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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : In welchem Alter habt ihr eure Rüden kastrieren lassen?



BrigitteM
04.12.2008, 12:23
da Balou jetzt wohl geschlechtsreif ist, denke ich an eine frühe Kastration.
Balou beginnt auf Hündinnen aufzureiten und bevor sich dieses Verhalten einprägt möchte ich ihn kastrieren lassen.
Im Internet habe ich viel darüber gelesen und es spricht nicht wirklich etwas gegen das frühe kastrieren.
In welchem Alter wurden eure Rüden kastriert und wie haben sie sich verändert?

Capricorn
04.12.2008, 12:27
oskar war ca. 15 monate alt. er ist der springinsfeld geblieben, der er vorher war. wobei er schon ein wenig ruhiger geworden ist. allerdings ist kurz nach der kastration kira bei uns eingezogen, die sicher auch dazu beigetragen hat, dass oskar nicht mehr ganz so wuselig war. ansonsten könnte ich nicht sagen, dass er sich sehr vom wesen verändert hätte.

Mariechen
04.12.2008, 12:31
Ich find eine so frühe Kastration auch nicht gut, gerade weil das Aufreiten mitunter auch nur pubertär sein kann.
Ich hab eine "Übergangslösung" gefunden:

http://www.retriever-pfotenfreunde.de/showthread.php?t=948&highlight=Wilson

Damit überbrückt man gut ein halbes Jahr (wenn man den Chip verlängert auch ein ganzes) und kann dann immer noch entscheiden ob kastriert werden soll oder nicht.

Kim
04.12.2008, 12:39
Ich habe meinen Buddy leider mit 8 Monaten kastrieren lassen, auf Rat meines Arztes.
Das war falsch, leider. Ich wünschte, ich hätte es nicht getan.
Er benimmt sich sehr oft wie ein Junghund, irgendwie ist er in dieser Zeit stehen geblieben.. habe ich oft das Gefühl.

Ich würde meinen Hund (egal ob Rüde oder Hündin) nie wieder kastrieren lassen, wenn es nicht medizienisch notwendig ist. Das kommt für uns nicht mhr in die Tütegirl-wink
Außer man hat Rüde und Hündin, dann gehts ja nicht viel anders zum. bei einem.

Abgesehen davon, darf man einen Hund gar nicht ohne wirklichen Grund kastrieren lassen laut Tierschutzgesetz

Mano
04.12.2008, 13:10
Sam war damals schon 5 Jahre alt ..................

Dido
04.12.2008, 13:51
Ich habe meinen Buddy Aussie/Borderrüden mit 2 Jahrenkastrieren lassen, da bei uns auch Hündinnen lebten. Kastration verlief problemlos. Buddy hat etwas zugelegt, ansonsten aber sein Wesen - er war schon früher ein lieber, problemloser Hund - nicht verändert. *01*

Chrissie
04.12.2008, 13:56
Max war 2,5 Jahre alt und hat sich nicht verändert. Er leidet halt nicht mehr, wenn die Mädels läufig sind und wird auch von anderen Rüden nicht mehr als Konkurrenz angesehen. Er hat also insgesamt keinen Stress mehr.

Aramis
04.12.2008, 14:12
Aramis wurde mit ca 6 Monaten entbommelt. ( also der Hund,nicht der Schreiber dieses Beitrags)

Ahron
04.12.2008, 14:31
Ahron war 13 Monate als er kastriert wurde.
Wir haben es bis heute nicht bereut.

Mariechen
04.12.2008, 14:33
Aramis wurde mit ca 6 Monaten entbommelt. ( also der Hund,nicht der Schreiber dieses Beitrags)


Wieso kastriert man seinen Rüden denn mit 6 Monaten :staun:?!?

Nicole
04.12.2008, 14:46
Ich denke ich würde meinen Rüden auch nicht vor dem ersten Lebensjahr kastrieren lassen. Ben war schon fast 3 Jahre

KaJo
04.12.2008, 15:56
Die Kastration von Kasimir wurde aufgrund von Hodenkrebs notwendig. Da war er 8 Jahre alt. Ansonsten hätten wir ihn nicht operieren lassen. Bei unserem 3jährigen Dackelrüden diskutieren mein Mann und ich noch, ob wir ihn kastrieren lassen oder nicht. Mein Mann ist dagegen, wie könnte es auch anders sein.

