Ist Dominanz gleichzusetzen mit Aggressivität?

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HeliavomWindhof

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Hallo zusammen,

wir haben gerade die erste Woche mit unserer Retriever-Hündin (9 Wochen) hinter uns gebracht und haben schon viel dazugelernt.

Es haben sich allerdings auch etliche Fragen für mich aufgetan.

Natürlich war uns allen klar dass unser Leben auf den Kopf gestellt sein würde, wir sind mit einer realistischen Einschätzung an das Thema "Hund" herangegangen.

Wir haben uns bewußt für eine Hündin entschieden, da die Züchterin uns dies empfohlen hat, Hündinnen sind ja leichter zu erziehen.

Nun haben wir aber schnell gemerkt dass unsere Süße eine recht offensive und, so glauben wir, dominante Hündin ist.

Sie hat diese Woche schon in der Welpenschule gezeigt dass sie "mithalten" kann, nach anfänglichem Zögern.

Der Hundetrainer hat darauf direkt zu mir gesagt dass man bei ihr aufpassen müsse, sie würde leicht zornig werden.

Das hat mich jetzt natürlich total verunsichert.

Wir haben inhaltlich aus der ersten Stunde in der Welpenschule schon sehr viel mitnehmen können und sind sehr konsequent.

Das mit dem Knabbern und "Beissen" ist schon viel besser geworden, da wir das Spielen oder Kuscheln direkt unterbrechen.

Was mich allerdings sehr stört ist, dass sie ständig versucht bei unserem 9-Jährigen Sohn aufzureiten. Mir ist klar dass ich dass unterbinden muss und genau da fängt mein Dilema an: Der Hundetrainer hat mir gesagt wir müssen sie direkt dann auf den Rücken legen und sie am Hals halten.
:lol:

Nun habe ich im Internet gelesen dass genau das Aggressionen fördern würde??!!

Ich wäre sehr dankbar für ein paar Erfahrungen mit diesem Verhalten und den Methoden die ihr angewendet habt.

Fühle mich hier auch ein wenig überrumpelt da ich dieses Rammeln ansonsten nur von Rüden kenne??!!
Ist das ein Zeichen dass sie dominant oder aggressiv oder Beides ist?

Und nun rammelt unsere 9-Wochen alte Hündin...

Das ist der Hammer

Danke Euch im Voraus dass ihr mich an Euren Erfahrungen teilnehmen lasst.

Wünsche allen einen sonnigen Sonntag
d_sunny
LG

Sabine mit Helia
 

Scout&Simone

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darf ich einen Tipp geben? Sofort einen anderen Hundetrainer suchen ...........
Ein Hundetrainer, der Dir sagt, Du sollst Deinen Hund auf den Rücken drehen und ihn am Hals festhalten..... das geht ja mal gar nicht........

schau mal beim ibh - da findest Du bestimmt einen Trainer in Deiner Nähe...... beim ibh sind nur Trainer gelistet, die gewaltfrei ohne diversen Unterwerfungen und Hilfsmitteln arbeiten....

mit 9 Wochen ist Deine Hündin ganz gewiss nicht dominant!!!
 

sublimieren

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Unterbinden musst du es natürlich, aber die Sache mit dem "Unterwerfen" (auf den Rücken legen) ist glaub ich wirklich ein alter Zopf und auch ein bisschen mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

Reagiert sie denn, wenn du sie mit einem "Nein" von etwas abhalten willst? Also merkt sie, dass du sauer bist und etwas nicht willst? Wie maßregelst du sie, wenn sie z.B. Sachen kaputtmachen will etc.?

Beim Aufreiten würde ich mir die Kleine schon "kaufen", wenn sie entsprechend frech ist, d.h. ich hätte keine Scheu, sie mal im Nacken zu packen (nicht schütteln!) und kräftig anzubrummen.

