ärgert mich. Es hat dazu geführt, dass ich als Ottodoofbürger im Internet hoch und runterlese und Möglichkeit in den Rau werfen muss. Und dabei gehe ich davon aus, dass ein TA gerade soetwas selbst erwägt (ich meine das große Blutbild). Dass nicht jeder TA sich mit dem Thea Schilddrüse genauer befasst finde ich völlig verständlich und ok. Aber bevor ich jemanden zum CT schicke, was ja kein Spaziergang ist, mache ich erstmal ein vernünftiges Blutbild zum Ausschluss bestimmter Krankheiten.

Natürlich bin ich aber froh, dass wir jetzt einen Plan haben.

(Und ich fahre prinzipiell lange Strecken zum Arzt, wenn das Sinn macht. Hab ich bei den Kindern schon so gemacht.)
 
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