____________________________
Liebe Grüße

Ute

:*w:*w:*w

Edeltraud
04.12.2008, 17:47
Odin wurde mit 10/11 Monaten kastriert.Er hat sich nicht verändert ausser das er jetzt mit 7 Jahren etwas ruhiger im Haus geworden ist.Bereut haben wir es nicht.

paige
04.12.2008, 19:36
Wieso kastriert man seinen Rüden denn mit 6 Monaten :staun:?!?

Dass Aramis kastriert wird, war von vorne herein klar - er kommt aus dem Tierschutz.

Wir haben viele für und wieders gelesen, mit vielen gesprochen und uns letztendlich für eine frühe Kastration entschieden.

Aramis benimmt sich oft noch wie ein Jungspunt ist aber gut zu händeln und soweit mit allen Hunden verträglich. Selbst bei Rüden, die sonst ein Problem mit Rüden haben, gibt es keine Probleme.

Ela
04.12.2008, 19:37
Wotan war fast 3 Jahre alt!

bine07
05.12.2008, 07:20
Meiner war knapp 2 Jahre, allerdings war er auf Hündinnen fast aggressiv > also alles bestiegen was nicht schnell genug wegkam egal ob er gebissen wurde o. nicht u. Rüden waren auf Ihn sehr schlecht zu sprechen. Wir haben es nicht bereut, er ist vom Wesen her so geblieben u. hat auch nicht zugelegt. Danach war er zu Hündinnen wieder normal u. es klappt sogar mit Rüden die eigentl. nicht mit Rüden verträglich sind. Wir bereuen es nicht.

Klara&Major
05.12.2008, 07:36
Major ist gar nicht kastriert, eigentlich wollte ich ihn ja kastrieren lassen, aber da kommt nun nur noch ein medizinischer Grund in Frage. Denn er ist so lieb und leichtführig, dass ich es nicht für nötig finde. Sein Markierverhalten wird ja nun mit knapp 7 Jahren schon sehr gefestigt sein, kann mir kaum vorstellen, dass sich das ändern würde.

Mein Border Collie wurde mit einem knappen Jahr kastriert, sehr lästig fand ich die Rüden, die ständig um ihn gebuhlt haben. Teilweise wurde ich sogar angeblafft, was mir einfiele mit einer läufigen Hündin auf den Hundeplatz zu gehen.

Bibi
05.12.2008, 10:40
Snoopa wurde mit 16 Monaten kastriert.

Für mich sollte es aber noch mehr Gründe für eine Kastration geben als daß
der Rüde anfängt aufzureiten. Mit ein bißchen Erziehung und Konsequenz
kann man dieses Problem in den Griff bekommen, dafür muß der Hund nicht
kastriert werden.

bine07
05.12.2008, 10:42
Snoopa wurde mit 16 Monaten kastriert.

Für mich sollte es aber noch mehr Gründe für eine Kastration geben als daß
der Rüde anfängt aufzureiten. Mit ein bißchen Erziehung und Konsequenz
kann man dieses Problem in den Griff bekommen, dafür muß der Hund nicht
kastriert werden.


Schade das Du meinen Rüden damals nicht gekannt hast! Denn dann hättest Du mal einen Rüden erleben können für den jeder Spaziergang in Streß pur ausgeahrtet ist weil er nur auf der Suche nach Hündinnen war, egal ob läufig o. nicht.

Gast
05.12.2008, 10:44
Apas wurde mit 12 Monaten kastriert.
Sasko ist nicht kastriert.

Bibi
05.12.2008, 10:47
Schade das Du meinen Rüden damals nicht gekannt hast! Denn dann hättest Du mal einen Rüden erleben können für den jeder Spaziergang in Streß pur ausgeahrtet ist weil er nur auf der Suche nach Hündinnen war, egal ob läufig o. nicht.

Dein Post habe ich damit gar nicht gemeint. Deshalb habe ich extra
geschrieben "anfängt aufzureiten" wie in dem Eingangspost geschrieben.
;) Wenn sich sowas über längere Zeit entwickelt und irgendwann so
schlimm wird ist das was anderes, aber ich würde meinen Rüden nicht
kastrieren weil er anfängt aufzureiten. Da würde ich erstmal mit der
Erziehung ansetzen.

