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Thema: Unser Labrador kommt nicht zur Ruhe und ist ständig überreizt

  1. #1
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    Frage Unser Labrador kommt nicht zur Ruhe und ist ständig überreizt

    Liebe Forummitglieder,
    ich bin ganz neu hier und suche ganz dringend nach Austausch & Hilfe.
    Zu unserer Situation…im August haben wir uns einen Labradorwelpen (mit12 Wochen) ins Haus geholt, nachdem wir unseren alten Hund (Hütehundmix aus dem Tierheim) im Alter von 12 Jahren einschläfern lassen mussten.
    Wir haben uns sehr auf den Welpen gefreut und hatten das Gefühl, wir schaffen das mit der Erziehung. Ich bin den ganzen Tag zu Hause und kann mich ausreichend darum kümmern.

    Von Anfang an war unser Marlo (jetzt ca 5 Monate)ziemlich unruhig und hat tagsüber eigentlich nie geschlafen. Er wurde immer unaufmerksamer, schnell frustriert und dann auch übergriffig (zwicken, anspringen und in den Sachen festbeissen.) Beim spazierengehen (kleine, bekannte Wege und nur immer kurz 15-20min) tickerte er schnell aus, war permanent von jedem Blatt oder Wind oder irgendein Vogel, abgelenkt. Das Üben von Sitz, Platz, bleib habe ich in unserem großen Garten geübt und nur kurze Sequenzen. Klappt inzwischen recht gut.

    Unsere Hundetrainerin sagte, dass er unbedingt tagsüber schlafen muss und so haben wir die Box eingeführt. Mit viel Bellen und Jaulen, wurde es langsam besser. er schlief damit zumindest zusätzliche 5 Stunden. Insgesamt also was bei 16/17h. Er war besser händlebar und auch ausgeglichener.
    Nach drei Wochen, die eigentlich ziemlich gut liefen und wir Hoffnung hatten, es wird langsam, war von einem auf den anderen Tag, alles wieder beim Alten. Ich führe Tagebuch, konnte jedoch keinen Auslöser finden. Inzwischen ist es wieder so schlimm, dass die ganze Familie leidet und meine Nerven blank liegen. Er bellt wenn er in die Box soll, kommt da ewig nicht zur Ruhe, schläft tagsüber max. 2 Stunden und wenn er wach ist, kann ich mit ihm weder ruhige Spiele machen, noch irgendetwas üben. Er ist völlig durch den Wind. Wacht beim kleinsten knistern auf . Mein Tag ist so dermassen eingeschränkt, dass es mich schwer bedrückt.
    Ich bin wirklich mit meinem Latein am Ende, habe einige Bücher gelesen, da wird immer von einem "ADHS" Hund gesprochen. Wenn er wirklich in diese Kategorie fällt, dann ist das doch eine Dauerbelastung? Gibt es Hoffnung, dass aus ihm später ein normal/gelassener Hund wird?????
    Ich frage mich inzwischen schon manchmal, ob es besser wäre, ihn abzugeben, weil wir irgendwie nicht die „Richtigen“ für ihn sind . Ich bin ein sehr konsequenter Mensch in Sachen Erziehung, aber ich weiß mir nicht mehr zu helfen.

    Nur wenn es gaaaaanz still ist im Haus, kommt er irgendwann zur Ruhe. Bei uns ist es generell nicht laut oder lebhaft, aber irgendetwas muss man ja auch mal tun können. Leinenführigkeit beim Spazierengehen, kann ich kaum üben, da er dann total springt, mich zwickt, in die Leine beisst etc. Achso, wir arbeiten ausschliesslich über positive Belohnungssystem.

    Was ist da nur schiefgelaufen?

    Ich würde sehr gern von Euch Meinungen, Ideen oder Kritik hören und hoffe es bringt uns weiter.
    Danke schonmal und sorry für den langen Text.
    Geändert von MarliMarlo (25.10.2018 um 16:12 Uhr)

  2. #2
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    Standard AW: Unser Labrador kommt nicht zur Ruhe und ist ständig überreizt

    Achso, was vielleicht noch eine Rolle spielen könnte. Beim Züchter wurden die Hunde nur draussen im Schuppen/Stall gehalten. Hatten aber Kontakt zu Menschen und Katzen. Im nachhinein las ich , dass das in dieser prägenden Phase einen Einfluss auf die spätere Reizschwelle und Frustrationstoleranz hat.