Was mir aber auch sehr geholfen hat bei der Erziehung war der Kennel und die "Auszeit". Gerade wenn die Kleinen so völlig abdrehen, weil sie im Grunde müde sind. Dann hat auch der Welpe seine Ruhe.
 

Klara&Major

zuviel hier...
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Dominanz und Aggression sind meiner Ansicht nach zwei verschieden paar Schuhe, ein dominanter Hund wird selten aggressiv sein. Alleine schon, weil es "dumm" - Ressourcenverschwendung wäre.

Wenn sie recht krawallig unterwegs war, in der Welpenstunde, würde ich eher sagen, sie war überfordert und wusste nicht so recht, wo sie sich Schutz holen kann... Beziehungsweise hat dann versucht, es selbst zu lösen. Wäre sie dominant, wäre sie eher durch Abgeklärtheit und Ruhe aufgefallen.

Auch das Rammeln sehe ich als eine Übersprungshandlung aus Überforderung. Ich behaupte, ein 9 jähriger kann einen rammelnden Welpen einfach wortlos wegschubsen, wenn er es sich nicht zutraut, dann würde ich das übernehmen. Nicht mehr und nicht weniger, wegschubsen, nein, gut ist. Nichts weiter, das machst du gefühlte 100 mal und das Thema dürfte sich erledigen.

Zum Hundetrainer sag ich mal nichts, gibt es eine Alternative? Die würde ich mir ansehen. ;)
 

Amy08

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Eine 9 Wochen alte Hündin auf den Rücken legen und am Hals packen *wand*?? Ehrlich gesagt, hätte mich dieser Hundetrainer das erste und gleichzeitig das letzte Mal gesehen, Sabine. Deine Hündin ist vielleicht selbstbewusst, aber mit ihrem Alter sicher nicht dominant. Ich würde unerwünschtes Verhalten ruhig und konsequent unterbinden mit einem deutlichen NEIN! oder auch mal einem Brummen, erwünschtes Verhalten dagegen sofort loben und belohnen. Aber bitte niemals auf den Rücken legen und am Hals festhalten, auch später nicht!
 

joschi †

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Hallo zusammen,

wir haben gerade die erste Woche mit unserer Retriever-Hündin (9 Wochen) hinter uns gebracht und haben schon viel dazugelernt.

Es haben sich allerdings auch etliche Fragen für mich aufgetan.

Natürlich war uns allen klar dass unser Leben auf den Kopf gestellt sein würde, wir sind mit einer realistischen Einschätzung an das Thema "Hund" herangegangen.

Wir haben uns bewußt für eine Hündin entschieden, da die Züchterin uns dies empfohlen hat, Hündinnen sind ja leichter zu erziehen.

Da haben wir es wieder, die altbekannte Mär, Hündinnen sind absolut nicht leichter zu erziehen als Rüden.

Nun haben wir aber schnell gemerkt dass unsere Süße eine recht offensive und, so glauben wir, dominante Hündin ist.

Sie hat diese Woche schon in der Welpenschule gezeigt dass sie "mithalten" kann, nach anfänglichem Zögern.

Der Hundetrainer hat darauf direkt zu mir gesagt dass man bei ihr aufpassen müsse, sie würde leicht zornig werden.

Ein Hund wird nicht zornig, Deine Kleine war überfordert. Was ist das für eine Hundeschule, woher hat der Trainer sein Wissen?


Das hat mich jetzt natürlich total verunsichert.

Wir haben inhaltlich aus der ersten Stunde in der Welpenschule schon sehr viel mitnehmen können und sind sehr konsequent.

Das mit dem Knabbern und "Beissen" ist schon viel besser geworden, da wir das Spielen oder Kuscheln direkt unterbrechen.

Was mich allerdings sehr stört ist, dass sie ständig versucht bei unserem 9-Jährigen Sohn aufzureiten. Mir ist klar dass ich dass unterbinden muss und genau da fängt mein Dilema an: Der Hundetrainer hat mir gesagt wir müssen sie direkt dann auf den Rücken legen und sie am Hals halten.

