Aus Not - die Zwangsabgabe von Tieren nimmt weiter zu..

Retriever Pfotenfreunde

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Betta

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Eben habe ich einen Bericht im TV gesehen. Die Tierheime Solingen, Remscheid und Wuppertal berichten, dass immer mehr Hunde von Besitzern abgegeben werden müssen, da sie sich die Ernährungs-und Tierarzkosten nicht mehr leisten können.

Kranke Tiere, die dringend eine Behandlung benötigen, werden oftmals vor dem TH ausgesetzt - ich nehme an, dass es den Leuten einfach peinlich ist zuzugeben, dass sie das Tier aus finaziellen Gründen nicht mehr halten können.

Zuerst habe ich mit Unverständnis reagiert - aber nun ich stelle mir die Frage: Ist es nicht auch Tierliebe wenn ich mein Tier abgebe weil ich es mir nicht leisten kann es optimal zu versorgen ?
 
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Nun, ich sehe das schon lange so. Ich finde es zwar nicht gut, wenn man sie einfach aussetzt, aber wenn sie direkt vor dem TH ausgesetzt werden, wissen die Leute, die die Tiere aussetzen, das die Tiere dort versorgt werden. Sie werden untersucht, bekommen Futter.

Und ich persönlich kann es sehr sehr gut verstehen, wie hart es in der heutigen Zeit ist.
Ich habe wenn ich alle Unkosten, auch Hundefutter, abziehe für die Familie zum Leben im Monat 400,- €. Wenn dann noch irgendeine TA-Behandlung dazwischen kommt, wird es eng. Bisher ging es immer. Ich bete täglich, das es auch weiter so glatt läuft. Weil ich kann mich und will mich nicht von meinen Tieren trennen.
 

Betta

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Nun, ich sehe das schon lange so. Ich finde es zwar nicht gut, wenn man sie einfach aussetzt, aber wenn sie direkt vor dem TH ausgesetzt werden, wissen die Leute, die die Tiere aussetzen, das die Tiere dort versorgt werden. Sie werden untersucht, bekommen Futter.

Und ich persönlich kann es sehr sehr gut verstehen, wie hart es in der heutigen Zeit ist.
Ich habe wenn ich alle Unkosten, auch Hundefutter, abziehe für die Familie zum Leben im Monat 400,- €. Wenn dann noch irgendeine TA-Behandlung dazwischen kommt, wird es eng. Bisher ging es immer. Ich bete täglich, das es auch weiter so glatt läuft. Weil ich kann mich und will mich nicht von meinen Tieren trennen.

Oh, Kerstin - 400€ ist aber nicht wirklich viel *blau*
 

Nicole

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Wenn einer wirklich nicht mehr kann, ist es wohl besser das Tier abzugeben, ich denk,e das hat dann mehr mit Tierliebe zu tun, als alles andere.
 

biko

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Ja, wahrscheinlich ist es Tierliebe das Tier abzugeben.
Was ich aber nicht verstehe ist, es vorm Tierheim anzubinden. Mir wäre da das Schicksal zu ungewiss.
Ich würde versuchen meine Tiere über eine Organisation zu vermitteln.
 

Betta

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Ja, wahrscheinlich ist es Tierliebe das Tier abzugeben.
Was ich aber nicht verstehe ist, es vorm Tierheim anzubinden. Mir wäre da das Schicksal zu ungewiss.
Ich würde versuchen meine Tiere über eine Organisation zu vermitteln.

Ja, wir würden vielleicht so handeln. Aber ich denke, dass es primär sozialschwache Familien sind und die haben wahrscheinlich noch nichts oder wenig von Tierschutzorgas gehört. Oder die sind zu weit weg.

In dem Bericht hieß es aber auch, dass viele Besitzer bemüht sind das Tier irgendwann wieder zu sich zu holen. Leider klappt es nicht so oft.

