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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kastration mit 6 Monaten



markus u sabine
24.09.2010, 17:51
Hallo Pfotenfreunde,

Ich habe da mal eine frage,unser Lui ist jetzt 6.5 Monate alt,sein Sexualverhalten kommt jetzt immer mehr zur Geltung.Er bespringt sehr oft sein Kissen (yihaaa):grin: volles Programm also,ist auch sehr Aggressiv dabei,beisst etc.Kann ich ihn mit 6.5 Monaten kastrieren lassen,oder sollen wir noch was warten.Wird er ruhiger nach einer Kastration.

Fuer tips und Anregungen waere ich Euch sehr dankbar.*01*

Gast
24.09.2010, 18:15
http://www.meintierarzt.ch/Portals/0/Content/Hunde/Kastration%20der%20Hunde_Uni%20ZH%2005.pdf

Gast
24.09.2010, 18:17
*denk**denk**denk* Ist das jetzt eine ernsthafte Frage ?

fine
24.09.2010, 18:17
Da scheiden sich die Geister bei dem Thema, aber ich persönlich würde so einen jungen Hund noch nicht kastrieren lassen. Das schießt vielleicht momentan mal über, kann sich aber auch durchaus wieder regulieren.

Er ist ja noch ein Baby, das wäre mir viel zu früh. Er braucht diese Hormone schon auch, um zum Mann zu werden, finde ich.

Das mit der Aggressivität musst du vielleicht nochmal genauer erklären, ich glaub nicht, dass da ein Zusammenhang besteht.

Nicole
24.09.2010, 18:25
Ich würde ihn auch noch nicht so früh kastrieren lassen, lass ihn erstmal erwachsen werden.

Lenny
24.09.2010, 18:33
Ich würde den Kleinen auch auf gar keinen Fall schon mit 6 Monaten kastrieren lassen, er ist ja fast noch ein Baby.
Lass ihn erstmal körperlich und geistig erwachsen werden.

Wie meinst du das mit dem Aggressiv *denk* das würde mich auch intressieren !!

schrecker82
24.09.2010, 19:00
Gehen tut das - aber ob es Not tut?

Ich habe meine Gordon auch recht früh kastrieren lassen (mit gut 10 Monaten) - bei ihm kam allerdings ein Erbschaden dazu (mittlerweile weiß ich von mehreren) weshlab er eh entbömmelt werden sollte (was mir nicht leicht fiel) und massive Probleme mit der Männlichkeit (vom wochenlangen Stressdurchfall bis hin zum schmerzaften Dauerständer und Kreislaufzusammenbruch...).

Gib dem kleinen mal ein wenig Zeit, er weiß ja grad selbst nichts mit sich anzufangen ;) Bestimmt gibt es sich noch *Daumendrück*

biko
24.09.2010, 19:22
6 Monate wäre mir auch zu früh, das ist jetzt wirklich diese Phase.
Scheinbar kommt er in die Pubertät.

JKM + Joschi
24.09.2010, 19:34
6 Monate finde ich eindeutig zu früh.

Ohne med. Indikation sollte kein Rüde vor Eintritt der Geschlechtsreife kastriert werden.

Das Tierschutzgesetz ist ebenfalls zu beachten.


§ 6
(1) Verboten ist das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres.
Quelle: (http://bundesrecht.juris.de/tierschg/BJNR012770972.html#BJNR012770972BJNG000403377)

(http://bundesrecht.juris.de/tierschg/BJNR012770972.html#BJNR012770972BJNG000403377)
Meine pers. Meinung:

Die Kastration ist kein Ersatz für eine gründliche Erziehung.



Für und Wider der Kastration
Autor: Dr. Gabriele Niepel (http://www.hundeschule-niepel.de/index.html)

Rüden kastrieren lassen - ja oder nein?
Eine Kastration kann angezeigt sein:
bei körperlichen Erkrankungen wie Hodentumoren, Analtumoren, Prostataerkrankungen, Kryptorchismus, persistierende (nicht ausheilende) Vorhautentzündung, […]
Wenn ein extremes Aufreiten bei Hunden und/oder Menschen zu verzeichnen ist, insbesondere nach Eintritt der Geschlechtsreife, stehen die Chancen gut, dieses Verhalten zumindest zu vermindern. Allerdings sollte man schon sehr genau hinschauen, ob sich der Rüde "nur" ***uell abreagiert oder ob es sich um eine gezielte Geste seinem Menschen gegenüber handelt, wenn der Rüde vor allem bei seinem Besitzer aufreitet. Da sind Korrekturen in der Mensch-Hund-Beziehung eher angebracht als das ausschließliche Verfolgen der "medizinischen Lösung"
Quelle und mehr: (http://www.eurasier-online.de/wissen_kastration_d.htm)

eine weitere Quelle: (http://www.vet-med-dent.com/IB_ruede_kastration.pdf)

(http://www.vet-med-dent.com/IB_ruede_kastration.pdf)

Caro u. Tahoe
24.09.2010, 19:34
Unser Shelby hatte vor ein paar Wochen auch so eine Phase:

http://www.retriever-pfotenfreunde.de/showthread.php?t=12380

Er ist jetzt fast 9 Monate alt, und momentan hat er sich wieder ziemlich beruhigt.