Etwas Schlimmeres als das, kannst Du gar nicht mit der Kleinen machen!! Auf den Rücken legen und am Hals halten stammt aus dem vorigen Jahrhundert und fördert nur die Aggressivität des Hundes, man kann, evtl., den Hund mal auf die Seite legen und halten, aber nicht am Hals! Wie hier schon gesagt wurde, weg schubsen und mit einem klaren "Nein" unterbinden.

:lol:

Nun habe ich im Internet gelesen dass genau das Aggressionen fördern würde??!!

Ich wäre sehr dankbar für ein paar Erfahrungen mit diesem Verhalten und den Methoden die ihr angewendet habt.

Fühle mich hier auch ein wenig überrumpelt da ich dieses Rammeln ansonsten nur von Rüden kenne??!!

Das "Rammeln" hat nix mit Sexualität zu tun, es ist ein Zeichen von versuchter Dominanz oder eine Übersprungshandlung wegen Überforderung. Deshalb machen das auch Hündinnen. Das Aufreiten, egal ob beim Menschen oder auch bei anderen Hunden unterbinde bitte immer sofort.

Ist das ein Zeichen dass sie dominant oder aggressiv oder Beides ist?

Aggressiv ist Deine Kleine bestimmt nicht und ob sie zur Dominanz neigt?

Und nun rammelt unsere 9-Wochen alte Hündin...

Das ist der Hammer

Danke Euch im Voraus dass ihr mich an Euren Erfahrungen teilnehmen lasst.

Wünsche allen einen sonnigen Sonntag
d_sunny
LG

Sabine mit Helia

An Deiner Stelle würde ich mir gaaaaanz schnell eine kompetente Hundeschule suchen, nicht wegen Eurer Hündin, sondern ........
 

Scout&Simone

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Was mir aber auch sehr geholfen hat bei der Erziehung war der Kennel und die "Auszeit". Gerade wenn die Kleinen so völlig abdrehen, weil sie im Grunde müde sind. Dann hat auch der Welpe seine Ruhe.

wir hatten auch einen Stoffkennel..... weil Scout auch so völlig überdreht war.... und uns dann knurrend angesprungen ist (mein Kleiner war damals 6 und er hatte so viele zerlöcherte T-Shirts und Hosen..... - sie hat den Kennel geliebt und dort auch Ruhe gefunden....
 

Amy08

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Nur mal so by the way gefragt: Wart ihr alle schon mit 9 Wochen in der HuSchu? Wir haben Amy damals erst bei uns zuhause eingewöhnen lassen, bevor wir dann mit 11 Wochen zur Welpenstunde gegangen sind. Ich fand es damals wichtig, dass sie erst ihren Platz bei uns daheim findet und wir uns richtig kennenlernen. Oder war ich da mit Amy zu spät dran*denk*?
 

Anna Löwenherz

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Ich schließ mich an: Sucht Euch schnellstmöglich einen besseren Trainer :)

Solche Tipps wie 'auf den Rücken drehen' zeugen nicht gerade von viel Kompetenz. Lest vielleicht auch ein bisschen was über Körpersprache und über gewaltfreie Hundeerziehung (also ohne Anbrüllen, Leinenruck oder solche Dinge).
 

schrecker82

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Rammeln muss nicht Dominanz sein.

Gordon macht es,wenn er mitner Situation nicht klar kommt oder er viel Stress (auch positiven,lso zB nen ereignisreichen Tag) zu verdauen hat.

Ihm hilft es, wenn ich ihn dann zur Ruhe "zwinge" (sprich auf seinen Platz schicken).


Auf den Rücken werfen und am Hals festhalten...na ich weiß nicht.

Je nach Hund kann das auch in die Hose gehen - und dann hat man ein Problem.