Gast
05.12.2008, 10:47
Nick wird nächste Woche 6 Jahre alt und Wurde dieses Jahr im März kastriert, also mit 5 Jahren.

bine07
05.12.2008, 10:48
Dein Post habe ich damit gar nicht gemeint. Deshalb habe ich extra
geschrieben "anfängt aufzureiten" wie in dem Eingangspost geschrieben.
;)


Dachte ich mir schon aber das Aufreiten kann auch in Streß ausarten, zumindest bei meinem*peace*

Gast
05.12.2008, 10:51
Snoopa wurde mit 16 Monaten kastriert.

Für mich sollte es aber noch mehr Gründe für eine Kastration geben als daß
der Rüde anfängt aufzureiten. Mit ein bißchen Erziehung und Konsequenz
kann man dieses Problem in den Griff bekommen, dafür muß der Hund nicht
kastriert werden.


Wenn es aber nicht mehr geht, wie bei Nick, wo wir über Monate hinweg trainiert haben und keine Erzihung half und es mehr als offensichtlich war, das es nicht eine Art der "hündischen Kommunikation" sondern definitiv sexueller Stress für Nick war, ist die KOnsequenz, ihn kastrieren zu lassen.
Ich habe sorfältig mit der Trainerin und dem Tierarzt Hand in Hand gearbeitet und wir haben ihm eine chem. Kastration gegeben, die ca. 4 Wochen wirkte.
Und wöhrend der Zeit war er entspannter, nach Ende der Spritze ging es wieder rund.

Heute reitet er immer noch ab und an auf, aber das hat dann offensichtlich andere Gründe.
Meistens zeigt er dann, wer die Hosen anhat, aber in den seltesten Fällen ist es sexuell geprägt.

Gast
05.12.2008, 10:53
Moment mal,... kann mich bitte mal einer aufklären???

Brigitte hat doch eine Hündin und einen Rüden.
Und keiner von beiden ist kastriert, oder steh ich gerad total auf´m Schlauch?

bine07
05.12.2008, 10:54
Bei uns hat das mit der Kastration gut geklappt allerdings gibt es immer noch ab u. zu ein paar Ausnahmen. Manche Mädels findet er einfach trotzdem gut, allerdings läßt er sich dann aber abrufen.girl-wink

Gast
05.12.2008, 10:55
da Balou jetzt wohl geschlechtsreif ist, denke ich an eine frühe Kastration.
Balou beginnt auf Hündinnen aufzureiten und bevor sich dieses Verhalten einprägt möchte ich ihn kastrieren lassen.
Im Internet habe ich viel darüber gelesen und es spricht nicht wirklich etwas gegen das frühe kastrieren.
In welchem Alter wurden eure Rüden kastriert und wie haben sie sich verändert?


Warum denn generell Kastrieren?
Das ist nicht so gut, denke ich.
Es gibt auch Hunde, die nie diese Schemata zeigen, nicht aufreiten.
Man sollte eine Kastration nur mit wichtigen medizinischne Gründen oder Verhaltenssauffälligkeiten durchführen lassen, nicht vorsorglich!
Vielleicht macht Balou das gar nicht?

Vielleicht wird er nirgends aufreiten.
Ist Tessi kastriert?
Ich denke da an die Zeit, wenn sie in die Hitze kommt, da muss man aufpassen, wenn ise nicht kastriert ist, das nicht ein Deckakt versucht wird seitens Balou.

Bibi
05.12.2008, 10:56
Wenn es aber nicht mehr geht, wie bei Nick, wo wir über Monate hinweg trainiert haben und keine Erzihung half und es mehr als offensichtlich war, das es nicht eine Art der "hündischen Kommunikation" sondern definitiv sexueller Stress für Nick war, ist die KOnsequenz, ihn kastrieren zu lassen.


Nichts anderes habe ich doch geschrieben...

Ich habe doch nur gesagt, daß ich nicht sofort wenn mein Rüde anfängt
aufzureiten zum TA gehen und ihn kastrieren lassen würde. Natürlich ist
das was völlig anderes wenn sowas über ne lange Zeit geht und das Tier
unter dem Streß leidet.


Man sollte eine Kastration nur mit wichtigen medizinischne Gründen oder Verhaltenssauffälligkeiten durchführen lassen, nicht vorsorglich!


Genauso war meine Aussage gemeint.

Gast
05.12.2008, 10:57
Bei uns hat das mit der Kastration gut geklappt allerdings gibt es immer noch ab u. zu ein paar Ausnahmen. Manche Mädels findet er einfach trotzdem gut, allerdings läßt er sich dann aber abrufen.girl-wink

Das wird auch so bleiben.
Wenn er sie vorher auch toll fand, kann es passieren, das er sie nach der Kastra immer noch toll finden wird.