Ein junger Mann hat seinen riesigen Hund (ich kenne die Rasse nicht, war auf jeden Fall kalbsgroß) dort abgeben müssen , hatte aber das Glück, dass sie eine Aushilfe im TH suchten. Er nahm den Job an und zahlt so für seinen Hund die Kosten ab und kann sich täglich um ihn kümmern. Irgendwann will er sich eine Wohnung besorgen und den Hund wieder zu sich holen. (Seine Frau hat sich getrennt und die Wohnung musste aufgegeben werden. Er wusste nicht wohin mit seinem Hund.)
 

Daima

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Ich kann es voll und ganz verstehen, wenn jmd. sein Tier aus Geldmangel "abgibt". Auch die TA Gebühren wurden gerade erhöht. Bei einfachen Erkrankungen ist man häufig mit 50 - 100 EUR dabei.
Verständis habe ich allerdings nicht, wenn das Tier irgendwo in "freier Wildbahn" oder Autobahn ausgesetzt wird.
Wir sehen hier in der Nachbarschaft häufig kranke Hunde mir sehr armen Besitzern. Eine Nachbarin hat jetzt einen Hundebesitzer, der nicht mit seinem Hund zum TA gehen konnte, als Gärtner beschäftigt. Dieser konnte nicht einmal die Flöhe des Hundes beseitigen. Der Mann lebt von Hartz 4. Des weiteren bekommt er die aussortierten Kleiderstücke wie Jacken, Pullover usw.
Der Besitzer isst häufig selbst nichts, damit der Hund sein Futter bekommen kann. Ohne seinen Hund würde er nie nach draussen gehen. Er hat den Hund aus einem Haushalt übernommen, wo der Hund stark misshandelt wurde und gebissen hat. Der Hund ist mittlerweile lammfromm.

Wie gesagt ich kann es verstehen
 
G

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Ich bin auch der Meinung das es Tierliebe ist das man den Hund abgibt wenn man ihn aus Geld- oder Zeitmangel nicht mehr halten kann.

Ich denke aber das es vielen nicht nur peinlich ist den Hund ins TH zu bringen, sondern dass sie auch den Fragen nach dem Warum scheuen und Angst vor Vorwürfen haben.
 

Betta

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Ich denke aber das es vielen nicht nur peinlich ist den Hund ins TH zu bringen, sondern dass sie auch den Fragen nach dem Warum scheuen und Angst vor Vorwürfen haben.

Die Tierheimleitung machte nicht den Eindruck, dass sie dafür kein Verständnis hätte. Ihr taten die Leute schon irgendwie leid.

Ich denke auch, dass es aber vielen peinlich ist zugeben zu müssen, dass es finanziell nicht mehr klappt.

Ich möchte nicht wissen wieviele allergiebedingte Abgaben in Wirklichkeit finanzieller Natur sind. *blau*
 

Dodo

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Eben habe ich einen Bericht im TV gesehen. Die Tierheime Solingen, Remscheid und Wuppertal berichten, dass immer mehr Hunde von Besitzern abgegeben werden müssen, da sie sich die Ernährungs-und Tierarzkosten nicht mehr leisten können.

Ist bei uns im Tierheim auch nicht anders. Es kam jetzt auch ein Bericht darüber im Lokalradio. Es ist nun mittlerweile so, dass wir leider einen Aufnahmestopp verhängen mussten, weil das Tierheim einfach voll ist. Es wird wahrscheinlich noch Ausnahmen für sehr dringende Fälle geben und Fundtiere werden natürlich auch aufgenommen, aber "einfach so" abgeben ist nicht mehr möglich.
Dafür ist jetzt in Siegen eine Tiertafel eingerichtet worden.
Finde ich eine sehr gute Sache, denn damit lässt sich hoffentlich für einige Tiere und ihre Besitzer die Abgabe vermeiden.
 

goertzie

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In Hamburg kostet es nicht gerade wenig Geld, wenn man seinen Hund im TH abgibt (jedenfalls war es in der Süderstraße unter Poggendorf so - sauteuer!). Und wer kein Geld mehr für die Versorgung des Hundes oder sonstwelchen Tieres hat, wird kaum noch Geld haben, um die Abgabe zu bezahlen und bindet es beim TH an. Wenn jemand sowas tut, muss er entweder skrupellos oder sehr verzweifelt sein. Und ich wette, dass momentan viele der zweiten Kategorie angehören.
 
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