Ich habs auch mal gemacht (einmal) -und ja, es hat geholfen und ich brauchte es nie wieder tun. Aber ich würde das niemals als Tipp an andere weitergeben (das ist genau wie manche sagen "Knurr deinen Hund an" - Gordon kannste angnurren und er geht weg - Connor würde "vor" gehen). Connor ist mir damals als Halbstarker mit vollem Speed ins Gesicht gesprungen (ich kniete im Wohnzimmer) und wollte meine Augenbraue tackern. Da ist er auch postwendend aufm Rücken geflogen und ich hab ihn festgehalten...von da an war klar "Mit der macht mach sowas besser nicht" - ich hätte auch Pech haben können und er hätte sich das nicht gefallen lassen, und dann? (ich war in dem Moment so perplex, dass ich das automatisch so hab ablaufen lassen...ob ichs wieder machen würde? Ich glaube nicht...wenn er heute irgendwas "macht", zB eben beim Gassi einige heftige Unstimmigkeiten mit nem Gassipartner die für einen unbeteiligten blutig endete, dann kommt er ins Platz, Ruhe reinbringen...danach konnten wir wieder entspannt laufen).
 

HeliavomWindhof

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Vielen Dank für Eure Feedbacks.

Wir haben eine Hundebox, sollte ich sie vielleicht darein schicken damit sie zur Ruhe kommt wenn sie aufdreht?:D
 

Waltraud

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Ihr habt den Welpen gerade mal eine Woche. Lasst die Kleine doch erst einmal ankommen, den Tagesrhythmus kennenlernen, Euch kennenlernen, Vertrauen und Bindung aufbauen lassen. Für mich liest sich das hier geschilderte nach Überforderung. Mit 9 Wochen sind sie noch Babys, die vor allem viel Ruhe und Ausgeglichenheit brauchen. Sonst werden sie nervös und hibbelig. Neues Zuhause und gleich Welpenschule war wahrscheinlich für den Anfang etwas zuviel für Eure Maus.
 

HeliavomWindhof

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Ihr habt den Welpen gerade mal eine Woche. Lasst die Kleine doch erst einmal ankommen, den Tagesrhythmus kennenlernen, Euch kennenlernen, Vertrauen und Bindung aufbauen lassen. Für mich liest sich das hier geschilderte nach Überforderung. Mit 9 Wochen sind sie noch Babys, die vor allem viel Ruhe und Ausgeglichenheit brauchen. Sonst werden sie nervös und hibbelig. Neues Zuhause und gleich Welpenschule war wahrscheinlich für den Anfang etwas zuviel für Eure Maus.


Hallo Waltraud,

da hast du wahrscheinlich recht.

Habe viele Freundinnen mit Hunden die mir geraten haben direkt mit der Welpenschule anzufangen.

Habe aber bei meinem Post etwas Wichtiges vergessen - das möchte ich Euch nicht vorenthalten:

Unsere Kleine ist ja auf einen Dackel losgegangen der sie aber vorher schon geärgert hatte. Ich habe sie aus dem Getümmel rausgezogen und zu den anderen Frauchen gesagt: "Jetzt bin ich aber platt - zu Hause ist das eine ganz Verschmuste"

Da sagt die Dackel-Mutti zu mir: "Wissen Sie nicht dass es sich bei den meisten Beissattacken bei denen ein Familienmitglied vom eigenen Hund gebissen wird um Golden Retriever handelt?!"

Ich: "Nö - habe ich noch nie was davon gehört, habe eher viel Positives über das familieninterne Verhalten von Retrievern gehört, sonst hätte ich mir ja keinen gekauft"

Was sagt ihr zu der Aussage der Dackel-Lady?
 

schrecker82

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Es gibt durchaus des öfteren "Beißattacken" von Retrievern (die sind halt auch Hunde...). Ist nicht zu unterschätzen.

Klar sie sind idR friedfertige Hunde, haben ne gute Sozialisierung hinter sich und sind wesensfest (wenn man bei der Auswahl des Hundes drauf achtet).

Da ja aber Hinz und Kunz verpaaren kann, sind mitunter nicht alle retriever "supi lieb, die mit jedem können und wollen"


Haben das gerade heute erlebt. Connor ist in Sachen Spielzeug recht eigen. Hat ers, hat ers, ein anderer Hund darfs ihm nicht aus dem Maul nehmen (außer Gordon). Es darf jeder mit seinem Spielzeug spielen, solange ers vor Connor hat (und ihm somit nicht "wegnehmen" muss).

Nun haben wir im Freundeskreis ne TS-Labradordame - die wohl nicht gelernt hat dass man sich auch mal unterordnen sollte (eine klasse Hündin, aber man weiß halt nicht, was sie alles erlebt hat). Sprich: Connor zeigt deutlich, er wird grad sauer (Gordon zB würde dann einach weggehen und alles ist gut), dann wird sie halt auch sauer anstatt das zu akzeptieren.

So schaukelt sich das ganze hoch, keiner gibt nach und wir mussten heute mehrfach trennen (ein unbeteiligter der nur "gucken" wollte war dann der Leidtragende und bekams ab).


Aber mach dir keinen Kopf - wenn sowas passiert, sagt man auch viel. ich bin mal von nem Dackel gebissen worden und hab auch "Typisch Dackel! Wadenbeißer halt" gesagt...dabei mag ich Dackel sehr gut leiden*g* In so nem Moment schießt man Vorurteile noch schneller raus als eh schon.
 

HeliavomWindhof

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Es gibt durchaus des öfteren "Beißattacken" von Retrievern (die sind halt auch Hunde...). Ist nicht zu unterschätzen.

Klar sie sind idR friedfertige Hunde, haben ne gute Sozialisierung hinter sich und sind wesensfest (wenn man bei der Auswahl des Hundes drauf achtet).

Da ja aber Hinz und Kunz verpaaren kann, sind mitunter nicht alle retriever "supi lieb, die mit jedem können und wollen"


Haben das gerade heute erlebt. Connor ist in Sachen Spielzeug recht eigen. Hat ers, hat ers, ein anderer Hund darfs ihm nicht aus dem Maul nehmen (außer Gordon). Es darf jeder mit seinem Spielzeug spielen, solange ers vor Connor hat (und ihm somit nicht "wegnehmen" muss).

Nun haben wir im Freundeskreis ne TS-Labradordame - die wohl nicht gelernt hat dass man sich auch mal unterordnen sollte (eine klasse Hündin, aber man weiß halt nicht, was sie alles erlebt hat). Sprich: Connor zeigt deutlich, er wird grad sauer (Gordon zB würde dann einach weggehen und alles ist gut), dann wird sie halt auch sauer anstatt das zu akzeptieren.

So schaukelt sich das ganze hoch, keiner gibt nach und wir mussten heute mehrfach trennen (ein unbeteiligter der nur "gucken" wollte war dann der Leidtragende und bekams ab).


Aber mach dir keinen Kopf - wenn sowas passiert, sagt man auch viel. ich bin mal von nem Dackel gebissen worden und hab auch "Typisch Dackel! Wadenbeißer halt" gesagt...dabei mag ich Dackel sehr gut leiden*g* In so nem Moment schießt man Vorurteile noch schneller raus als eh schon.

Hallo Du Auch-Pfälzerin,

ob unsere Hündin wesensfest ist wurde nicht geprüft, sie stammt aus einer (sehr guten) Hobbyzucht. Ich kenne die Züchterin schon lange und kenne ihre 3 erwachsene
Retriever - alle 3 friedfertige und ausgeglichene Hunde (also die Mutter, die Oma und der Onkel) den Vater unserer Kleinen kenne ich nicht. Soll aber auch ein ruhiger sein.

Wir werden sehen....

LG
 

Amy08

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Ich glaube erstmal einfach, dass dein Hund von der Situation überfordert war. Zur Aussage der Dackelbesitzerin: Es gibt doch bei jeder Rasse unterschiedliche Charaktere. Die Golden Hündin von Freunden war eine Seele von Hund, sanft und friedfertig. In der Junghundestunde hatten wir einen Golden Rüden, der schon knurrend und "geladen" bis unter die Haarspitzen auf den Platz gerast kam und sich sofort mit dem nächstbesten Hund angelegt hat. Ich glaube, dass vielleicht speziell bei den Golden Retrievern das Problem besteht, dass sie häufig "nur" als Spielgefährten für die Kinder angeschafft werden, weil sie eben den Ruf als perfekte Familienhunde haben. Dabei wird aber vergessen, dass der Golden auch ein Retriever ist und entsprechend beschäftigt werden möchte (ich beziehe das jetzt nicht auf deinen Hund!). Wenn das nicht der Fall ist, sprich der Golden ist unterfordert und frustriert, dann könnte es schon vorkommen, dass er seinem Frust mal Ausdruck verleiht und zuschnappt. Außerdem wird leider auch beim Golden Retriever viel auf Masse drauflosgezüchtet, und das macht sich in der mangelnden Wesensfestigkeit beim einen oder anderen bemerkbar. Damit meine ich jetzt nicht deine Hündin, bitte nicht falsch verstehen, aber ich denke, das werden hier auch einige bestätigen können.
 

HeliavomWindhof

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Ich glaube erstmal einfach, dass dein Hund von der Situation überfordert war. Zur Aussage der Dackelbesitzerin: Es gibt doch bei jeder Rasse unterschiedliche Charaktere. Die Golden Hündin von Freunden war eine Seele von Hund, sanft und friedfertig. In der Junghundestunde hatten wir einen Golden Rüden, der schon knurrend und "geladen" bis unter die Haarspitzen auf den Platz gerast kam und sich sofort mit dem nächstbesten Hund angelegt hat. Ich glaube, dass vielleicht speziell bei den Golden Retrievern das Problem besteht, dass sie häufig "nur" als Spielgefährten für die Kinder angeschafft werden, weil sie eben den Ruf als perfekte Familienhunde haben. Dabei wird aber vergessen, dass der Golden auch ein Retriever ist und entsprechend beschäftigt werden möchte (ich beziehe das jetzt nicht auf deinen Hund!). Wenn das nicht der Fall ist, sprich der Golden ist unterfordert und frustriert, dann könnte es schon vorkommen, dass er seinem Frust mal Ausdruck verleiht und zuschnappt. Außerdem wird leider auch beim Golden Retriever viel auf Masse drauflosgezüchtet, und das macht sich in der mangelnden Wesensfestigkeit beim einen oder anderen bemerkbar. Damit meine ich jetzt nicht deine Hündin, bitte nicht falsch verstehen, aber ich denke, das werden hier auch einige bestätigen können.

Ist 100% so wie Du sagst, ich habe übrigens den Hund für mich gekauft und nicht für die Kinder. Möchte sie aber in die Erziehung mit einbeziehen. Ich habe für Helia bereits einen Welpen-Dummy gekauft und ich finde sie ist schon sehr interessiert.

Unsere Helia hat Papiere und kommt, so bin ich überzeugt, aus einem guten Stall.

Die Züchterin hat seit 25 Jahren Golden Retriever, dieser war der 8. Wurf.

Die Welpen waren im Arbeitszimmer gegenüber dem Schlafzimmer untergebracht.

Wir hatte fast ein Vorstellungsgespräch bei dem "geprüft" wurde ob unsere Familie hundetauglich ist.

Von der Herkunft her habe ich eigentlich keine Bedenken, war jetzt einfach ein bissel verunsichert.

Aber vielleicht ist das am Anfang auch normal...
 

Amy08

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war jetzt einfach ein bissel verunsichert.

Aber vielleicht ist das am Anfang auch normal...
Sabine, wir waren in der ersten Zeit genauso verunsichert, glaub mir. Ich hatte mir zwar was die Wesensfestigkeit von Amy anbelangt keinerlei Sorgen gemacht, ich kannte die Elterntiere und sie stammt aus einer LCD-Zucht. Trotzdem mussten wir uns erst an ihren sanften, ruhigen Charakter gewöhnen, sie war so ganz anders als unsere erste (Mischlings-)Hündin.Sie hat sich anfangs immer unterworfen und sehr lange gebraucht, bis sie mal gelernt hat sich durchzusetzen und gegen aufreitende Rüden und zickende Hündinnen zu wehren. Sind halt nicht alle gleich unsere Hunde. Gebt euerer Kleinen Zeit alles kennenzulernen und seid ruhig und konsequent. Je souveräner ihr euch verhaltet, umso sicherer und gelassener wird euer Hund werden.
 

jacko

...und Mausi Anabell
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Ihr habt den Welpen gerade mal eine Woche. Lasst die Kleine doch erst einmal ankommen, den Tagesrhythmus kennenlernen, Euch kennenlernen, Vertrauen und Bindung aufbauen lassen. Für mich liest sich das hier geschilderte nach Überforderung. Mit 9 Wochen sind sie noch Babys, die vor allem viel Ruhe und Ausgeglichenheit brauchen. Sonst werden sie nervös und hibbelig. Neues Zuhause und gleich Welpenschule war wahrscheinlich für den Anfang etwas zuviel für Eure Maus.
Wir hatten ja bisher nur 1 Welpen...und das ist nun fast 14 Jahre her - aber ich erinnere mich noch, dass unsere Züchterin damals gesagt hat: Erstes Welpentreffen in 14 Tagen (und die 2 Wochen waren damals als Ersthundebesitzer laaaang, wenn man doch unsicher ist), die Zwerge müssen erst mal in ihren Familie ankommen. (Welpenschule starteten wir dann mit 12 Wochen)
 
G

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Wir hatten ja bisher nur 1 Welpen...und das ist nun fast 14 Jahre her - aber ich erinnere mich noch, dass unsere Züchterin damals gesagt hat: Erstes Welpentreffen in 14 Tagen (und die 2 Wochen waren damals als Ersthundebesitzer laaaang, wenn man doch unsicher ist), die Zwerge müssen erst mal in ihren Familie ankommen. (Welpenschule starteten wir dann mit 12 Wochen)

Da kann ich nur voll und ganz zustimmen. Ein Welpe braucht viel Ruhe
und eine ausgeglichene Umgebung.

Unsere erste Hündin, die wir mit zehn Wochen bekamen, wollte
in den ersten fünf Monaten gar nicht aus dem Haus, sie hatte
extremen Nesttrieb.

Das Haus, der Garten und das Auto waren ihr "Zuhause", alles
darüber hinaus hat sie zwar mitgemacht (zwangsläufig), aber
nicht so gerne.

Ich würde auch immer wieder einen Kennel aufstellen. Den würde
ich von Anfang an so groß wählen, dass auch der erwachsene Hund
noch hineinpasst. Oftmals sehen es die Hunde als ihre "Höhle" und
ziehen sich darin zurück.

Einen Hund auf den Rücken zu werfen, ist völlig antiquiert, offenbar
hat der Trainer nie was dazu gelernt. Und im Nacken packen und
womöglich schütteln, bedeutet "Beute machen und totschütteln".

Allenfalls könnte man vielleicht den "Schnauzengriff" gelten lassen,
das machen die Hundemütter auch und es tut den jungen Hunden
nicht weh. Auf jeden Fall viel mit der Stimme arbeiten, den Hund
ruhig auch mal "anknurren", das hilft oft gut, wenn man es überzeugend
rüberbringt.

Liebe Grüße Cornelia
 
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