Das ist ja unabhängig vom Hormonpegel, denke ich.

Gast
05.12.2008, 10:58
Nichts anderes habe ich doch geschrieben...

Ich habe doch nur gesagt, daß ich nicht sofort wenn mein Rüde anfängt
aufzureiten zum TA gehen und ihn kastrieren lassen würde. Natürlich ist
das was völlig anderes wenn sowas über ne lange Zeit geht und das Tier
unter dem Streß leidet.


Ist noch früh, das hab ich dann falsch verstanden...:v*

Tschuldigung!!*a333 :kicher:

Gast
05.12.2008, 10:59
Moment mal,... kann mich bitte mal einer aufklären???

Brigitte hat doch eine Hündin und einen Rüden.
Und keiner von beiden ist kastriert, oder steh ich gerad total auf´m Schlauch?


Birgit hat seit ca. 2 Monaten beides ;)

bine07
05.12.2008, 10:59
Na es sind nur noch so 2-3 Mädels u. die treffen wir nicht oft. Aber ich denke das es einfach situationsabhängig ist wann man kastriert u. wann nicht.

Bibi
05.12.2008, 11:00
Tschuldigung!!*a333 :kicher:

Da nicht für. Anscheinend hab ich ja auch missverständlich geschrieben,
bist ja nicht die einzige die das falsch verstanden hat. ;)

Also auch von mir ein Sorry!

Gast
05.12.2008, 11:40
Birgit hat seit ca. 2 Monaten beides ;)

Das hab ich mitbekommen! Aber sind beide unkastriert?

bine07
05.12.2008, 12:03
Da nicht für. Anscheinend hab ich ja auch missverständlich geschrieben,
bist ja nicht die einzige die das falsch verstanden hat. ;)

Also auch von mir ein Sorry!



Stimmt ich habs auch in den falschen Hals bekommen, weil ich allerdings von der Futtersuche her schon reichlich genervt war. Ich sag auch nochmal Sorry:v*

Bibi
05.12.2008, 12:13
:l82_

BrigitteM
05.12.2008, 12:50
danke euch für die vielen verschiedenen Ansichten.
Ich will nicht gleich morgen Balou kastrieren lassen.girl-wink
Das Aufreiten habe ich auch nur als Beispiel für die beginnende Geschlechtsreife geschrieben, nicht als Grund für eine Kastration.

Balou ist ein R&f Hund und wird kastriert. Tessie wird noch nicht kastriert, denn sie war bisher nur 1mal läufig und zwar im Februar diesen Jahres. Also weiß ich noch nicht, wann sie die 2. hitze bekommt.

Bei Tessie reitet Balou NICHT auf, er hat es mal versucht und ich habe es verboten.
Es passiert öfters wenn wir draußen sind, Balou läuft frei und trifft andere Hündinnen. Dann probiert er sich aus und mit dem Gehorsam mangelt es dann. *böse**

Hier mal eine Aussage von vielen, die ich im I-net für eine frühe Kastration gelesen habe:
Grundsätzlich gilt, dass der Effekt der Kastration auf das Verhalten um so geringer ist, je später die Operation erfolgt.
An und für sich gibt es keinen Grund ein Tier nicht bereits im Alter von wenigen Monaten zu kastrieren, neuere Untersuchungen vor allem aus den USA geben keinen Hinweis auf eine Beeinflussung des weiteren Wachstums.


Ich werde mal noch ein bißchen mehr recherchieren und nachdenken.

zita
05.12.2008, 13:13
Darwin wurde gar nicht kastriert. Sein Verstand rutscht zwar in tiefere Regionen, wenn eine läufige Hündin in der Nähe ist, aber er stänkert weder mit anderen Rüden noch geht er über die Dörfer.
Es war nicht nötig und ich wollte nicht, dass andere Rüden ihn angraben. Er verwechselt kastrierte Rüden nämlich auch schon mal mit seiner neuesten Herzensdame.

Gast
05.12.2008, 15:07
danke euch für die vielen verschiedenen Ansichten.
Ich will nicht gleich morgen Balou kastrieren lassen.girl-wink
Das Aufreiten habe ich auch nur als Beispiel für die beginnende Geschlechtsreife geschrieben, nicht als Grund für eine Kastration.