Ich würde auf jeden Fall noch abwarten......so lange es geht. Meine Tierärztin hat auch ganz dringend von so einer frühen Kastration abgeraten.

Gast
24.09.2010, 19:38
(http://bundesrecht.juris.de/tierschg/BJNR012770972.html#BJNR012770972BJNG000403377)
Meine pers. Meinung:

Die Kastration ist kein Ersatz für eine gründliche Erziehung.

Man könnte ihn ja auch gleich ausstopfen, dann wird er noch ruhiger und pflegeleichter *peace1**peace1**peace1*!

fine
24.09.2010, 19:42
Man könnte ihn ja auch gleich ausstopfen, dann wird er noch ruhiger und pflegeleichter *peace1**peace1**peace1*!

Mensch, Frank, aber da weiß nicht jeder so gut Bescheid, sei mal nicht so. Deswegen doch die Frage.

Die Threadersteller leben in Kanada, in den Staaten z.B. ist eine Frühkastration gang und gäbe, da macht sich keiner Gedanken.

Nicole
24.09.2010, 19:49
Ich bin immer noch überzeugt, das man einen Trieb nicht mit Erziehung in den Griff bekommt!

Jedenfalls nicht mit humaner Erziehung.

Ein Trieb ist und bleibt ein Trieb.

Das heißt aber nicht das man gleich jeden Hund kastrieren sollte, der sexuell auffällig wird.
In diesem Fall ist es noch ein Baby, der alles austestet.

Und ja , in den Staaten ist eine Frühkastra gang und gebe. Meine Tante hat ihren DSH auch mit 9 Monaten kastrieren lassen.

Daima
24.09.2010, 20:01
Ich gebe Nicole da Recht, man kann nicht alles weg erziehen!

Markus vllt. meldet sich Nick Vouvve hier noch zu Wort, ich meine mich zu erinnern, dass sie sich mit Frühkastrationen auskennt.

Wichtig ist, dass du jetzt sofort dieses Verhalten unterbindest und deinem Hund eine spannende Alternative bietest in Form von Beschäftigung.
Beschäftigung und die richtige Auslastung eines Junghundes können mitunter schon der Schlüssel zum Erfolg sein.
Ein einfaches spazieren gehen reicht nicht aus.

JKM + Joschi
24.09.2010, 20:09
Die Ergebnisse der Bielefelder Studie bestätigen andere Studien und zeigen zugleich:

Negative Verhaltensänderungen wie



unsicher im Verhalten gegenüber Artgenossen

aggressiv gegen gleichgeschlechtliche Hunde

aggressiv gegen Hunde im allgemeinen, ja sogar Aggressionen gegenüber Fremden


werden am häufigsten von den Haltern solcher Hunde als Folgen beschrieben, welche im Alter von unter sechs Monaten kastriert worden sind.

Hinsichtlich eines "besseren" Verhaltens bringt die frühe Kastration weder beim Rüden noch bei der Hündin Vorteile, sondern eher Nachteile. Und: Sie bringt Nachteile in bezug auf die körperliche Entwicklung mit sich.



Quelle: (http://www.eurasier-online.de/wissen_kastration_d.htm)

Diese Verhaltensänderungen und Entwicklungsprozesse
machen nicht vor Ländergrenzen halt ...*ne*

Goldenlucy
24.09.2010, 20:09
Unser Rüde zeigte auch solches Verhalten, ebenfalls mit Agressionen, uns wurde damals zur Frühkastration geraten, um zu verhindern, dass sich das Verhalten im Kopf "festsetzt" denn wenn sie erst mal denken sie sind der "große Macker" bringen auch die fehlenden Hormone nicht viel Besserung. O-TON unseres TA´s.

fine
24.09.2010, 20:29
Quelle: (http://www.eurasier-online.de/wissen_kastration_d.htm)

Diese Verhaltensänderungen und Entwicklungsprozesse
machen nicht vor Ländergrenzen halt ...*ne*




Nein, Käthe, ich find das ja auch nicht gut. Ich weiß nur, dass die Denke dort eine andere ist.

vovve
24.09.2010, 21:35
Zwei meiner Hunde sind frühkastriert, jeweils mit 5 Monaten - und ich habe das nie bereut und würde es immer wieder so machen. Bei meinem ersten Rüden habe ich gewartet, bis er fast 2 Jahre alt war - und ihm unnötiges Leid dadurch zugefügt, da er durch die Düfte läufiger Hündinnen in Riesenumkreis von 15, 20 km völlig von der Rolle war. Das war nicht witzig. Und außerdem hat er in dieser Zeit ganz massives Rüdenverhalten erworben, das ich mit sehr viel und sehe mühsamem Training in den GRiff bekommen habe.

Es gibt zur Kastratione ebenso wie zur Frühkastration ganz leidenschaftliche Pros und Contras. Ich denke, du solltest dich umfassend informieren und dann eine Entscheidung treffen, mit der du auf Dauer gut leben kannst.

Übrigens: Nur weil ein Rüde kastriert ist, erlischt nicht alles an Tieb in ihm. Alle, die meinen Lümmi kannten, wissen was ich meine :kicher:. Denn das sitzt auch im Kopf und nicht nur in den Geschlechtsorganen.

Gast
26.09.2010, 09:59
Halloi,

da mein Jimmy ja auch kastriert ist, habe auch ich die Bielefelder Kastrationsstudie gelesen und was nicht sonst noch alles.

Und doch habe ich nicht rechzeitg alles bedacht und auch etwas wichtiges erst zu spät gelesen.

neben der geistigen Entwicklung ist auch die körperliche Entwicklung nicht zu unterschätzen.

Dieser Hinweis kam für uns zu spät und bezieht sich auf Kastration, egal in welchem Alter:
Wenn der Hund irgendwelche Probleme mit den Gelenken hat dann sollte man sehr genau überlegen ob eine Kastration nötig ist und abwägen.
Gerade bei einem männlichen Tier kann es passieren daß bestimmte Muskelpartien sich dann etwas zurückbilden.
Dieses Problem gibt es eigentlich nur bei männlichen Tieren, da ja da die Testosteron-Produktion eingeschränkt wird, die für die Muskeln wichtig ist.

Ich konnte bei Jimmy zusehen wie die Muskeln weniger wurden, speziell an den Schenkeln habe ich es gesehen und mich gewundert, bis ich es gelesen habe.

Darauf ist also ganz besonders zu achten, egal bei welchem Alter. Vor allem bei Hunden mit HD.

Ich habe Hunde lange vor Jimmys Kastration beobachtet und festgestellt:
die jung kastrierten blieben meist so Hampelmänner, die eben wie Junghunde auf jeden zurannten und spielen wollten.
Die später kastrierten wussten sehr wohl wer sie sind, nur die anderen wusssten es oftmals nicht.

Was ich aber leider erst nach Jimmys Kastration beobachtete, an ihm und an anderen:
Sie gehören nirgends mehr dazu. Wenn ich jetzt manchmal in Berlin im Auslaufgebiet bin und da steht einer so unbeachtet von den anderen, dann entdecke ich meist daß es ein Kastrat ist, für niemanden interessant.

So auch bei Jimmy.Ich habe ihm verdammt viel von seinem Sozialleben genommen. Und die meisten anderen Hunde schnüffeln so intensiv an ihm rum um zu erfahren wer er ist und das irritiert ihn und er ist manches Mal nicht mehr so nett wie früher.
Und wenn sie dann geschnüffelt haben, dann drehen sie sich uninteressiert ab.

Bei meinen anderen Hunden hatte ich diese ERfahrung nicht gemacht. man steckt nicht drin wie es werden wird.

Grüßel Marion

Verena
26.09.2010, 10:12
Halloi,

da mein Jimmy ja auch kastriert ist, habe auch ich die Bielefelder Kastrationsstudie gelesen und was nicht sonst noch alles.

Und doch habe ich nicht rechzeitg alles bedacht und auch etwas wichtiges erst zu spät gelesen.

neben der geistigen Entwicklung ist auch die körperliche Entwicklung nicht zu unterschätzen.

Dieser Hinweis kam für uns zu spät und bezieht sich auf Kastration, egal in welchem Alter:
Wenn der Hund irgendwelche Probleme mit den Gelenken hat dann sollte man sehr genau überlegen ob eine Kastration nötig ist und abwägen.
Gerade bei einem männlichen Tier kann es passieren daß bestimmte Muskelpartien sich dann etwas zurückbilden.
Dieses Problem gibt es eigentlich nur bei männlichen Tieren, da ja da die Testosteron-Produktion eingeschränkt wird, die für die Muskeln wichtig ist.

Ich konnte bei Jimmy zusehen wie die Muskeln weniger wurden, speziell an den Schenkeln habe ich es gesehen und mich gewundert, bis ich es gelesen habe.

Darauf ist also ganz besonders zu achten, egal bei welchem Alter. Vor allem bei Hunden mit HD.

Danke Marion für deinen Bericht. An so etwas denkt man evtl. gar nicht. Bei einem hund von 6 Monaten weiß man ja eben oft noch gar nicht wie die Gelenke aussehen.


Ich habe Hunde lange vor Jimmys Kastration beobachtet und festgestellt:
die jung kastrierten blieben meist so Hampelmänner, die eben wie Junghunde auf jeden zurannten und spielen wollten.
Die später kastrierten wussten sehr wohl wer sie sind, nur die anderen wusssten es oftmals nicht.

Was ich aber leider erst nach Jimmys Kastration beobachtete, an ihm und an anderen:
Sie gehören nirgends mehr dazu. Wenn ich jetzt manchmal in Berlin im Auslaufgebiet bin und da steht einer so unbeachtet von den anderen, dann entdecke ich meist daß es ein Kastrat ist, für niemanden interessant.

So auch bei Jimmy.Ich habe ihm verdammt viel von seinem Sozialleben genommen. Und die meisten anderen Hunde schnüffeln so intensiv an ihm rum um zu erfahren wer er ist und das irritiert ihn und er ist manches Mal nicht mehr so nett wie früher.
Und wenn sie dann geschnüffelt haben, dann drehen sie sich uninteressiert ab.

Bei meinen anderen Hunden hatte ich diese ERfahrung nicht gemacht. man steckt nicht drin wie es werden wird.

Grüßel Marion

Das kann ich jetzt nicht bestätigen. Dublin gehört sehr wohl dazu. Er wurde dieses Jahr im März, also mit ca. 2 1 /2 Jahren, kastriert. Ich konnte bei Begegnungen mit fremden, anderen Hunden nicht beobachten, dass er kein Interesse erweckt. Er selbst ist es, der das Interesse nicht mehr so hat. Durch die Kastra oder aber auch einfach weil er einen Enticklungsschritt gemacht hat ist er viel angenehmer im Umgang mit anderen Hunden geworden.

JKM + Joschi
26.09.2010, 10:42
Halloi,

da mein Jimmy ja auch kastriert ist, habe auch ich die Bielefelder Kastrationsstudie gelesen und was nicht sonst noch alles.

Und doch habe ich nicht rechzeitg alles bedacht und auch etwas wichtiges erst zu spät gelesen.

neben der geistigen Entwicklung ist auch die körperliche Entwicklung nicht zu unterschätzen.

Dieser Hinweis kam für uns zu spät und bezieht sich auf Kastration, egal in welchem Alter:
Wenn der Hund irgendwelche Probleme mit den Gelenken hat dann sollte man sehr genau überlegen ob eine Kastration nötig ist und abwägen.
Gerade bei einem männlichen Tier kann es passieren daß bestimmte Muskelpartien sich dann etwas zurückbilden.
Dieses Problem gibt es eigentlich nur bei männlichen Tieren, da ja da die Testosteron-Produktion eingeschränkt wird, die für die Muskeln wichtig ist.

Ich konnte bei Jimmy zusehen wie die Muskeln weniger wurden, speziell an den Schenkeln habe ich es gesehen und mich gewundert, bis ich es gelesen habe.

Darauf ist also ganz besonders zu achten, egal bei welchem Alter. Vor allem bei Hunden mit HD.

Ich habe Hunde lange vor Jimmys Kastration beobachtet und festgestellt:
die jung kastrierten blieben meist so Hampelmänner, die eben wie Junghunde auf jeden zurannten und spielen wollten.
Die später kastrierten wussten sehr wohl wer sie sind, nur die anderen wusssten es oftmals nicht.

Was ich aber leider erst nach Jimmys Kastration beobachtete, an ihm und an anderen:
Sie gehören nirgends mehr dazu. Wenn ich jetzt manchmal in Berlin im Auslaufgebiet bin und da steht einer so unbeachtet von den anderen, dann entdecke ich meist daß es ein Kastrat ist, für niemanden interessant.

So auch bei Jimmy.Ich habe ihm verdammt viel von seinem Sozialleben genommen. Und die meisten anderen Hunde schnüffeln so intensiv an ihm rum um zu erfahren wer er ist und das irritiert ihn und er ist manches Mal nicht mehr so nett wie früher.
Und wenn sie dann geschnüffelt haben, dann drehen sie sich uninteressiert ab.

Bei meinen anderen Hunden hatte ich diese ERfahrung nicht gemacht. man steckt nicht drin wie es werden wird.

Grüßel Marion


Dieser Beitrag :bravo: gibt wieder, was ich bisher gelesen, gehört und erfahren habe.

Auch von mir befragte TÄ sind der Meinung, dass eine zu frühe Kastration, wenn sie
nicht aus med. Indikation erforderlich ist, nicht gemacht werden sollte.


Leider sind nicht alle TÄ dieser Meinung und Halter eben auch nicht. *ne*

Noko & Sid
26.09.2010, 12:43
Ich kann dir den Tip geben: Mach es NICHT!

Sid ist mit 7. Monaten kastriert worden, weil er alles gebügelt hat, was nicht bei 3 auf den Bäumen war.
Das Ergebniss ist das ich nun einen 4. jährigen Hund habe, der auf dem Stand eines Kleinkindes stehe geblieben ist.
Er braucht für alles länger, gerade was die Ausbildung angeht. Er ist ein Spielmops ohne Ende, jeder Hund muss begrüßt werden, dafür holt er auch schon mal Frauchen von den Füßen ( und ich bin wahrlich kein Fliegengewicht)
Er ist super hektisch (Schilddrüse ist ok) und zum Teil sowas von unkonzentriert das ich verschiedene Dinge nicht mit ihm machen wie Bällen schmeißen oder Dummyarbeit, weil er einfach nicht warten kann.
Die einfachsten Grundbegriffe ( sitz, platz, bleib etc) der Hundeerziehung sind heute immer noch nicht feste im Kopf verankert.

Was noch auffällt ist das Sid super schissig ist, was gewisse Geräusche angeht und er ist nicht fehlsozialisiert worden.

Ständig wird er auch von jüngeren intakten Rüden bestiegen was nun schon zu zwei dicken Prügellein geführt hat. Denn Sid will das einfach nicht mehr. Am Anfang hat er noch still gehalten weil er nicht wusste was das ist oder es ihm gefallen hat. *tüte*

Das mit den Muskeln kann ich nicht bestätigen, die hat er gut ausgeprägt, aber er ist auch nur in Bewegung, quasi ein Rennpferd unter den Labbis.


Kauf dir ne Packung Baldrian Bonbon und geht da durch. Es ist nur die Teeniezeit. Konsequenz aber auch tollerant musst du jetzt sein.

Ich vergleiche das heute mit einem menschlichen männlichen Teenie, die kastriert man ja auch nicht wenn sie ihren Körper entdecken und testen.



Kannst ihm ja ne Toypuppe kaufen, wenn er nicht ständig die Kissen nehmen soll :111: http://www.hunde-bar.de/36/hotdoll-sexpuppe-fur-hunde/
Das ist ein Scherz, aber die fiel mir gerade so spontan ein

JKM + Joschi
26.09.2010, 12:48
Ich vergleiche das heute mit einem menschlichen männlichen Teenie, die kastriert man ja auch nicht wenn sie ihren Körper entdecken und testen.

*post*

Daran hatte ich auch gedacht :lol:, hab's aber dann doch nicht geschrieben.
Der Vergleich ist gut.

Gast
26.09.2010, 13:08
Die einfachsten Grundbegriffe ( sitz, platz, bleib etc) der Hundeerziehung sind heute immer noch nicht feste im Kopf verankert.



Diese Grundbegriffe sollten aber doch vor 7 Monaten schon fest verankert sein. Das ist für mich ein reines Erziehungsproblem.
Würde ja im Umkehrschluß bedeuten, dass alle Hunde, die aus medizinischer Idikation heraus kastriert werden nicht hören.*denk* In Amiland werden viele Hunde frühkastriert, die hören dann auch alle nicht?*ne*



Ich denke, dass Ihr da durch müsst. Diese "Rammelei" würde ich absolut konsequent unterbinden, 2 oder 3 x ein resolutes Nein und dann einfach warten. Das geht vorbei....und wenn nicht, dann Kastration, aber erst nach der Pupertät.

Nicole
26.09.2010, 13:23
Ben ist auch erst mit 4 Jahren kastriert, auch er hat es mit den Gelenken.

Ich habe diese Studie auch gelesen, und habe festgestellt, das das nicht so ganz stimmen kann , wenn man Muskelaufbau mit seinem Hund betreibt.
Wir lassen ständig Bens Beinumfang messen, und der TA und die Physio sagen das er tolle Muskeln hat.

Zudem hat Ben einen Perianaltumor, wäre er nicht kastriert , verläuft dieser Tumor meist bösartig, bei kastrierten Hunden aber nicht .
Wäre er nicht schon kastriert gewesen, hätten wir es spätestens jetzt machen lassen müssen.

Zur Frühkastration sage ich , würde ich nie machen lassen, außer der HUnd ist krank.

zorni
26.09.2010, 13:41
Meine ganz persönliche Laienmeinung ist, dass ich es noch für zu früh halte.

Mit 6 Monaten kann sich sein Verhalten noch sehr verändern und sein Trieb kann wirklich nur ein Phase sein. Ich würde es noch eine Weile beobachten und dann entscheiden.
Gerade Labbis sind im ersten Jahr "unausstehlich" und werden erst danch zu den tollen Hunden, die wir lieben. - zumindest war es bei uns so. Im ersten Jahr wollte mein Mann Bobby ernsthaft weggeben, weil er nur Blödsinn gemacht hat und kein Stück hören wollte. Er war wirklich extrem anstrengend. Aber nach einem Jahr wurde es deutlich besser. Sein Trieb allerdings wurde immer stärker und hat ihn und uns immer mehr gestört

Bobby wurde mit 4 Jahren kastriert - und ist seither sehr viel umgänglicher geworden. Er hat fast keine Konkurrenzkämpfe - d.h. er fängt definitiv nicht an zu stänkern.
Er kommt sowohl mit Hündinnen, als auch mit Rüden klar und dass er ausgeschlossen wird (weil er ein Kastrat ist) konnte ich nicht beobachten.
Er ist augeglichen und freundlich

Lakritzschnute
26.09.2010, 16:16
Hi,

nachdem ja schon viele Punkte angesprochen wurden, wie ewig juveniles Verhalten, ggbf. Geruchsveränderung - manche Rüden riechen dann wie eine läufige Hündin usw.

Hier Punkte, die noch nicht benannt wurden, wie:

Häufigere Prostatakarzinome bei Frühkastrierten Rüden:
http://www.vetcontact.com/de/art.php?a=2045&t=


Should I spay or should I not: the pros and cons of neutering
http://users.lavalink.com.au/theos/Spay-neuter.htm#terms

von mir ein klares NEIN zur Frühkastration.

Gast
26.09.2010, 16:39
Halloi,

da ja hier einige nicht diese Erfahrung mit der Rückbildung der Muskulatur gemacht haben:

Sicher wird es von Fall zu Fall unterschiedlich sein. Es kommt eben auch darauf an wieviel Testosteron der Körper trotz Kastration noch porduziert, so denke ich.

Meinen Jimmy trainiere ich nicht besonders. Er bewegt sich nach der Kastration genauso viel oder wenig wie vorher. Und gerade deshalb fiel mir der Unterschied auf.

Und irgendwo im netz habe ich nach seiner Kastration gelesen daß man Rüden mit z. Bsp.HD nicht kastrieren sollte. Wo ich das gelesen habe weiß ich im Moment nicht, es ist schon ein paar Jahre her.

Es sollte auch nur ein Hinweis sein. Damit man das vielleicht bei seinem TA bei der Beratung ansprechen kann.

Grüßel Marion

Lenny
26.09.2010, 16:44
Und irgendwo im netz habe ich nach seiner Kastration gelesen daß man Rüden mit z. Bsp.HD nicht kastrieren sollte. Wo ich das gelesen habe weiß ich im Moment nicht, es ist schon ein paar Jahre her.

Es sollte auch nur ein Hinweis sein. Damit man das vielleicht bei seinem TA bei der Beratung ansprechen kann.

Grüßel Marion

Gut zu wissen für die Hundehalter deren Hund HD haben -ansprechen würde ich es auch wenn ich in der Lage wäre.
Manche Dinge kann man einfach nicht alles wissen - finde den Tipp gut Marion :zustimmt:

vovve
26.09.2010, 17:23
Sid ist mit 7. Monaten kastriert worden, weil er alles gebügelt hat, was nicht bei 3 auf den Bäumen war.
Er braucht für alles länger, gerade was die Ausbildung angeht.
Bei Boffle, mit 5 Monaten kastriert und jetzt 2,5 Jahre, ist genau das Gegenteil der Fall, er hat eine ungemein rasche Auffassungsgabe.

Er ist super hektisch (Schilddrüse ist ok) und zum Teil sowas von unkonzentriert das ich verschiedene Dinge nicht mit ihm machen wie Bällen schmeißen oder Dummyarbeit, weil er einfach nicht warten kann.
Boffle ist auch hier das genaue Gegenteil. Er hat eine Steadiness, die gigantisch ist. Daher macht Training mit ihm megaviel Spaß.

Ständig wird er auch von jüngeren intakten Rüden bestiegen was nun schon zu zwei dicken Prügellein geführt hat.
Auch das passiert Boffle nicht. Er war noch nie in eine Rangelei verwickelt und wird von anderen Rüden nicht bestiegen.

Ich würde die von dir hier geschilderten Schwierigkeiten mit der Ausbildung, die Hektik usw., oder auch ängstliches Verhalten, nicht automatisch auf eine Kastration schieben. Möglicherweise hättest du genau dieselben Probleme, auch wenn er noch intakt wäre. Vielleicht solltest du überlegen, woran noch Sids Verhalten liegen kann.

Allerdings lasse ich meine Hunde nicht deshalb (früh)kastrieren, weil sie Decken, Spielis usw. rammeln, sondern weil ich keinerlei Beitrag zur sinnlosen Hundevermehrung leisten will. Und weil meine Rüden damit ein stressfreieres Leben führen können.

Nur würde ich niemandem dazu raten, ihren/seinen Hund kastrieren zu lassen, der davon nicht überzeugt ist. Das muss jeder mit sich selbst ausmachen. - Vor der Kastra meines ersten Rüden habe ich fast 1 Jahr hin und herüberlegt. Daher verstehe ich sehr gut, dass man lange abwägt und nur deshalb schreibe ich meine positiven Erfahrungen hierher, damit auch diese Seite wahrgenommen werden kann.

Avarona
26.09.2010, 17:37
Da scheiden sich die Geister bei dem Thema, aber ich persönlich würde so einen jungen Hund noch nicht kastrieren lassen. Das schießt vielleicht momentan mal über, kann sich aber auch durchaus wieder regulieren.

Er ist ja noch ein Baby, das wäre mir viel zu früh. Er braucht diese Hormone schon auch, um zum Mann zu werden, finde ich.

Das mit der Aggressivität musst du vielleicht nochmal genauer erklären, ich glaub nicht, dass da ein Zusammenhang besteht.


Ich würde ihn auch noch nicht so früh kastrieren lassen, lass ihn erstmal erwachsen werden.

Das wäre jetzt auch meine erste Antwort gewesen.... aber ich habe ja noch weiter gelesen und mir den ein oder anderen Denkanstoss geholt. Trotzdem bleibe ich tendenziell dabei, dass es zu Früh ist.


Bei meinem ersten Rüden habe ich gewartet, bis er fast 2 Jahre alt war - und ihm unnötiges Leid dadurch zugefügt, da er durch die Düfte läufiger Hündinnen in Riesenumkreis von 15, 20 km völlig von der Rolle war.

Das ist natürlich etwas anderes. Mein Rüde hat nie gelitten, jedenfalls nicht merklich. Er wurde mir 3,5 Jahren kastriert, weil er ständig entzündet war. Seither ist es vollkommen weg.


Das kann ich jetzt nicht bestätigen. Dublin gehört sehr wohl dazu. Er wurde dieses Jahr im März, also mit ca. 2 1 /2 Jahren, kastriert.

Das kann ich voll und ganz bestätigen. Ich hatte auch Angst, das Finn nun Außenseiter ist oder gemobbt wird oder nicht eingeordnet werden kann. Aber er hat sich in seinem Wesen wirklich kein Stück verändert. Hündinnen lieben ihn nach wie vor. Und mit Rüden ist es sogar viel besser geworden. Die Situation ist häufig entspannter. Manche Rüden gehen ihn trotz allem noch an, dann giftet er auch zurück, also scheint er nicht "uninteressant" zu sein.

Ich finde, wenn dein Hund ernsthaft darunter leidet, seinen Sexualtrieb nicht ausleben zu dürfen, dann solltest du ihn kastrieren lassen. Nur weil er aber mal eine Kissen berammelt, das wäre kein Grund für mich, da kann man mit Erziehung gegensteuern. So was ist auch nicht immer sexuell bedingt, sondern manchmal auch ein Dominazgehabe.

markus u sabine
26.09.2010, 18:08
Hallo,

Erst einmal ganz herzlichen dank fuer eure Antworten und Anregungen. So wie das aussieht werden wir etwas warten mit der Kastration.Wir warten erstmal bis Lui 1 Jahr alt ist,dann schauen wir mal.

Wir sind froh das wir dieses Forum gefunden haben, ihr seid alle sehr nett,

take care folks

LG

Markus u Sabine*01*

Lenny
26.09.2010, 18:29
Hallo,

Erst einmal ganz herzlichen dank fuer eure Antworten und Anregungen. So wie das aussieht werden wir etwas warten mit der Kastration.Wir warten erstmal bis Lui 1 Jahr alt ist,dann schauen wir mal.

Wir sind froh das wir dieses Forum gefunden haben, ihr seid alle sehr nett,

take care folks

LG

Markus u Sabine*01*

Das ist schön zu lesen, lasst euch Zeit und Lui Zeit um erwaschen zu werden. Dann könnt ihr immer noch schauen was ihr macht.Vielleicht verliert es sich ja auch mit der Zeit.

Unser Lenny hat im dem Alter auch angefangen aufzureiten. Hat sich aber gelegt.

Geht ihr zur Hundeschule und beschäftigt den Kleinen ???

schrecker82
27.09.2010, 01:44
Nochmal zum "Rammeln": das kann ja auch einfach ne Übersprungshandlung sein, durch Stress zB.

Meine sind beide kastriert - Connor rammelt nichts mehr (hat vor der Kastra auch lediglich Gordon bestiegen, seltener mal ein Kissen), Gordon dagegen doch hier und da, mal mehr, mal weniger (sprich mal wochen/monatelang gar nicht, dann mal 2 Tage recht intensiv, also immer mal wieder).

Er reagiert dabei allerdings auf mich. Ein "Schluss" und er hört auf, geht auf seinen Platz und legt sich hin.

nicki
27.09.2010, 08:20
Hallo,

Erst einmal ganz herzlichen dank fuer eure Antworten und Anregungen. So wie das aussieht werden wir etwas warten mit der Kastration.Wir warten erstmal bis Lui 1 Jahr alt ist,dann schauen wir mal.

Wir sind froh das wir dieses Forum gefunden haben, ihr seid alle sehr nett,

take care folks

LG

Markus u Sabine*01*

Wir haben auch gewartet bis Georg 1,5 Jahre alt war. Vom Gefühl herm hätte ich ihn am liebsen mit 17 Wochen schon kastriert, er war ein echter Rüdenrüpellästern**.
Aber das muss man wohl durch*puh*

fine
27.09.2010, 08:50
Zur Not kann man auch erstmal den Chip probieren, um zu gucken, ob eine Kastration überhaupt den erwünschten Erfolg bringt. Aber auch den nicht zu früh einsetzen lassen, da gilt das Gleiche wie für die "richtige" Kastration:

http://www.dog-worlds.de/News/August.08/Langzeit_Pille.pdf

BrigitteM
27.09.2010, 11:29
Balou wurde mit 9 Monaten kastriert. Er hat sich trotz Kastration zu einem selbstbewußten, erwachsenen Rüden entwickelt. Balou hat einen tollen Gehorsam, lernt schnell und seine Muskulatur ist super ausgebildet.
Auch ist er nach der Kastration nicht ruhiger oder schwerfällig geworden.
Auf dem Hundeplatz ist er keine Aussenseiter, sondern wird von allem Hunden akzeptiert. Versucht mal ein Rüde bei ihm aufzureiten, wird dieser von Balou verwarnt und ist mal ein Rüde zu aufdringlich bei "seiner" Hündin geht Balou dazwischen und verteidigt Tessie.
Er ist trotz Kastration ein ganz "normaler" Rüde geworden.

Daima
27.09.2010, 11:34
Balou wurde mit 9 Monaten kastriert. Er hat sich trotz Kastration zu einem selbstbewußten, erwachsenen Rüden entwickelt. Balou hat einen tollen Gehorsam, lernt schnell und seine Muskulatur ist super ausgebildet.
Auch ist er nach der Kastration nicht ruhiger oder schwerfällig geworden.
Auf dem Hundeplatz ist er keine Aussenseiter, sondern wird von allem Hunden akzeptiert. Versucht mal ein Rüde bei ihm aufzureiten, wird dieser von Balou verwarnt und ist mal ein Rüde zu aufdringlich bei "seiner" Hündin geht Balou dazwischen und verteidigt Tessie.
Er ist trotz Kastration ein ganz "normaler" Rüde geworden.

*post*

markus u sabine
27.09.2010, 17:50
Hy Folks,

Ja das mit der Hundeschule ist nicht so einfach,wir leben in einem kleinen Staedtchen mit nur 5000 Einwohnern.Hier gibt es keine Hundeschule,leider.Wir muessen alles alleine machen

Kerstin
27.09.2010, 18:21
Das Rammeln hat mein Bube schon mit 10 Wochen an seiner Stoffente ausgeübt- hat aber nicht unbedingt etwas mit den Hormonen zu tun , sondern ist oftmals auch einfach eine Phase der Dominanz oder auch territoriales Verhalten oder , wie schon gesagt, Übersprung oder Streß...

Auch heute geht Luca oftmals , wenn er abends heim kommt, direkt zu seiner Stoffente (und immer nur die !) und begattet sie :-)

Dann hat er draußen vorher sehr häufig markiert , gescharrt wie ein Gestörter und ist teils richtig frustriert , weil er vielleicht auch eine Hündin riecht.

Sein Gerammel wird unterbunden, was er auch sofort akzeptiert - stattdessen wird dann gespielt oder apportiert...und es gibt anshcliessend Fressi Fressi - dann ist die Sache gegessen.

So früh würde ich einen Rüden nicht kastrieren lassen- auch Hunde müssen doch die Chance bekommen, zu reifen und die Pubertät zu durchleben.
Der Mensch muß eben dadurch....

Später würde ich einfach den Chip testen, um zu sehen,ob und wie er sich verändert oder ob es etwas nutzt.