    Ist das in irgend einer Form "wiedergutmachbar"? Wir wollen ihn so gern behalten, ein bisschen Hoffnung würde das ganze unterstützen.

    Wie sind eure Erfahrungen?

    Sandra

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Avatar von Salvia
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    Standard AW: Unser Labrador kommt nicht zur Ruhe und ist ständig überreizt

    Ich bin zwar keine Expertin, aber ich hatte mal einen Hund vom Bauernhof, Hofgang und Schuppen mehr hat er nicht gesehen, in 9 Wochen bis zur Abgabe.
    Als ich Deinen Text gelesen habe, musste ich sofort an ihn denken.

    Ich kann Die nur raten, Eurem Hund so viel wie möglich von der Welt zu zeigen und diese Situationen n i c h t zu vermeiden, auch wenn es mühselig und stressig ist.

    Auch würde ich persönlich keine Box oder Kennel verwenden, ich würde ihm ein Ruhezimmer zuweisen und durch ein Kindergitter oder eine andere Begrenzung verschließen.
    Oder ich würde mich mit ihm auf die Couch kuscheln.
    Körperkontakt ist so wichtig, nichts enspannt einen Hund so sehr wie gemeinsames Kontaktliegen.

    Alles andere was Du beschreibst, klingt ja schonmal gut.
    Nerven und Geduld und Liebe, das hast Du ja alles.
    Kommt Zeit kommt Ruhe in den Kleinen

    Grüße von Sandra

  4. #4
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    Standard AW: Unser Labrador kommt nicht zur Ruhe und ist ständig überreizt

    Hallo Salvia!

    Vielen Dank für deine Antwort. Die Box haben wir eingeführt, da es sonst keine möglichkeit gab, ihn zum Schlafen oder Ruhen zu bekommen. Auch kuscheln auf dem Sofa ist nur ganz bedingt möglich, da er trotz langsamen und ruhigen streicheln nicht liegen bleibt...da brauch nur irgendwo etwas knacken oder ein Geräusch sein, und er steht auf und wuselt herum. Das mit Extrazimmer ist eine schöne Idee, nur fängt er da an, Sachen anzuknabbern oder gar kaputt zu reissen (Kissen,Decken o.Ä) Von alleine würde er sich nie einfach ablegen und ruhen. In die Box geht er zwar nicht von selbst, aber wenn ich mit ihm alleine bin, dann schläft er auch drin.
    Es ist wie du sagst, alles Neue wollen wir ihm zeigen, das schwierige ist nur, dass er bei jedem Nein, oder Abbruchsignal, völlig austickt und knurrt, bellt und zwickt....sich in meiner Jacke festbeisst. Überhaupt nicht runter kommt. Man erreicht ihn dann überhaupt nicht mehr mit Ansprache oder Leckerli. Das sind eigentlich die schlimmsten Situationen.

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Avatar von anka3.4.09
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    Standard AW: Unser Labrador kommt nicht zur Ruhe und ist ständig überreizt

    Wo habt ihr ihn weg? Das liest sich wie unsere Anka. Die kam auch vom Bauernhof der Golden und Labradore züchtet, auch heute noch. Damals waren meine Kinder noch klein, Grundschule und Kindergarten. Sie war so ein ADHS Hund, hatte Jagdtrieb und hatte immer irgendwie einen Stecker im Hintern. Sie ist nicht wirklich ruhig geworden. Ich habe das auf die Kinder geschoben, da es ja dadurch schon unruhiger war wie in einem Haushalt wo die Kinder älter sind.
    Das Blätter jagen würde ich unterbinden, da kann er sich zusätzlich hochpuschen. Auch das wenn er überdreht ist, das er euch anspringt oder im Übermut zwickt, lass es nicht zu. Schubs ihn weg wenn er es macht oder knuff ihn in die Seite, wenn ein Nein nicht ankommt.
    Zusätzlich solltest du versuchen ihn runter zu fahren. Vielleicht kannst du ihn an seinem Platz anbinden, damit er dir nicht überall hin folgt und so zur Ruhe kommen kann wenn er die Box nicht mag.
    Er braucht auf jeden Fall Ruhe damit er nicht zu sehr überdreht und dadurch körperlich wird.
    Meine Anka war anstrengend in der Erziehung, aber sie war ein toller und lieber Hund. Draußen aufgedreht aber im Haus konnte sie gut runterfahren.


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    Liebe Grüße von Daniela und Oskar (Anka immer im Herzen)

  6. #6
    Team- Mitglied Avatar von schrecker82
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    Standard AW: Unser Labrador kommt nicht zur Ruhe und ist ständig überreizt

    Ich hätte da noch was anderes im Kopf...

    Wie schaut es mit der stubenreinheit aus? Muss er oft Urin absetzen?

    Da gäbe es nämlich auch gesundheitliche Aspekte, die ein solches Verhalten mit sich bringen.

  7. #7
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    Standard AW: Unser Labrador kommt nicht zur Ruhe und ist ständig überreizt

    Hallo schrecker82

    er ist völlig stubenrein. Wie oft Urin? Hmm also ich sage mal 6-7 mal mindestens, nachts auch mind. 1x raus. Das heisst 21.30 uhr das letzte Mal, nachts gegen 2/3 Uhr und morgens 4.30/5 Uhr. Dann halt alle 2h ca. Wobei wir viel nur vor die Tür in den Garten gehen, prophylaktisch sozusagen. Ich halt nicht erst warte bis er sich dringend bemerkbar macht.
    Häufchen macht er auch 4mal mind. Er bekommt hochwertiges getreidefreies Futter.

    Ich hoffe ich war verständlich

  8. #8
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    Standard AW: Unser Labrador kommt nicht zur Ruhe und ist ständig überreizt

    Zitat Zitat von anka3.4.09 Beitrag anzeigen
    Wo habt ihr ihn weg? Das liest sich wie unsere Anka.




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    Von einem Hobbyzüchter Nähe LWL.

  9. #9
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    Standard AW: Unser Labrador kommt nicht zur Ruhe und ist ständig überreizt

    Sein Start ins Leben ist sicher nicht der beste, weil er nichts kennenlernen konnte. Mit dem Umzug zu euch stürzte die ganze komplette Welt mit einem Mal auf ihn ein. Ruhe reinbringen ist wichtig. Einen Kennel würde ich bei so einem Hund, der absolut nervös ist, nicht benutzen. Hast du einen Trainer, mit dem du zufrieden bist und der gewaltfrei arbeitet? Ihr könnt das Problem sicherlich in den Griff kriegen, doch das könnte dauern, also ist Geduld gefragt. Vieles ist auch Management, doch das könnt ihr von einem Trainer ĺernen. Zeigt ihm alles, vermeidet nichts, aber macht die Dinge in seinem Tempo. Wichtig ist, daß ihr neue Kommandos zwei oder drei Mal übt und mit einem Erfolgserlebnis aufhört. Klappt das nicht, War es für euren Hund wohl zuviel, und ihr müsst einen Schritt zurückgehen.
    Liebe Grüße
    Jutta


    Intelligenz hat Grenzen, Verrücktheit nicht. (Claude Chabrol)


  10. #10
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    Standard AW: Unser Labrador kommt nicht zur Ruhe und ist ständig überreizt

    Was spricht gegen die Box? Die wurde von unserer Trainerin empfohlen. Da er wie gesagt nirgends liegen bleiben würde.

  11. #11
    Kampflabi-Mix-Bespaßerin Avatar von Bonny und Frieda
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    Standard AW: Unser Labrador kommt nicht zur Ruhe und ist ständig überreizt

    Ich würde einen unruhigen, nervösen Hund nicht einsperren. Es ist besser, wenn er die Unruhe über Bewegung ausleben kann. Außerdem ist er noch sehr jung, daß solltest du auch berücksichtigen. Temperament gehört dazu. Du solltest genau zwischen Temperament und Hibbeligkeit unterscheiden, daß ist nicht immer leicht, aber ganz wichtig.
    Liebe Grüße
    Jutta


    Intelligenz hat Grenzen, Verrücktheit nicht. (Claude Chabrol)


  12. #12
    Erfahrener Benutzer Avatar von Daima
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    Standard AW: Unser Labrador kommt nicht zur Ruhe und ist ständig überreizt

    Das klingt anstrengend. Allerdings muss ich sagen, dass keiner meiner Welpen viel geschlafen hat. Auf die angeblich notwendigen 20 Stunden ist hier nie einer gekommen.
    Wie ist denn sein Kotabsatz? Manchmal kann diese Unruhe auch am Futter liegen. weil sie sich unwohl fühlen. Was füttert ihr denn? Habt ihr ihn mal beim Tierarzt checken lassen?
    Wie beschäftigt ihr den Kleinen? Hast du es schon einmal mit Suchspielen im Haus probiert? Kopfarbeit macht schön müde und ausgeglichen. Bringt er gerne Dinge? Du könntest einen Futterbeutel etablieren und diesen im Haus verstecken. Zuerst auf Sicht und nach und nach schwierigere Verstecke wählen. Wenn er nicht direkt bringt, könntest du ihn an einer langen Leine zu dir lotsen. Das würde ich direkt morgens, wenn er hungrig und fit von der Nacht ist, mit seiner Morgenration Futter machen. Dann kann er direkt Energie los werden. Du kannst z.B. auch die Hälfte der Ration nehmen. Diese Suchspiele kannst du später auch im Garten und auf dem Spaziergang machen, um ihn auszulasten.
    Die Box würde ich immer positiv belegen Wie habt ihr diese antrainiert? Warum bellt er darin? Normal muss man das über einen längeren Zeitraum richtig trainieren, damit die Box die Ruheoase wird. Heißt jedes Leckerlie, jedes Futter nur noch in der Box. Anfangs kannst du den Napf vor die Box stellen. Dann geht der Napf Stück für Stück weiter in die Box. Die Tür bleibt offen! Erst wenn er da entspannt frisst, wird die Tür mal angelehnt. Verschlossen nur, wenn das Angelehnte ok ist. Das Ganze dauert ein paar Wochen. Wenn du ihn da rein packst, die Tür zu machst und er bellt, stimmt was beim Training nicht. Die Box sollte keine Strafe sein, sondern Ruheort und Entspannung bedeuten. Hier gab es das Kommando "in die Box" Jedes, aber jedes Mal flog direkt ein Keks mit rein, damit der Hund gerne da rein geht.

    Spuren im Sand verwehen,
    Spuren im Herzen bleiben!

  13. #13
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    Standard AW: Unser Labrador kommt nicht zur Ruhe und ist ständig überreizt

    Hmm, wenn ich ihn z.b. beim spaziergang von der leine lasse (über die Wiesen laufen lasse), dann rennt er wie wild, springt mich dann an und beisst sich in den Sachen fest. selbst wenn ich länger mit ihm spazieren war oder er noch mit einem anderen hund gespielt hat, und jeder zu uns sagte, der kleine (als Welpe), müsse jetzt vor Müdigkeit umfallen....pustekuchen. Er war immer auf Trab, draussen wie im Haus. Er hat eben praktisch nie geschlafen...sich nicht mal einfach abgelegt und gedöst oderso. Eben einfach dauerwach.

    Was soll ich sonst noch mit ihm machen? Mehr spielen oder laufen oder streicheln. Das pusht ihn noch mehr. Daher kam die Ansage der Trainerin, alles runter zu fahren und Schlaftraining in der Box.



  14. #14
    Erfahrener Benutzer Avatar von Salvia
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    Standard AW: Unser Labrador kommt nicht zur Ruhe und ist ständig überreizt

    Zitat Zitat von MarliMarlo Beitrag anzeigen
    Hallo Salvia!

    Vielen Dank für deine Antwort. Die Box haben wir eingeführt, da es sonst keine möglichkeit gab, ihn zum Schlafen oder Ruhen zu bekommen. Auch kuscheln auf dem Sofa ist nur ganz bedingt möglich, da er trotz langsamen und ruhigen streicheln nicht liegen bleibt...da brauch nur irgendwo etwas knacken oder ein Geräusch sein, und er steht auf und wuselt herum. Das mit Extrazimmer ist eine schöne Idee, nur fängt er da an, Sachen anzuknabbern oder gar kaputt zu reissen (Kissen,Decken o.Ä) Von alleine würde er sich nie einfach ablegen und ruhen. In die Box geht er zwar nicht von selbst, aber wenn ich mit ihm alleine bin, dann schläft er auch drin.
    Es ist wie du sagst, alles Neue wollen wir ihm zeigen, das schwierige ist nur, dass er bei jedem Nein, oder Abbruchsignal, völlig austickt und knurrt, bellt und zwickt....sich in meiner Jacke festbeisst. Überhaupt nicht runter kommt. Man erreicht ihn dann überhaupt nicht mehr mit Ansprache oder Leckerli. Das sind eigentlich die schlimmsten Situationen.
    Ich würde ihn mit Dir in ein Zimmer beschrenken, mit dem Kindergitter.
    oder wie schon vorgeschlagen, anleinen so das er in Deinem Wirkungskreis ist.
    Das klingt vielleicht bescheuert, aber mach das mal zwei Wochen und er merkt das Du schon alles regelst und er nicht ständig gucken muss.
    Z.B. Auch eine dünne Schleppleine, es geht ja nur darum das Du ihn wider zurückrufen kannst, bei Bedarf und er nicht unkontrolliert herumläuft

    Grüße von Sandra

  15. #15
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    Standard AW: Unser Labrador kommt nicht zur Ruhe und ist ständig überreizt

    Zitat Zitat von Daima Beitrag anzeigen
    Das klingt anstrengend. Allerdings muss ich sagen, dass keiner meiner Welpen viel geschlafen hat. Auf die angeblich notwendigen 20 Stunden ist hier nie einer gekommen.
    Wie ist denn sein Kotabsatz? Manchmal kann diese Unruhe auch am Futter liegen. weil sie sich unwohl fühlen. Was füttert ihr denn? Habt ihr ihn mal beim Tierarzt checken lassen?
    Wie beschäftigt ihr den Kleinen? Hast du es schon einmal mit Suchspielen im Haus probiert? Kopfarbeit macht schön müde und ausgeglichen. Bringt er gerne Dinge? Du könntest einen Futterbeutel etablieren und diesen im Haus verstecken. Zuerst auf Sicht und nach und nach schwierigere Verstecke wählen. Wenn er nicht direkt bringt, könntest du ihn an einer langen Leine zu dir lotsen. Das würde ich direkt morgens, wenn er hungrig und fit von der Nacht ist, mit seiner Morgenration Futter machen. Dann kann er direkt Energie los werden. Du kannst z.B. auch die Hälfte der Ration nehmen. Diese Suchspiele kannst du später auch im Garten und auf dem Spaziergang machen, um ihn auszulasten.
    Die Box würde ich immer positiv belegen Wie habt ihr diese antrainiert? Warum bellt er darin? Normal muss man das über einen längeren Zeitraum richtig trainieren, damit die Box die Ruheoase wird. Heißt jedes Leckerlie, jedes Futter nur noch in der Box. Anfangs kannst du den Napf vor die Box stellen. Dann geht der Napf Stück für Stück weiter in die Box. Die Tür bleibt offen! Erst wenn er da entspannt frisst, wird die Tür mal angelehnt. Verschlossen nur, wenn das Angelehnte ok ist. Das Ganze dauert ein paar Wochen. Wenn du ihn da rein packst, die Tür zu machst und er bellt, stimmt was beim Training nicht. Die Box sollte keine Strafe sein, sondern Ruheort und Entspannung bedeuten. Hier gab es das Kommando "in die Box" Jedes, aber jedes Mal flog direkt ein Keks mit rein, damit der Hund gerne da rein geht.
    Die Box haben wir auch positiv eingeführt, mit viel Leckerli drin und als Belohnung wenn er rein geht. Anfangs hab ich immer davor gesessen, bis er sich beruhigt hat. Er geht halt auf Kommando rein, wird belohnt und legt sich dann ab. Oft noch mit langem beobachten was ich mache und irgendwann schläft er auch mal ein. Sobald irgendein Geräusch ist, ist er wach, schläft nicht wieder ein und ich lass ihn dann raus.
    Wenn er mal am Stück 1,5h geschlafen hat, ist er auch ganz anders unterwegs, viel ausgeglichener.
    ich mache auch kurze Schnüffelspiele und Leckerlisuche, wie du vorgeschlagen hast.

  16. #16
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    Standard AW: Unser Labrador kommt nicht zur Ruhe und ist ständig überreizt

    Zitat Zitat von Salvia Beitrag anzeigen
    Ich würde ihn mit Dir in ein Zimmer beschrenken, mit dem Kindergitter.
    oder wie schon vorgeschlagen, anleinen so das er in Deinem Wirkungskreis ist.
    Das klingt vielleicht bescheuert, aber mach das mal zwei Wochen und er merkt das Du schon alles regelst und er nicht ständig gucken muss.
    Z.B. Auch eine dünne Schleppleine, es geht ja nur darum das Du ihn wider zurückrufen kannst, bei Bedarf und er nicht unkontrolliert herumläuft
    In der Küche haben wir so einen Ruheplatz und Leine. Da wird er auch angeleint. Resultat, anbellen, winseln etc.

  17. #17
    Erfahrener Benutzer Avatar von Salvia
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    Standard AW: Unser Labrador kommt nicht zur Ruhe und ist ständig überreizt

    Hach das ist aber auch knifflig

    Grüße von Sandra

  18. #18
    Erfahrener Benutzer Avatar von anka3.4.09
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    Standard AW: Unser Labrador kommt nicht zur Ruhe und ist ständig überreizt

    Zitat Zitat von MarliMarlo Beitrag anzeigen
    In der Küche haben wir so einen Ruheplatz und Leine. Da wird er auch angeleint. Resultat, anbellen, winseln etc.
    Dann lass ihn bellen, irgendwann merkt er das er damit kein Erfolg hat und kommt zur Ruhe.
    Er scheint euch gut unter Kontrolle zu haben, wenn er motzt, springst du um Ruhe zu haben. Sitz es aus, du bist der Boss und bestimmst. Auch würde ich ihn provisorisch nicht mehr Nachts raus lassen. Lass ihn vorm zu Bett gehen noch mal raus und dann erst wieder am Morgen oder wenn er sich meldet. Dann hat er die Möglichkeit durch zu schlafen und dreht vielleicht nicht so schnell auf.


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    Liebe Grüße von Daniela und Oskar (Anka immer im Herzen)

  19. #19
    Chaotenhunddomteuse Avatar von hopsi1981
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    Standard AW: Unser Labrador kommt nicht zur Ruhe und ist ständig überreizt

    Ich hab auch so ein "Flatterhemd" zuhause. Ich kann nur von meinen Erfahrungen berichten. Also nur über positive Bestärkung läuft da nichts. Wir haben auch einige Zeit gebraucht, die Frustrationstoleranz zu erhöhen. Klappt mittlerweile gut, aber nur, weil wir von Gutschi-Gutschi auf auch mal Strafe umgestiegen sind. Das wichtigste, was dein Hund lernen sollte, ist auf seinem Platz zu bleiben, wenn du ihn dorthin schickst. Wir haben dafür auch die Box genutzt. Geh in deine Hütte heißt es bei uns. Dort kann er schlafen und kommt zur Ruhe. Mittlerweile geht das auch im Körbchen oder einfach mitten im Raum. Er ist jetzt zwei. Dein Text hat mich sehr an unseren Alfred in dem Alter erinnert. Der Hund kann Ruhe lernen. Ich hab unsere auch ganz oft in der Wohnung angeleint, mit an die Couch genommen und dort liegen lassen. Nach 2 Minuten Bewegungseinschränkung haven die geschlafen wie ein Stein. Ist nicht jedermanns Sache, aber unseren hats geholfen.

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  20. #20
    Erfahrener Benutzer Avatar von Alf-Män
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    Da liest sich alles ziemlich schlimm.....
    Ein junger Hund und so unruhig......ist Euer Marlo vom Tierarzt durchuntersucht? Ich bin da mit Julia einer Meinung.
    Futter, auch ein Thema. Auch da gibt es Experten, die Hilfe geben.

    Ferndiagnosen sind immer schwierig.

    Ich habe bei unruhigen ,nervösen Hunden immer einen Kennel zum Einatz gebracht. Immer mit gutem Erfolg.
    Schickst Du mi per PN bitte den Züchter?????
    Liebe Grüsse

    Barbara mit Dougy , Quotenterrier Klara und Pepper

    und Ronja, Alf,Tess und Goetz im Herzen

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