Balou ist ein R&f Hund und wird kastriert. Tessie wird noch nicht kastriert, denn sie war bisher nur 1mal läufig und zwar im Februar diesen Jahres. Also weiß ich noch nicht, wann sie die 2. hitze bekommt.

Bei Tessie reitet Balou NICHT auf, er hat es mal versucht und ich habe es verboten.
Es passiert öfters wenn wir draußen sind, Balou läuft frei und trifft andere Hündinnen. Dann probiert er sich aus und mit dem Gehorsam mangelt es dann. *böse**

Hier mal eine Aussage von vielen, die ich im I-net für eine frühe Kastration gelesen habe:
Grundsätzlich gilt, dass der Effekt der Kastration auf das Verhalten um so geringer ist, je später die Operation erfolgt.
An und für sich gibt es keinen Grund ein Tier nicht bereits im Alter von wenigen Monaten zu kastrieren, neuere Untersuchungen vor allem aus den USA geben keinen Hinweis auf eine Beeinflussung des weiteren Wachstums.


Ich werde mal noch ein bißchen mehr recherchieren und nachdenken.

Wenn die Hündinnen nicht läufig sind, hat es weniger mit Sexualität zu tun als mit Dominanz.

Kannst du mir mal per PN den Link zu der frühen Kastration schicken?

Es ist genau meine Meinung, je später kastriert wird, umso weniger Sinn macht die Kastration. Einmal gezeigtes und geprägtes Verhalten wird sich nicht mehr viel ändern. Ein Beispiel ist ein mit ca. 3 Jahren aus gesundheitlichen Gründen kastrierter Deckrüde, der bis zu seinem Lebensende jede läufige Hündin gedeckt hat. Zwar war er nicht mehr so stark "hormongesteuert", aber anscheinend wusste er immer noch was mit dem Geruch anzufangen. Auch Aggressivität gegen Rivalen kann nur bedingt damit verringert werden.
Natürlich muss nicht jeder Rüde kastriert werden, aber den meisten nimmt man eine gewaltige Portion Stress. Und viele, die ihren Hund nicht kastrieren lassen wollten, haben diesen Weg dann doch beim älteren Hund also mit 3 bis 5 Jahren genau wegen der Problematik mit anderen Rüden, nicht aus gesundheitlichen Gründen, gewählt.

Irgendjemand hat auch geschrieben, dass kastrierte Rüden gedeckt werden.
Das hat aber ncihts mit der Kastration an sich zu tun. Ich kenne kastrierte Rüden, z.B. meinen Apas, da würde kein anderer Hund wagen, den zu besteigen. Aber manche kastrierte Rüden wehren sich einfach nicht, dass ist ihr Problem. Eine Hündin hingegen sagt i.d.R. dem "frechen" Rüden gewaltig die Meinung und lässt sich das nicht gefallen.
D.h. letztendlich liegt das Problem nicht an der Kastration sondern an der Nicht-Kastration und Erziehung mancher Rüden.

Klara&Major
05.12.2008, 15:36
Hmm, aber mein Border Collie, welcher oft belästigt wurde, der hat sich gewehrt, in den meisten Fällen hat er sich bei mit verkrochen und seinen Verehrer bestimmt weggeschnappt.

Gast
05.12.2008, 15:52
Hmm, aber mein Border Collie, welcher oft belästigt wurde, der hat sich gewehrt, in den meisten Fällen hat er sich bei mit verkrochen und seinen Verehrer bestimmt weggeschnappt.

was ja nicht heißt, dass sexuell frustierte (weil nicht kastrierte) Rüden, es nicht immer wieder versuchen.

Gast
05.12.2008, 16:59
Auch wenn ich jetzt eventuell gesteinigt werde möchte auch ich meinen Standpunkt zu der Kastration aufzeigen.

Da es hier um Rüden geht will ich mit Armas anfangen. Er musste im Alter von sieben Jahren aufgrund eines äusserlichen Hodenentzündung kastriert werden.

Er hat während eine Hündin im Umfeld läufig war, irgendwann mal entdeckt dass er sich durch lecken prima selber stimulieren kann. Irgendwann hat er soviel an seinem Hoden rum gemacht dass sich auf jeden zwei große Eiterherde gebildet haben. Wir haben das zwar immer ganz gut wieder in den Griff bekommen mit viel Wundspray und so aber immer wenn eine Hündin irgendwo läufig war, ging das Theater wieder von vorne los. Unsere TÄ riet uns dann zu der Kastra weil sich das irgendwann zu Hodenkrebs entwickeln könnte.

