Hundesteuer: Hört doch mal auf mit dem Gejammer!

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Luise2

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Von Ralph Rückert, Tierarzt, und Johanne Bernick, Tierärztin

Es ist Januar, die Hundesteuer-Bescheide der Kommunen flattern ins Haus! Und wie jedes Jahr kommt es in den Social-Media-Hundegruppen zu kleinen bis mittleren Wallungen über prozentual gesehen in der Tat recht deutliche Erhöhungen. Ein beispielhafter Kommentar: "Von 96€ auf 120€!!! Ich finde, die haben hier in dem Kaff langsam den A...... offen!". Und natürlich wird zu diesem Anlass wie immer die Notwendigkeit der Hundesteuer pauschal in Frage gestellt oder bestritten.

Wir sind der Meinung, dass die Hundesteuer erstens berechtigt und zweitens objektiv gesehen deutlich zu niedrig ist! In Relation zu dem Gesamtkosten der Hundehaltung (je nach Größe 30.000 Euro und mehr für ein Hundeleben!) handelt es sich bei der Hundesteuer wirklich um einen Bagatellbetrag, um Peanuts sozusagen. Wem 10 oder 15 Euro pro Monat wirklich Bauchschmerzen machen, der muss das Hobby Hundehaltung insgesamt in Frage stellen oder halt sein Netflix-, Prime- oder Disney-Abo kündigen.
.....
 

jenssprungler

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Hundehaltung als "Hobby" darzustellen finde ich nicht in Ordnung. Ein Kind zu haben ist ja auch kein Hobby.

Ich stimme dir aber im Bezug auf die Hundesteuer voll und ganz zu! Auch wenn die "Einnahmen" in den Kommunen nicht direkt zu Hundezwecken verwendet werden. Aber das ist ein anderer Diskussionspunkt.
 

Luise2

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Hundehaltung als "Hobby" darzustellen finde ich nicht in Ordnung. Ein Kind zu haben ist ja auch kein Hobby.
Na, ja... vielleicht hätte er es als "Private Interessen" bezeichnen können?

Ich kenne einige, da würde ich das Thema Hund schon als "Hobby" bezeichnen, zB. wenn man den Hund mit seinen sportlichen Aktivitäten verbindet. Doch das ist ja alles Auslegungssache.
 

Sonnys Fellloser

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Man könnte es auch als Qualitätszeit bezeichnen. Vor 50 Jahren nannte man das Steckenpferd anstatt Hobby. Anders als Briefmarkensammeln oder Rumbasteln handelt es sich bei der Hundehaltung um eine freiwillige Selbstverpflichtung gegenüber einem Lebewesen. Wenn es gut läuft 15 bis 20 Jahre.
Ich bin auch in einem Vogelforum. Dort reden wir Menschen, die sich Papageien anschaffen ins Gewissen, dass es 20, bei einigen Arten auch 50 Jahre sein können.
 

Luise2

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Ich bin auch in einem Vogelforum. Dort reden wir Menschen, die sich Papageien anschaffen ins Gewissen, dass es 20, bei einigen Arten auch 50 Jahre sein können.
Da steht ja einiges an Missionsarbeit an.....

Ich selbst bin nur entsetzt, wie rucki zucki sich Tierbesitzer von ihren Tieren trennen. Man muss noch froh sein, wenn sie diese in den Tierheimen abgeben.
Täglich lese ich, dass Hunde angebunden zurückgelassen werden und ganz schlimm ist es, wenn sie diese in den Wäldern anbinden.
Ganze Katzenfamilien werden in Kartons ausgesetzt. Auch haben viele Probleme, wenn die Tiere alt werden und die alterstypischen Verhaltensweisen auftreten, ab dann ins Tierheim oder auf die Straße.
Auslandhunde werden z.B. für den Transport fertig gemacht und kurzfristig wird abgesagt. Manchmal befinden sich die Tiere schon auf dem Weg.
Die Corona-Hunde z.B., wie viele davon landeten in den Tierheimen.
Selbst mit Welpen sind sie überfordert. Mich schüttelt es, wenn das lese, was an so kleinen Rackern alles bemängelt wird.

Ich hab's aufgegeben, Menschen überzeugen zu wollen, die sich aus fadenscheinigen Gründen von ihren Tieren trennen wollen. Dafür ist mir meine Zeit einfach zu schade und die Worte werden sowieso nicht wahrgenommen.
 
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