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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Showlinien vs. Arbeitslinien



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Luna1967
08.12.2012, 15:24
Hallo zusammen,

so langsam zeichnet sich bei mir ab, zu welchem Zeitpunkt ein Wautz bei uns einziehen kann. Wird wohl Mitte 2013 werden :grin: *dreh*.
Tja nun will ich die Zeit bis dahin noch einmal nutzen mich zu informieren. Wie ich in meinem ersten Post ja schon geschrieben habe plane ich meine Fellnase als Therapiebeleithund ein. So. In den letzten Monaten habe ich mir Züchter von Flats angesehen und bin zu dem Entschluß gekommen, das der Flat zwar traumhaft aussieht, aber vom Wesen her zu selbständig ist..... kurz ich trau mir das als Anfängerin nicht zu.
Bleiben Labrador oder Golden Retriever übrig...... Bei den Golden gefallen mir die Zimtschnuten am besten, die aber meistens aus Arbeitslinien stammen. Nu meine Frage: muß ich einen Hund aus einer Arbeitslinie unbedingt jagdlich führen? Oder reicht auch hobbymäßig aber deswegen nicht weniger ernsthaft betriebene Dummyarbeit aus um den Hund auszulasten?
Ich habe auch schon eine Möglichkeit in meiner Nähe aufgetan, wo ich mit meinem Hund Dummyarbeit machen könnte, allerdings hätte ich nicht die Zeit für jagdliche Leistungsprüfungen usw. .....

Liebe Grüße,
Esther

Michaela_S
08.12.2012, 16:33
Solange du kein Jäger bist, würde ich persönlich sowieso keine Prüfungen am Wild machen - mal davon abgesehen, dass du das gar nicht überall dürftest ohne Jagdschein.

Wir haben ja nun einen Golden ohne "Arbeitsblut" - und der ist mir selbstständig genug und hat auch ganz guten Trieb. Dem fehlts halt dafür leider eher an Bereitschaft, das MIT mir auszuleben :grin: Meiner Ansicht nach reicht das ganze hobbymäßig betrieben natürlich aus. Und ob es dich nicht doch noch packt, da ernsthafter einzusteigen, wird sich auch noch zeigen :i73: Ich würde einfach mal ein paar von den in Frage kommenden Züchtern kontaktieren und die ggf. mal besuchen und dir die Hunde anschauen und dich mit den Leuten unterhalten. Da wirst du bestimmt am ehesten sehen, welches Temperament dir so zusagt :) Man sollte sich jedenfalls nicht der Illusion hingeben, dass es den "Showlinien" an allem fehlt ;) :grin:

YnisAvalach
08.12.2012, 16:38
Farbe gibt es auch in sogenannten "Showlinien", da musst Du Dich einfach mal umschauen. Aber auch da kann es Dir passieren, dass Du ein Arbeitstier bekommst und mit der einfach was machen musst, damit er/sie ausgelastet ist.

Auch meiner Meinung nach braucht es da keine Arbeitsprüfungen. Wichtig ist, dass Du den Hund seinen Bedürfnissen entsprechend auslastest. Da reichen halt einfach Spaziergänge, Joggen oder ähnliches bei entsprechenden Arbeitstieren nicht aus. Die wollen gefordert werden und das geht über Dummyarbeit und die damit verbundene Konzentration und Nasenarbeit am besten.

Gast
08.12.2012, 17:11
Farbe gibt es auch in sogenannten "Showlinien", da musst Du Dich einfach mal umschauen. Aber auch da kann es Dir passieren, dass Du ein Arbeitstier bekommst und mit der einfach was machen musst, damit er/sie ausgelastet ist.

Auch meiner Meinung nach braucht es da keine Arbeitsprüfungen. Wichtig ist, dass Du den Hund seinen Bedürfnissen entsprechend auslastest. Da reichen halt einfach Spaziergänge, Joggen oder ähnliches bei entsprechenden Arbeitstieren nicht aus. Die wollen gefordert werden und das geht über Dummyarbeit und die damit verbundene Konzentration und Nasenarbeit am besten.

Generell reichen Spaziergänge, Joggen oder ähnliches bei keinem Hund aus.
Es sei denn, er wäre uralt und krank.

Außer der Dummyarbeit gibt es noch Etliches, womit man seinen Hund
beschäftigen kann. Ich würde einfach warten, was der Hund anbietet
und dann entsprechend mit ihm arbeiten.

Allerdings habe ich auf Prüfungen schon Arbeits-Golden gesehen, die
wirklich sehr, sehr temperamentvoll waren. Ich weiß nicht, ob die als
Therapiehunde geeignet wären.

Ich würde mich auch auf den Züchter verlassen. Der kennt seine Welpen
am besten und sucht im Idealfall einen passenden für Dich aus.

Liebe Grüße Cornelia

Luna1967
08.12.2012, 17:37
Hallo ihr Lieben,

danke für die aufschlussreichen Antworten. Ich denke ich werde mir nochmals Züchter ansehen um mir ein Bild von beiden Linien zu machen. Sowohl bei den Golden, als auch bei den Labrador Retrievern.
Ich dachte halt zunächst ich könne mir die Retriever aus Arbeitslinien ganz abschminken, weil die jagdlich geführt werden müssen. Und das geht bei mir nicht, weil ich weder Jägerin bin, noch Ambitionen habe jagdliche Leistungsprüfungen abzulegen.
Nun noch eine Frage zum Züchter: Wann ist denn die ideale Zeit einen aufzusuchen? Wenn Welpen da sind? Oder generell immer?
Bei den Flatzüchtern habe ich einfach so angerufen und hab gefragt ob ich vorbei kommen kann. Ich weiss aber nicht ob das so richtig war...... Von den vielen, die ich besucht habe, hatten nur zwei Welpen und da musste ich mich ganz schön beherrschen, vernünftig zu bleiben :pfeif:


Liebe Grüße,
Esther

Linus1
08.12.2012, 17:48
Ich habe zwei Golden aus Arbeitslinien die unterschiedlicher nicht sein könnten. Akito der gearbeitet werden muss!!!! und Fijeles, der sich freut wenn ich ihm ab und an mal einen Ball werfe, aber seine Interessen eher im sozialem Bereich angesiedelt sind. Also im Arbeitslager gibt es ebenfalls Hunde die keinen Bock auf´s Arbeiten haben, genau so wie es ihm Showbereich Hunde gibt, mit denen du arbeiten musst!
Das sicherste ist, du schaust dir die Elterntiere mal an.

Ach ja, solche Arbeitsmaschienen, wie mein kleiner Akito, sind genau so geeignet Therapiearbeit zu machen. Ich hab selten einen Hund erlebt, der so sensibel, vorsichtig dabei aber immer fröhlich und aufgeschlossen mit Menschen umgeht, wie er.

Avalon
08.12.2012, 17:53
Im Allgemeinen sollte man immer frühzeitig mit einem Züchter Kontakt aufnehmen, egal, ob dort Welpen zu vergeben sind oder nicht.

Es kommt ja eigentlich auch nicht darauf an, schnell einen Welpen zu kaufen und Tschüß, sondern als Welpenkäufer muss man sich beim Züchter auch wohl und geborgen fühlen, eben gut aufgehoben und wissen, dass man "seinen" Züchter immer anrufen kann, auch nach jahren noch, wenn man Fragen hat.

Je eher der Kontakt steht, umso mehr wird man mit eingespannt und erlebt alles beinahe hautnah mit, von dem Beginn der Läufigkeit, dem Deckakt, der Geburt bishin zur Abgabe und kann die Welpen so sehr gut in den Wochen bis zur Abgabe prima kennenlernen :)

Linus1
08.12.2012, 18:01
Es kommt ja eigentlich auch nicht darauf an, schnell einen Welpen zu kaufen und Tschüß, sondern als Welpenkäufer muss man sich beim Züchter auch wohl und geborgen fühlen, eben gut aufgehoben und wissen, dass man "seinen" Züchter immer anrufen kann, auch nach jahren noch, wenn man Fragen hat.



Aber wenn wir mal alle ehrlich sind, ist das doch eher der Wunschtraum jedes Züchters, aber nicht unbedingt des Welpenkäufers! Und in der Realität sieht es eben doch nicht so harmonisch aus, wie es hier geschrieben wird!

Ich persönlich kann mir sehr gut vorstellen auch von einem Züchter einen Hund zu kaufen, der mir jetzt nicht sonderlich sympathisch ist. Denn ich will ja keine Kinder von ihm, sondern einen Hund genau aus der Verpaarung die er anbietet! Ich kenne genügend Züchter die ähnlich denken. Es gibt genug Züchter die wissen, der Hund kommt in gute Arbeitshände und wird präsentiert. Da steht dann die Sympathie hinten an.
Viel wichtiger finde ich ein vernünftiges auskommen untereinander.

Luna1967
08.12.2012, 18:32
Also, wenn ich mal von mir ausgehe, dann kann ich sagen, wenn mir ein Züchter gänzlich unsympathisch ist, dann würde ich von ihm auch keinen Hund wollen....
Wenn ich mich für einen Welpen entscheide, dann bei einem Züchter, der sich auch nach der Welpenzeit noch für den Vierbeiner interessiert. Und wenn es Not tut, dann möchte ich ihn auch noch ansprechen dürfen und können, wenn der Hund schon älter ist. Regelmäßige Treffen der Nachzuchten des Kennels würde ich auch toll finden..... Und all das könnte ich nicht, wenn mir der Züchter von vornherein unsympathisch ist :nö:.
Hm, und wenn ich ehrlich bin, dann kann ich mir nicht vorstellen, das es ohne Sympathie zwischen Züchter und Welpenkäufer funktionieren kann. Für mich hat das alles viel mit Vertrauen zu tun und das kann sich ohne Sympathie für einander nicht bilden.

Liebe Grüße,
Esther

Linus1
08.12.2012, 19:12
Aber Esther, was soll denn da funktionieren?
Schau dir mal die Züchter an, die schon mind. einmal das Alphabet durchhaben. Glaubst du im Ernst diese Züchter haben noch zu jedem Welpenkäufer einen Kontakt?
Ja, klar schön wär es vielleicht aber die Realität schaut anders aus!
Letztlich will ich mit dem Hund und nicht mit dem Züchter zusammen leben *peace1*

Luna1967
08.12.2012, 20:12
Nun ja, dann denke ich wohl zu idealistisch!

*peace1*

Minchen76
09.12.2012, 00:08
Ich finde es aber auch wichtig, dass die Sympathie stimmt und ich mich gut aufgehoben fühle. Von daher habe ich mit Barcleys Züchtern großes Glück gehabt. Wir haben nach wie vor regelmäßigen Kontakt, alle paar Wochen oder Monate. Und ich kann mich jederzeit an sie wenden, wenn ich Fragen oder Probleme habe. Sie haben unheimlich viel Erfahrung mit Flats und immer eine Antwort parat.
An Deiner Stelle würde ich mir die Elterntiere und die Züchter gut anschauen, ob beides gut passt. Ich habe auch so ein Arbeitstier (Flatti halt eben*dreh*) , der aus einer jagdlichen Leistungszucht stammt. Ich selber habe aber auch keine Ambitionen zur Jagd. Ist aber kein Problem, da es jede Menge andere Dinge gibt um den Hund den Anlagen entsprechend auszulasten. Wir machen z. B. Dummyarbeit, Suchspiele, Apportierspiele ( Barcley liebt es mir im Haushalt zu helfen, wie z. B. Leere PET Flaschen rausbringen, Zeitung apportieren). Seine Wurfgeschwister machen teilweise Mantrailing und das klappt auch hervorragend. Aber eines haben sie alle gemeinsam, sie wollen arbeiten und beschäftigt werden. Also einfach nur ne Ründe spazieren gehen ist bei uns nicht. Bei uns gibt es Entertainment pur und wir haben einen sehr ausgeglichenen Hund Zuhause.
Ob eine Arbeitslinie zu einem passt, muss jeder selber wissen. Aber ich liebe das quirlige! Tatsache ist aber auch, dass ein Flat was die Erziehung anbetrifft, schon anstrengender ist als bei einem Golden oder Labbi ( spreche aus eigener Erfahrung, da ich ja auch noch meinen Goldenopi habe). Und als Ersthund würde ich auch ins grübeln geraten...

Avalon
09.12.2012, 00:30
Wunschtraum hin oder her, wenn ich mit einem Welpenkäufer nicht auf einer Wellenlänge liege, dann sorry, kann ich dort auch keinen Welpen hingeben.
Und genauso denke ich als Welpenkäufer...für mich muss die Chemie stimmen und die Ideale, die ich habe, auch beim Züchter zu finden sein, ob das nun die ähnliche Aufzucht, Linie, Art des Züchters, die Meinung oder das Drumherum ist.

Das hat nichts mit Wunschdenken zu tun, sondern damit, was ich mir als Maßstab setze.
Für mich ist eben die Chemie unendlich wichtig und ich sage auch meinen Welpenkäufern, dass sie mich zwar nicht heiraten müssen, aber eben auch ein Stück von mir mit ihrem Welpen adoptieren, da ich auch später noch wissen möchte, wie es der Familie geht.
Und ebenso denke ich da als Welpenkäufer....ich möchte auch später noch Kontakt mit meinem Züchter haben.
Ich persönlich würde niemals einen Welpen nur kaufen, weil mir die Verpaarung gut gefällt oder die Anlagen vielversprechend sind, ich aber mit dem Drumherum absolut nicht klarkomme.
Und ich würde auch nie einen Rüden zum Decken ins Auge fassen, der Unmengen deckt, der nur mit Deckbrett deckt oder der bei einem besitzer steht, mit dessen Zuchtmethoden oder dem Umgang mit seinen HUnden ich absolut nicht konform gehen kann als Züchter.
Es mag sein, dass ich da eine Ausnahme bin, aber für mich bedeutet Zucht eben nicht nur Produktion von Welpen, guten Anlagen, Farben oder interessante Verpaarungen....für mich ist auch das menschliche Miteinander ausgesprochen wichtig und wird es auch bleiben, selbst wenn ich zig Mal durchs Alphabet wäre.

sunshine
09.12.2012, 07:36
Da es hier keinen Danke-Button gibt, eben auf diesem Wege:

Danke Christine!!!



Ich denke auch, ein Mindestmaß an Sympathie und Vertrauen sollte vorhanden sein.

Linus1
09.12.2012, 09:22
Wunschtraum hin oder her, wenn ich mit einem Welpenkäufer nicht auf einer Wellenlänge liege, dann sorry, kann ich dort auch keinen Welpen hingeben.
Und genauso denke ich als Welpenkäufer...für mich muss die Chemie stimmen und die Ideale, die ich habe, auch beim Züchter zu finden sein, ob das nun die ähnliche Aufzucht, Linie, Art des Züchters, die Meinung oder das Drumherum ist.

Das hat nichts mit Wunschdenken zu tun, sondern damit, was ich mir als Maßstab setze.
Für mich ist eben die Chemie unendlich wichtig und ich sage auch meinen Welpenkäufern, dass sie mich zwar nicht heiraten müssen, aber eben auch ein Stück von mir mit ihrem Welpen adoptieren, da ich auch später noch wissen möchte, wie es der Familie geht.
Und ebenso denke ich da als Welpenkäufer....ich möchte auch später noch Kontakt mit meinem Züchter haben.
Ich persönlich würde niemals einen Welpen nur kaufen, weil mir die Verpaarung gut gefällt oder die Anlagen vielversprechend sind, ich aber mit dem Drumherum absolut nicht klarkomme.
Und ich würde auch nie einen Rüden zum Decken ins Auge fassen, der Unmengen deckt, der nur mit Deckbrett deckt oder der bei einem besitzer steht, mit dessen Zuchtmethoden oder dem Umgang mit seinen HUnden ich absolut nicht konform gehen kann als Züchter.
Es mag sein, dass ich da eine Ausnahme bin, aber für mich bedeutet Zucht eben nicht nur Produktion von Welpen, guten Anlagen, Farben oder interessante Verpaarungen....für mich ist auch das menschliche Miteinander ausgesprochen wichtig und wird es auch bleiben, selbst wenn ich zig Mal durchs Alphabet wäre.

Christina, dass Du für dich diese Maßstäbe setzt, ist doch ok und auch toll :bravo: Ich wollte mit meinem Post ledeglich zum Ausdruck bringen, dass diese Maßstäbe nicht bei allen Züchtern/Welpenkäufern gelten. Ich möchte das auch nicht bewerten, denn es gibt Menschen, die wollen gerne Kontakt zum Züchter/Welpenkäufer und es gibt Menschen die setzen ihre Prioritäten eben ganz wo anders.
Ich persönlich finde eine vernünftige und sachliche Ebene, auf der man kommunizieren kann sehr viel sinnvoller!

Luna1967
09.12.2012, 11:54
Hallo Christine,

danke für dein Post! Ich bin wohl doch nicht so alleine mit meinen Ansprüchen an einen Züchter...... Das lässt hoffen, das ich wohl einen finde, der das genau so sieht, wie ich.
Ich werde es nun wohl so machen, wie ihr vorgeschlagen habt: einfach bei Züchtern anrufen und einen Termin ausmachen, ob nun Welpen da sind oder nicht. Wenn ich dann den Züchter gefunden habe, dessen Elterntiere vom Wesen her zu mir passen, dann ist es mir im Prinzip schnuppe, wie lange ich auf den Welpen warten muss....

Liebe Grüße und einen schönen zweiten Advent,

Esther

fine
09.12.2012, 12:18
Ich würde nach geplanten Würfen schauen - dann ist der Züchter auf Anrufe und Anfragen eingestellt und ihr habt Zeit, euch kennenzulernen. Auf den Homepages sind auch oft langfristige Planungen zu finden.