Wickie ist auch kastriert. Kam allerdings schon kastriert zu uns. Daher kann ich nicht wirklich etwas dazu sagen.

Nun zu Kim.

Wir haben sie, ganz bewusst, mit einem halben Jahr kastrieren lassen. Haben als die Frühkastration gewählt.

Ich war vorher auch eher skeptisch, habe mich aber viel mit anderen Halter von Frühkastranten und mit Tierärzten unterhalten und mich dann doch relativ schnell dafür entschieden. Und ich muss sagen, ich würde es immer wieder so machen. Kim ist vor Kurzem 2 Jahre alt geworden und sie ist wie jeder andere Hund in ihrem Alter. Da merkt man nichts von Welpenverhalten. Ebenso ist sie nicht anfällig für Übergewicht oder sonst irgendwie ihren Hundefreunden gegenüber benachteiligt. Eher im Gegenteil. Wobei das ja nichts mit der Kastra an sich zu tun haben muss, sondern vielmehr mit ihrem eigentlich Charakter.

Wir waren damals in einer ganz tollen Klinik in Oldenburg. Dort war der Eingriff minimal. Sie brauchte keinen Trichter und zwei Tage nach der OP war sie schon wieder schwimmen. In der Nacht nach der Kastration war sie wieder die Alte. Ich kann also absolut nichts schlechtes sagen. Wobe ich natürlich auch nichts schön reden will, sondern nur meine Erfahrungen weiter gebe.

Letzendlich muss das ja eh jeder Halter für sich entscheiden aber ich persönlich finde, wenn man seinem Hund hormonellen Stress und eventuelle Krankheiten ersparen kann, sollte man dies tun.

Gast
05.12.2008, 17:05
Letzendlich muss das ja eh jeder Halter für sich entscheiden aber ich persönlich finde, wenn man seinem Hund hormonellen Stress und eventuelle Krankheiten ersparen kann, sollte man dies tun.

Das mit den Krankheiten ist sehr umstritten, aber besonders bei Rüden hat es schon viel mit hormonellem Stress zu tun. Wobei aber auch da von Fall zu Fall abgewogen werden muss. Schaffe ich es durch meine Erziehung, den Rüden im "Kindlichen Schema" zu behalten, kann ich mir eine K. sparen. Leider ist dies m.E. aber nur selten der Fall.
Bei einer Hündin sehe ich das schon wieder anders. Da könnte das Argument "Gesundheit" eher eine Rolle spielen, aber wie schon gesagt, das ist umstritten.

Aber es stimmt, letztendlich muss es jeder für sich entscheiden.
Mit meinem Wissen und Erfahrungen von heute hätte ich Apas früher (als mit 12 Monaten) kastrieren lassen.

Tommi
05.12.2008, 22:26
Solange der Rüde nicht extrem reagiert, würde ich nicht in die Natur eingreifen. Keiner unserer Rüden hatte je Probleme mit anderen Rüden oder hat je Hündinnen übermäßig belästigt. Viel zu oft wird die Kastration als Erziehungshilfe genommen und mit einem weniger an Stress für den Rüden schön geredet.*böse** Natürlich ist das bei manchen Rüden so und natürlich würde ich, wenn dem so wäre, dass meiner durchdreht, auch kastrieren. Aber es ist ein Eingriff und den hat ein verantwortungsbewusster Mensch einem ihm anvertrauten und vor allem vertrauenden Lebewesen zu ersparen, wenn es sinnvoll möglich ist!

Jesse
05.12.2008, 22:53
Solange der Rüde nicht extrem reagiert, würde ich nicht in die Natur eingreifen. Keiner unserer Rüden hatte je Probleme mit anderen Rüden oder hat je Hündinnen übermäßig belästigt. Viel zu oft wird die Kastration als Erziehungshilfe genommen und mit einem weniger an Stress für den Rüden schön geredet.*böse** Natürlich ist das bei manchen Rüden so und natürlich würde ich, wenn dem so wäre, dass meiner durchdreht, auch kastrieren. Aber es ist ein Eingriff und den hat ein verantwortungsbewusster Mensch einem ihm anvertrauten und vor allem vertrauenden Lebewesen zu ersparen, wenn es sinnvoll möglich ist!

Dem stimme ich voll und ganz zu! :bravo: