PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frage wegen Geschlecht usw.



Anzeige

Anthonia
08.04.2012, 20:36
Hallo zusammen,

Im Juni sollen nun die kleinen Welpen endlich auf die Welt kommen.

Eigentlich wollten wir ein kleines Welpen-Mädchen haben. Nun meinte mein Mann dass es sein kann dass die nach dem kastrieren eine Wesensveränderung mitmachen und aggressiv werden.
Wir hatten gehört dass soll beim Rüden nach der Kastration anders sein?

Gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern bezüglich der Wesenart? Besonders nach der Kastration? (Wir sind eine Familie mit Kindern)

Ist es richtig dass ein Hund 2-3mal läufig sein sollte bis er kastriert wird? Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Kastration?

schrecker82
08.04.2012, 20:46
Erstmal Glückwunsch zu dem Entschluss, sich einen Retriever ins Haus zu holen :)

Ich kenne kastrierte Mädels und habe selbst zwei kastrierte Jungs - ich konnte nirgends eine negative Wesensveränderung feststellen. Gordon wurde recht früh kastriert und ist doch recht kindlich geblieben. Jetzt mit beinahe 5 Jahren merke ich, dass er "erwachsen" wird. Dass es an der Kastra liegt, kann ich nicht beweisen, aber man sagt es dem frühen kastrieren nach, dass es diese Wirkung hat.

Zum Zeitpunkt gibt es versch. Meinungen. Die einen sind dafür es so frh wie möglich zu machen, die anderen sagen einen Hitze, die nächsten sagen erst, wen der Hund auch kopfmäßig erwachsen ist. Und dann widerum die, die ganz dagegen sind ;)


Da ich selbst keine Hündin habe, können dir da andere User sicher besser weiterhelfen.


Ich für mich stehe mehr auf Rüden, ich würde es aber bei der Auswahl eher vom Charkter abhängig machen *g* (so wollte ich zB auch immer nen braunen Labrador - und es wurden ein blonder und ein schwarzer)

Anthonia
08.04.2012, 21:04
Hallo Julia.

Ersteinmal vielen Dank für Deine schnelle Antwort!
Meinst Du mit "erwachsen" dass Gordon nicht mehr so verspielt ist? Das ansich würde ich nicht so dramatisch finden, ich möchte nur nicht dass ein Hund durch eine Kastration aggressiv wird weil er "Probleme mit seinen Hormonen" bekommt.

Wie ist es denn nach einer Kastration mit einem Rüden-hat er dann garkeinen Trieb mehr? Jagt er dann einer läufigen Hündin nicht mehr nach?

Klara&Major
08.04.2012, 21:13
Ich denke, das kann man nie sicher voraus sagen.

Mein Rüde ist nicht kastriert, allerdings ist er auch einfach superlieb und wenig triebig. Er verträgt sich mit allem und jedem und ist auch noch bei läufigen Hündinnen leicht kontrollierbar...

Meine Mädchen sind beide kastriert und haben sich, würde ich sagen, gar nicht verändert.

Allerdings habe ich auch noch nicht gehört, dass es so eine krasse Wesenveränderung bei einem kastrierten Hund gab. Ich denke, ein triebiger Rüde wird nach der Kastra kein Musterknabe.

jacko
08.04.2012, 21:17
Ihr habt den kleinen Wuffl noch gar nicht, und denkt jetzt schon über eine Kastration nach? Warum *hö*

Alani
08.04.2012, 21:18
Hallo Anthonia! :jo85:

Oh ja, die quälende Frage: welches Fellknäuel zieht zu Hause ein... furchtbar... **rot**
Ich persönlich bin auch eher Rüden"Fan", warum das so ist weiß ich auch nicht so genau. :kicher:

Darf ich fragen, warum bei dir der Entschluss einer Kastra schon fest steht, bevor die Fellnasen überhaupt das Licht der Welt erblicken? *hö*

Alani
08.04.2012, 21:20
Ihr habt den kleinen Wuffl noch gar nicht, und denkt jetzt schon über eine Kastration nach? Warum *hö*

Da war wohl eine schneller :)

schrecker82
08.04.2012, 21:20
Oh er ist verspielt wie am ersten Tag *lach* (von Spaziergängern wird er immer als der jüngere meiner beiden gehalten)

Nur mal ein Beispiel:
Er ist leichter zur Ruhe zu bringen, sprich früher zB, da sah er nen Hund, spielte mit ihm und ich konnte machen, was ich wollte, er spielte mit dem Hund solange der mitmachte, ging auch zur Not mit ihm weiter statt mit mir. Jeder Hund den er sah, musste begrüßt werden, musste bespielt werden.

Mittlerweile sagt er kurz Hallo (oder läuft gar weiter, wenn ich das direkt "verlange") und wenn ich "weiter" sage, dann kommt er auch wirklich mit und bricht das Spiel ab.

Ich kan nur von meinen beiden sprechen, bezüglich der "Wirkung" der Kastra.

Connor war nicht wirklich triebig auf Mädels, er war "arschig" gegen Gordon geworden (und auch andere Rüden - jedoch war das händelbar. Gordon hats den ganzen Tag abbekommen). Er hat ihn extrem untergebuttert, von Tag zu Tag mehr, Gordon litt unter seinem kleinen Bruder.

Gordon dagegen war draußen absolut nicht mehr ansprechbar, wie weggetreten. Er hat alles besprungen, was nur bespringbar war und das solange, bis sein Kreislauf zusammenbrach. Zudem hatte er stressbedingten Dauerdurchfall.

Heute versucht er als Übersprungshandlung hier und da noch sein Kissen zu rammeln, aber da reicht ein Blick von mir und er hört auf und legt sich hin. Vorher war es ein erheblicher Kraftaufwand ihm seine Kissen, Spielies etc. zu entreißen.

Seine Nase hat man ihm nicht abgeschraubt ;) Er (und auch Connor) ist draußen schon noch am schnüffeln wenn eine heiße Dame vor ihm hergelaufen ist. Aber er ist ansprechbar, hört und läuft icht gabernd/zähneklappernderweise durch die Gegend ohne auch nur ansatzweise zu schauen, wo er hinläuft. Und besprungen werden die Mädels auch nicht.

Da meine beiden mt Erbkrankheiten behaftet sind, war es leichter den Entschluss für die Kastra zu treffen (es reicht wenn die Erzeuger diese Gene weiter verbreiten) - dennoch denke ich dass Gordon ein paar Monate länger mit Männlichkeit schon nicht geschadet hätten, er war wirklich noch ein Kind mit 10 Monaten (wenn er denn nicht so Probleme damit gehabt hätte, wäre er länger "intakt" geblieben - nachdem mir aber auch der TA dazu riet -der übrigens nichts daran verdiente, es war also kein Rat wegen Geldmacherei, haben wirs zeitig durchgezogen ).

Anthonia
08.04.2012, 21:20
Danke für Deinen Erfahrungsbericht!

Ich habe eben gerade mal das Posting ganz oben gelesen :Hündin oder Rüde.
Darin steht beschrieben dass die Hündin evtl mit Stimmungsschwankungen zu tun hat vor oder währen der Läufigkeit. Gehen diese Schwankungen denn mit einer Kastration weg? Oder ist ein Kastration keine Garabtie dafür?

Anthonia
08.04.2012, 21:26
Nein, es steht absolut nicht fest mit der Kastration. Ich erkundige mich nur über Vor- oder Nachteile!

momoline
08.04.2012, 21:27
Über ein aggressives Verhalten "nach" der Kastra hab ich persönlich noch nichts gehört und ich kenne auch keinen Hund bei dem das zutrifft!
Eher im Gegenteil. Wobei man das pauschal natürlich nicht sagen kann!

Wir selbst haben uns (nach einiger Überlegung) für eine gelbe Hündin entschieden, obwohl wir zuerst einen schwarzen Rüden wollten!
Der Grund dafür war, dass man uns sagte, Hündinnen wären leichtführiger
und leichter zu erziehen. Hündinnen würden sich generell mit allem gut verstehen! Wir waren 1.Hundehalter und hatten keine Erfahrungen.

Unsere Momo wurde mit 4 Jahren kastriert, weil sie 2x scheinträchtig war. Sie hat sehr darunter gelitten und war nicht mehr sie selbst! 5x war sie heiß und hat ihre Läufigkeit eigendlich immer problemlos hinter sich gebracht! Nach der Kastration kam sie wieder zur Ruhe und wurde zu dem Momo-Engel den wir jetzt haben!

Amati.04
08.04.2012, 21:28
Huhu!

Ich bin auch ein Rüden Fan, hatte aber auch schon Hündinnen. Alle waren nicht kastriert. Für mich kommt eine kastration nur aus medizinisch notwendigen Gründen in Frage, genau wie beim Menschen. Agreesivität hat andere Auslöser (z.B. ein ängstlicher Hund, bei dem die Ängstlichkeit oder Unsicherheit verstärkt wird, und ich würde einen intakten Rüden oder Hündin nur kastrieren, wenn ihr Verhalten einige Agressive Züge aufweist, die eindeutig mit dem Hormonhaushalt zusammenhängen. Ist der Hund Problemlos, warum kastrieren? Jeder Eingriff in die Natur sollte unbedingt dreifach überlegt sein und nicht einfach so getroffen werden. Leider verdienen TA damit ne Menge Geld und werden deshalb kaum im Sinne des Hundes entscheiden. Schade!

Ich meine, ich lass mich ja auch nicht einfach so operieren.

Bitte denk darüber ganz genau nach, und schau Dir Deine MAus erst mal an, vielleicht ist diese ganze Überlegung vollkommen überflüssig!

jacko
08.04.2012, 21:28
Nein, es steht absolut nicht fest mit der Kastration. Ich erkundige mich nur über Vor- oder Nachteile!
ach so... *peace1*

Amati.04
08.04.2012, 21:30
Lasst euch Zeit!

Anthonia
08.04.2012, 21:30
Achso meintest Du das, hab verstanden, Danke der Aufklärung, Julia*peace1*

Haben Hündinnen nach einer Kastration noch Blutungen wie bei der Läufigkeit?

Amati.04
08.04.2012, 21:31
Nein, dass ist der Grund, warum die meisten Menschen ihre Süßen bereits vor (!) der ersten Läufigkeit kastrieren lassen.

Kirschblüte
08.04.2012, 21:31
Danke für Deinen Erfahrungsbericht!

Ich habe eben gerade mal das Posting ganz oben gelesen :Hündin oder Rüde.
Darin steht beschrieben dass die Hündin evtl mit Stimmungsschwankungen zu tun hat vor oder währen der Läufigkeit. Gehen diese Schwankungen denn mit einer Kastration weg? Oder ist ein Kastration keine Garabtie dafür?

Fenja war vor ihrer ersten Läufigkeit einfach noch ein absolutes Baby.
Vom Kopf her, vom Verhalten. Zu allen Hunden wurde hingerast, das war mit der Läufigkeit irgendwie vorbei. Sie mag noch immer hin, aber ich kann sie vorher zu mir ranrufen und erteile ihr dann die Erlaubnis.
Sie wurde sicherer. Und das wird sie auch mit jeder Läufigkeit, umso älter sie wird.
Ich sehe keinen Sinn in einer frühen Kastration, wenn es medizinisch nicht notwendig ist. Natürlich reduziert eine Kastra vor der Läufigkeit die Chance auf zB Gebärmutterkrebs, dafür bleibt der Hund immer Baby, Kind. Reift körperlich nicht richtig aus, wird vllt sogar von anderen Hunden nie richtig ernst genommen, da ja noch Kind.
Also ich an eurer Stelle würde mich einfach auf euren Welpi freuen, und in einem Jahr vllt anfangen mich langsam darüber zu informieren.

Jetzt finde ich es schon arg früh.

momoline
08.04.2012, 21:34
Ich habe von einer amerik. Studie gelesen, die besagt, das das Risiko eines Mammatumors + Gebärmutterkrebs auf fast 0% sinkt, wenn man seine Hündin "vor" der ersten Läufigkeit kastrieren lässt!
Zu den Stimmungsschwankungen kann ich sagen: Jo, Momo war sehr deprimiert, vor + nach der Läufigkeit! Während war sie sehr lieb, verschmust aber auch oft genervt und wollte ihre Ruhe haben! Sie war nicht so leistungsfähig und oft müde! Die Blutungen hielten sich aber in Grenzen!

schrecker82
08.04.2012, 21:36
Blutungen hat sie nur, wenn man sie nur sterilisieren lässt (also Eileiter abbinden). Sie ist dann auch weiter interesant für Rüden und kann eine Pyometra bekommen.


Ein Grund für mich eine Hündin zu kastrieren ist zB die ständige Scheinträchtigkeit.


Die Hündin meinte Tante hatte das nach fast jeder Hitze. Jedes Spielzeug war ihr "Baby", idR hatte sie auch Milcheinschuss. Ich denke schon dass das arg stressig ist für den Hund.

Kastriert wurde sie erst kürzlich in einer Not-OP(mit 13 Jahren), weil sie eine Pyo hatte.


Aber wie die anderen schon sagten, lasst den Welpen erstmal auf die Welt kommen, bei euch einziehen. Da bleibt noch viel Zeit sich Gedanken zu machen ;)

Anthonia
08.04.2012, 21:37
Danke, Amati!

Welches Geschlecht würdet Ihr uns denn raten? Einer Familie mit Kindern? Oder ist das egal? Im Thread las ich dass Rüden einfühlsamer und sensiber wären als Hündinnen. Das wäre natürlich ganz in unserem Sinne, da wir Kinder haben.

gast
08.04.2012, 21:41
Ich habe von einer amerik. Studie gelesen, die besagt, das das Risiko eines Mammatumors + Gebärmutterkrebs auf fast 0% sinkt, wenn man seine Hündin "vor" der ersten Läufigkeit kastrieren lässt!
Zu den Stimmungsschwankungen kann ich sagen: Jo, Momo war sehr deprimiert, vor + nach der Läufigkeit! Während war sie sehr lieb, verschmust aber auch oft genervt und wollte ihre Ruhe haben! Sie war nicht so leistungsfähig und oft müde! Die Blutungen hielten sich aber in Grenzen!

Prof. Ganslsoßer hat diese Frage so beantwortet:
.....Eine gesundheitliche Absicherung der Hündin durch Kastration ist auch nach neueren veterinärmedizinischen Erkenntnissen nicht das Mittel der Wahl. Insbesondere in Bezug auf Gesäugetumoren sind andere Risikofaktoren, nämlich beispielsweise Fehlernährung (zu eiweißreich, und insgesamt Überernährung und Fettleibigkeit) im ersten Lebensjahr, sowie mehrfache chemische Läufigkeitsunterdrückung, als Risikofaktoren wesentlich höher einzuschätzen, und haben die eigentliche statistische Aussagekraft für eine mögliche Tumorbildung.

Außerdem ist zu berücksichtigen, dass die häufig angeführten Studien verschweigen, von welcher Grundgesamtheit ausgehen, da beispielsweise eine solche Tumorproblematik bei Hündinnen nur bei zwei bis acht Prozent, je nach Altersklasse, aller unkastrierten Hündinnen jeweils auftreten würden.

schrecker82
08.04.2012, 21:41
Das ist total egal ;) Es kommt auf den einzelnen Hund drauf an, nicht aufs Geschlecht.

Meine zwei sind Jungs - lieben Kinder abgöttisch (ich habe selbst aber keine - wenns nach den beiden ginge, hätte ich wohl 10 *lach*).

Meine Tante hat ne Hündin, die vor 3 Jahren (mit 10) ein Kind vor die Nase gesetzt bekam, und es klappt prima.

Amati.04
08.04.2012, 21:42
Das ist egal, was rät der Züchter denn?

Bei uns hat der Züchter sehr viel mit uns geredet um den richtigen Charakter herraus zu finden, der zur jeweiligen Familie passt. Er achtet normalerweise darauf, dass jeder Welpe genau das bekommt, was er braucht. Also ein dominanter Hund, egal welches Geschlecht eine Persönlichkeit, die mit dem Charakterzug klar kommt, eine schüchterne Nase jemanden der souverain ist und Selbstsicherheit ausstrahlt....

Anthonia
08.04.2012, 21:42
Und dann wäre auch noch wichitg um sich für das Geschlecht zu entscheiden:

Ich kenne jemanden der einen Rüden hat, der fast nicht zu bändigen ist wenn er Hündinnen sieht. Die haben da richtig Probleme. Daher auch meine Frage wie das in so einem Falle mit einer Kastration aussieht. D
Oder meint Ihr das ist eine reine Erziehungssache?

Amati.04
08.04.2012, 21:48
Leider nicht!

Manche Hunde sind da eher empfindlicher!

Amati und ich arbeiten in einer Hundeschule, er ist ein Super toller, kommt mit zu den Welpen, schlichtet Streitereien bei den Junghunden, geht jedem Streit aus dem Weg, aber haut auch jemandem aufs Maul, wenn er zu penetrant ist. Er arbeitet super beim Dummytraining und findet garantiert jedes Opfer bei der Flächensuche.

Aber es gibt ein paar Hündinnen, die ihm den Kopf verdrehen. Bei manchen ist es egal, wenn sie heiß sind, aber bei 2- 3 wenigen geht nichts meht! Durchfall, keinen Hunger....

Dann gibt es bestimmte Bachblüten, die unsere Homäopathin mit ihm rausgesucht hat und nach ca ein bis zwei Tagen ist der Spuk vorbei!

Alani
08.04.2012, 21:52
Ich denke das kann mich nicht pauschal für jeden Hund beantworten. Hat man eine Ahnung, dass es Hormonbedingt ist,kann man auch erstmal einen Kastra-chip setzen bevor man die Nase unters Messer schickt. ;)
Ich hätte auch schon beide Geschlechter. Meine Rüden und Kinder,einfach traumhaft. Der Hündin habe ich da nicht so getraut. War vielleicht auch Rassebedingt ein Unterschied.
Wenn man sich nicht zwischen den Geschlechtern entscheiden kann und keines favorisiert, dann würde ich mich stundenlang mit dem Züchter auseinandersetzen und die Kleinen ganz genau beobachten. Und ich denke,dass es für den Hund dann auch einfach ganz nirmal ist, wenn er mit Kindern aufwäc hst.

Anthonia
08.04.2012, 22:05
Hmm, schwierig. Ich würde wohl eher zum Rüden tendieren, eigentlich zögere ich nur, wegen des Triebes...was ist wenn er mir abhaut und ich ihn nicht wieder kriege...das ist es warum ich mich dann vielleicht für eine Hündinentscheiden würde.

Amati.04
08.04.2012, 22:07
Ich sehe es meinem Hund an, wenn er derartiges im Sinn hat!

Eine Hündin kann auch abhauen!

Außerdem finde ich Jagdtverhalten viel schwieriger, das Problem hast Du dann immer! So sind es nur die eine oder andere heiße Maus!

Ach so, und irgendwann kommt er wieder, spätestens wenn er Hunger hat!

Anthonia
08.04.2012, 22:13
Du siehst es Deinem Hund an bevor er abhaut? Sind die nicht dann rasend schnell?*denk*

Also, ich würd ja lieber nen Rüden nehmen wenn er wirklich sensibler und einfühlsamer ist...habt Ihr auch die Erfahrung?

Alani
08.04.2012, 22:14
Wie Birgit schon sagt,auch eine Hündin KANN zur Jagd aufbrechen wenn ihr danach ist*wech*

Ein Welpe ist ein klein wenig ein Überraschungsei. Viel ist veranlagt, viel ist Charakter, aber noch mehr ist es das was der Mensch daraus macht.
Schau dir Die Kleinen an, und höre auf deinen Bauch. :)

Alani
08.04.2012, 22:17
Du lernst den Hund kennen.... Und irgendwann sieht man es, BEVOR der Rabauke Reißaus nehmen will ;)

Ja, ich persönlich hab die Erfahrung mit Rüden gemacht.

Amati.04
08.04.2012, 22:19
Glaub mir, Du wirst Deinen Hund kennenlernen und lesen lernen. Ihr werdet Euch ohne Worte verstehen und Du weißt schnell, was er denkt und fühlt und vor allem ausheckt!

Du hast doch Kinder! Wie ist es denn bei Ihnen? Da weißt Du es doch auch!

Amati.04
08.04.2012, 22:20
Rüden sind offen und ehrlich! Wenn sie sich eine hauen, dann hauen sie sich eine! Und dann gut!

Mädchen sind halt wie Mädchen! Das kennst Du doch selber!

Anthonia
08.04.2012, 22:32
Ich danke Euch für Eure Entscheidungshilfe!
Nun werden wir ersteinmal in Ruhe über die gesamten Infos nachdenken *denk**peace1*Und ich werd nochmal den Züchter befragen. Danke!! Das war seeerh hilfreich!

Nadine-Amy
08.04.2012, 22:34
Ich habe eine Hündin die mit 7 Monaten kastriert wurde!Sie hat keine Stimmungsschwankungen und ist alles andere als aggressiv! Amy ist ein ganz lieber schmusebär ist zu allem und jedem lieb! Passt ihr was bei Hunden nicht setzt Sie sich auch durch!Sie wurde so früh kastriert weil unser Tierarzt dazu geraten hat um das gesäuge und Gebärmutter Krebs Risiko gering zu halten!

Amati.04
08.04.2012, 22:35
Ich hoffe, Du hast jetzt nicht eine schlaflose Nacht vor Dir!

gast
08.04.2012, 22:35
Eigentlich wollten wir ein kleines Welpen-Mädchen haben. Nun meinte mein Mann dass es sein kann dass die nach dem kastrieren eine Wesensveränderung mitmachen und aggressiv werden.

Wir hatten gehört dass soll beim Rüden nach der Kastration anders sein?

Gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern bezüglich der Wesenart? Besonders nach der Kastration? (Wir sind eine Familie mit Kindern)

Ist es richtig dass ein Hund 2-3mal läufig sein sollte bis er kastriert wird? Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Kastration?

Erst mal ist es sehr schön, dass Du Dir Gedanken um diese Fragestellung machst.
Aber das ist so zu sagen der dritte vor dem erste Schritt.
Ein normal sozialisierter Hund muß nicht zwingend kastriert werden. Oft nehmen Menschen das zum Anlass, weil sie in der Erziehung und Sozialisation große Fehler gemacht haben, um es dann mit einer Kastra wieder "hinzubiegen", wenn der Hund Verhaltensauffällig wurde.

Die Frage ist
1. warum ist der Hud verhaltensauffällig
2. was wurde bis lang dagegen unternommen

Was heißt Aggressiv? Ist es das Bellen an der Leine, das Zubeißen, weil der Mensch falsch reagiert hat?
Agression hat Ursachen, die oft im menschlichen Versagen begründet liegen und nicht weil die Hormone des Hundes "falsch" gesteuert sind.

Die Aussage Deines Mannes

Nun meinte mein Mann dass es sein kann dass die nach dem kastrieren eine Wesensveränderung mitmachen und aggressiv werden.ist leider zu pauschal. Eine Kastra kann sehr positiv für den Hund sein, wenn z.B. der Testeronspiegel für den Rüden zu hoch ist. Aber genauso kann er das Gegenteil für den Rüden bewirken, wenn das nicht der Fall ist. Das alles sollte ein Tierarzt genau beurteilen ggf. durch Einsatz eines Kastrachips, was zwar nicht identisch mit dem operativen Eingriff zu sehen ist, aber in vielen Fällen eine gute Tendenz voraussagen kann.
Ich habe nun einige kastrierte Hündinnen und Rüden erlebt, da gab es Hunde, die durchaus viel Gutes durch die Kastration erlebt haben und es gab einige Ausnahmen, wo die Kastra wenig bis Negative gebracht haben.
Pauschal kastrieren lassen, um einem "lieben" Hund zu bekommen ist ziemlich dumm gedacht, denn es gehört etwas mehr dazu nur dem Hund die Hormone wegoperieren zu lassen.
Viel wichtiger ist bei einem Welpen, egal welchen Geschlechtes, welche Prägung und Erziehung er erfährt und da ist der MENSCH gefordert und nicht das Skapell...
Dazu zählt auch die Auswahl beim Züchter. Ein guter Züchter kann sehr gut beurteilen wecher Welpe für den Käufer geeignet ist.
Deshalb ist die Wahl des Züchters die erste Frage und sollte sorgfälltig überlegt und geprüft werden

Hüdinnen sind oft Zicken, schließen sich aber etwas intensiver der Familie an und gelten von daher etwas "leichtführiger".
Rüden sind klarer und selten zickig, sie streiten sich und vertragen sich ... wie Jungs halt. Dafür sind sie oft etwas eigenwilliger in der Erziehung... so sind meine langjährigen Erfahrungen, die aber immer von Hund zu Hund sehr unterschiedlich sein können.

Ich persönlich würde es ein wenig von der Umgebung abhängig machen. Für einen Rüden ist es sicher schwieriger unter lauter läufigen Nachbarshündinnen zu leben und eine Hündin wird es sicher nicht mögen,
wenn sie 20 Rüden aus der Nachbarschaft in der Läufigkeit abwehren muß.

Selber muß man sich fragen, ob man mit der 2 mal jährlichen Läufigkeit klar kommt, denn das ist eine Zeit, die ohne Frage etwas anstrengend für den Hundebesitzer sein kann.
Bei Rüden hat man diese Zeit nicht, aber schon mal das Thema Pöpelei und Rauferei.Da ist der Mensch gefordert den Hund passend zu erziehen und es nicht als Gottergeben hinzunehmen
Ein Kastrat wird oft unter Hunden nicht für voll genommen, das kann ich von einem eigenem Rüden behaupten. Gerade wenn sie frühkastriert werden, verbleiben diese Hunde auf dem Niveaue eines sehr unreifen Hundes und das wird in Hundegruppen schnell mal zur Mobberei gebutzt. Natürlich kann man das nicht pauschal sehen, aber für mich käme eine Frühkastration aus diesem Grund nicht in Frage. Sondern erst nach deutlicher Geschlechtsreife. Aber da scheiden sich die Geister, wann es der richtige Zeitpunkt ist.

Ich sehe hier in der Umgebung viele Rüdenbesitzer, die schlichweg bei der Erziehung gepennt haben und deswegen Probleme mit dem Hund haben, da hilft auch kein Skalpell, dass ist menschliches Versagen....*wand*

Übrigens mein früherer Rüde liebte eine kastrierte Hündin heiß und innig. Wenn die auf den Platz kam, war er wie vom anderem Stern und ich konnte wieder nach Hause fahren, das änderte sich auch nach der Kastration nicht. ;-)))

Mein jetziger Rüde ist nicht kastriert.

Alani
08.04.2012, 22:38
http://www.drc.de/gesund/kastratr.html


http://www.drc.de/gesund/sex1.html


Hab ich grad beim stöbern noch gefunden. Vielleicht steht ja etwas Nützliches für dich drin :)

Amati.04
08.04.2012, 22:41
Erst mal ist es sehr schön, dass Du Dir Gedanken um diese Fragestellung machst.
Aber das ist so zu sagen der dritte vor dem erste Schritt.
Ein normal sozialisierter Hund muß nicht zwingend kastriert werden. Oft nehmen Menschen das zum Anlass, weil sie in der Erziehung und Sozialisation große Fehler gemacht haben, um es dann mit einer Kastra wieder "hinzubiegen", wenn der Hund Verhaltensauffällig wurde.

Die Frage ist
1. warum ist der Hud verhaltensauffällig
2. was wurde bis lang dagegen unternommen

Was heißt Aggressiv? Ist es das Bellen an der Leine, das Zubeißen, weil der Mensch falsch reagiert hat?
Agression hat Ursachen, die oft im menschlichen Versagen begründet liegen und nicht weil die Hormone des Hundes "falsch" gesteuert sind.

Die Aussage Deines Mannes

ist leider zu pauschal. Eine Kastra kann sehr positiv für den Hund sein, wenn z.B. der Testeronspiegel für den Rüden zu hoch ist. Aber genauso kann er das Gegenteil für den Rüden bewirken, wenn das nicht der Fall ist. Das alles sollte ein Tierarzt genau beurteilen ggf. durch Einsatz eines Kastrachips, was zwar nicht identisch mit dem operativen Eingriff zu sehen ist, aber in vielen Fällen eine gute Tendenz voraussagen kann.
Ich habe nun einige kastrierte Hündinnen und Rüden erlebt, da gab es Hunde, die durchaus viel Gutes durch die Kastration erlebt haben und es gab einige Ausnahmen, wo die Kastra wenig bis Negative gebracht haben.
Pauschal kastrieren lassen, um einem "lieben" Hund zu bekommen ist ziemlich dumm gedacht, denn es gehört etwas mehr dazu nur dem Hund die Hormone wegoperieren zu lassen.
Viel wichtiger ist bei einem Welpen, egal welchen Geschlechtes, welche Prägung und Erziehung er erfährt und da ist der MENSCH gefordert und nicht das Skapell...
Dazu zählt auch die Auswahl beim Züchter. Ein guter Züchter kann sehr gut beurteilen wecher Welpe für den Käufer geeignet ist.
Deshalb ist die Wahl des Züchters die erste Frage und sollte sorgfälltig überlegt und geprüft werden

Hüdinnen sind oft Zicken, schließen sich aber etwas intensiver der Familie an und gelten von daher etwas "leichtführiger".
Rüden sind klarer und selten zickig, sie streiten sich und vertragen sich ... wie Jungs halt. Dafür sind sie oft etwas eigenwilliger in der Erziehung... so sind meine langjährigen Erfahrungen, die aber immer von Hund zu Hund sehr unterschiedlich sein können.

Ich persönlich würde es ein wenig von der Umgebung abhängig machen. Für einen Rüden ist es sicher schwieriger unter lauter läufigen Nachbarshündinnen zu leben und eine Hündin wird es sicher nicht mögen,
wenn sie 20 Rüden aus der Nachbarschaft in der Läufigkeit abwehren muß.

Selber muß man sich fragen, ob man mit der 2 mal jährlichen Läufigkeit klar kommt, denn das ist eine Zeit, die ohne Frage etwas anstrengend für den Hundebesitzer sein kann.
Bei Rüden hat man diese Zeit nicht, aber schon mal das Thema Pöpelei und Rauferei.Da ist der Mensch gefordert den Hund passend zu erziehen und es nicht als Gottergeben hinzunehmen
Ein Kastrat wird oft unter Hunden nicht für voll genommen, das kann ich von einem eigenem Rüden behaupten. Gerade wenn sie frühkastriert werden, verbleiben diese Hunde auf dem Niveaue eines sehr unreifen Hundes und das wird in Hundegruppen schnell mal zur Mobberei gebutzt. Natürlich kann man das nicht pauschal sehen, aber für mich käme eine Frühkastartion aus diesem Grund nicht in Frage. Sondern erst nach deutlicher Geschlechtsreife. Aber da scheiden sich die Geister, wann es der richtige Zeitpunkt ist.

Ich sehe hier viele Rüdenbesitzer, die schlichweg bei der Erziehung gepennt haben und deswegen Probleme mit dem Hund haben, da hilft auch kein Skalpell, dass ist menschliches Versagen....*wand*

Übrigens mein früherer Rüde liebte eine kastrierte Hündin heiß und innig. Wenn die auf den Platz kam, war er wie vom anderem Stern und ich konnte wieder nach Hause fahren, das änderte sich auch nach der Kastration nicht. ;-)))

Mein jetziger Rüde ist nicht kastriert.


Du sprichst mir aus der Seele, aber eines möchte ich ergänzen:

Auch für den Rüden ist es nicht immer lustig unter Dauerstress zu stehen ( sofern er sensibel auf das weibliche Gegenüber reagiert) und für den Menschen leider auch nicht!

gast
08.04.2012, 22:44
Du sprichst mir aus der Seele, aber eines möchte ich ergänzen:

Auch für den Rüden ist es nicht immer lustig unter Dauerstress zu stehen ( sofern er sensibel auf das weibliche Gegenüber reagiert) und für den Menschen leider auch nicht!

das stimmt...deshalb ist es eine Fall zu Fall Entscheidung und kann nicht pauschal beantwortet werden.*peace1*

Amati.04
08.04.2012, 22:47
Jepp! Also wie gesagt, Hund kennenlernen und dann entscheiden!

gast
08.04.2012, 22:49
Jepp! Also wie gesagt, Hund kennenlernen und dann entscheiden!

jepp und nicht von vornherein an Kastration denken.... *prost*

Anthonia
09.04.2012, 00:03
Jo, machen wir :o)

Ich glaub, schlafen kann ich noch *peace1*

kalli
09.04.2012, 01:53
Ich sehe es meinem Hund an, wenn er derartiges im Sinn hat!

Eine Hündin kann auch abhauen!

Außerdem finde ich Jagdtverhalten viel schwieriger, das Problem hast Du dann immer! So sind es nur die eine oder andere heiße Maus!

Ach so, und irgendwann kommt er wieder, spätestens wenn er Hunger hat!

Dann möchte ich hoffen, dass Dir nie passiert, was uns passiert ist. Ich dachte auch, das ein Hund mit hervorrangender BHP und starker Bindung immer auf uns hören würde.......leider nicht. Mein kleiner Kerl ist ein einziges Mal abgehauen und hat das mit dem Leben bezahlt. Sorry, solche Aussagen,spätestens wenn er Hunger hat kommt er zurück, die kann ich nicht nachvollziehen.Bei uns war es eine heiße Hündin.......mein Junge war nicht kastriert, es gab auch keinen Anlass für eine Kastration. Er war völlig ausgeglichen, unaufgeregt und immer zufrieden jedem Geschlecht gegenüber. Und trotzdem ist es passiert, warum? Ich hätte auch gedacht, ich sehe ihm an falls er abhauen sollte...........

kalli
09.04.2012, 02:05
Mittlerweile haben wir seit fast 3 Jahren diesen Süßen da <----------, einen Rüden, nicht kastriert, ruhig, liebevoll, ausgeglichen, wieder Bester mit BHP und starker Bindung. Für uns kein Grund zur Kastration, für mich allerdings schon Stress, wenn er sich ohne Leine weiter als 20 Meter entfernt. Ich kann da schlecht abschalten. Eine Hündin hatten wir nie, kann ich also auch nicht beurteilen. Rüden haben so etwas herziges und liebevolles. Ich würd immer wieder einen nehmen.

MIKA
09.04.2012, 19:01
Man kann nicht so einfach sagen: ein Rüde ist so und eine Hündin so. Jeder Hund ist ein Individium. Vertraut doch einfach auf euch. Wartet ab, bis die kleinen geboren sind und dann schaut sie euch an. "Euer" Hund wird euch schon ins Herz schauen, ganz bestimmt. Egal ob Hündin oder Rüde.*ooo*

Anthonia
09.04.2012, 19:25
Ach Mensch, Kalli. Das tut mir sehr Leid und ich kann gut verstehen dass Du angespannt bist wenn er sich weiter als 20 Meter von Dir weg bewegt. Umso mehr freu ich mich für Euch dass Ihr so glücklich mit Eurem Süßen seid*01*

Ich freue mich zu lesen welche Erfahrungen Ihr alle mit Euren Hunden gemacht habt! Danke dafür!

Ich bin sicher wir werden DEN richtigen Hund in dem Wurf finden. Wir freuen uns tierisch!!!

Was heißt denn BHP?

kalli
09.04.2012, 19:37
BHP ist die Begleithundprüfung. Kannst du hier im Forum auch drüber lesen. Und ja, ihr findet schon den Hund, der zu euch passt. Ein verantwortungsvoller Züchter wird euch auch entsprechend beraten.

Sky & Artura
09.04.2012, 20:05
Ich habe von einer amerik. Studie gelesen, die besagt, das das Risiko eines Mammatumors + Gebärmutterkrebs auf fast 0% sinkt, wenn man seine Hündin "vor" der ersten Läufigkeit kastrieren lässt!
Zu den Stimmungsschwankungen kann ich sagen: Jo, Momo war sehr deprimiert, vor + nach der Läufigkeit! Während war sie sehr lieb, verschmust aber auch oft genervt und wollte ihre Ruhe haben! Sie war nicht so leistungsfähig und oft müde! Die Blutungen hielten sich aber in Grenzen!

Ja, aber die anderen sagen, dass, wenn eh krebsveranlagt, sie einen anderen Krebs bekommen.

Nicht falsch verstehen, ich meine das jetzt nicht böse, aber mit dem Thema "Kastration" würde ich mich erst 100%ig beschäftigten, wenn es eine Lösung sein kann, wie z. B. bei Momo. Die Hündin vor der ersten Läufigkeit kastrieren zu lassen, finde ich sogar grob fahrlässig. Sie bekommt so nie in ihrem Leben die Chance, erwachsen zu werden, Hormone zu bilden etc. Oder bei einem Rüden, der sehr triebig ist/wird, würde ich es vorher einmal mit einem Chip versuchen, um zu sehen, ob eine Kastration die Lösung sein kann.

Ich kenne auch Halter, denen es mit einer läufigen Hündin einfach zu viel Arbeit macht, z. B. auf sie aufzupassen, einige Bluttropfen in der Wohnung o. Ä. Dasselbe bei einem Rüden, der auch Flüssigkeiten verlieren kann.

Man sollte sich aber schon darüber im Klaren sein, dass eine Kastration eigentlich (es hält sich nur nicht ein TA daran) nur aus medizinischen Gründen erfolgen darf. Lt. Tierschutzgesetz ist eine Kastration eine Amputation.

LukeBär
09.04.2012, 20:18
Ich würde immer wieder einen Rüden nehmen !!!! Die meiste Hündinen die ich kenne sind zickig *giggle*

gast
09.04.2012, 20:58
Ja, aber die anderen sagen, dass, wenn eh krebsveranlagt, sie einen anderen Krebs bekommen.

Nicht falsch verstehen, ich meine das jetzt nicht böse, aber mit dem Thema "Kastration" würde ich mich erst 100%ig beschäftigten, wenn es eine Lösung sein kann, wie z. B. bei Momo. Die Hündin vor der ersten Läufigkeit kastrieren zu lassen, finde ich sogar grob fahrlässig. Sie bekommt so nie in ihrem Leben die Chance, erwachsen zu werden, Hormone zu bilden etc. Oder bei einem Rüden, der sehr triebig ist/wird, würde ich es vorher einmal mit einem Chip versuchen, um zu sehen, ob eine Kastration die Lösung sein kann.

Ich kenne auch Halter, denen es mit einer läufigen Hündin einfach zu viel Arbeit macht, z. B. auf sie aufzupassen, einige Bluttropfen in der Wohnung o. Ä. Dasselbe bei einem Rüden, der auch Flüssigkeiten verlieren kann.

Man sollte sich aber schon darüber im Klaren sein, dass eine Kastration eigentlich (es hält sich nur nicht ein TA daran) nur aus medizinischen Gründen erfolgen darf. Lt. Tierschutzgesetz ist eine Kastration eine Amputation.
da geh ich mit.
Die Vielzahl der Hundehalter lassen ohne medizin. Grund kastrieren, da es einfach und leichter erscheint.
Aber es bleibt ein mediz, Eingriff in den Hormonhaushalt des Hundes und das aus Bequemlichkeit des Menschens...???... *grübbel*
Wenn man sich einen Hund ins Haus holt, übernimmt man eine Verantwortung, egal ob Rüde oder Hündin.
Jeder Hund hat sein "Für" und "Wider", mit dem ich mich auseinandersetzen muß.
Ist es die Zickigkeit der Hündin, muß ich mir überlegen wie ich damit umgehen kann und ist es die Rüdenpöbelei, so überlege ich mir als Hundehalter entsprechende Maßnahmen für den Hund. Ich kann durch die Kastra doch nicht die Verantwortung ablegen den Hund in entsprechenden Situatuionen zu lenken. Es ist auch ein Irrglaube, dass die Kastration alle Probleme, die dem Menschen negativ auffallen, gelöst werden
Kastra = lieber wohlerzogener Wuffel ist schlichtweg ein Ammenmärchen.
Ich kenne genügend Hunde, die sind kastriert und haben ein schlechtes soziales Benehmen. Ich höre dann oft "der ist doch kastriert, das verstehe ich jetzt nicht..."
So einfach geht das nicht... Kastra= lieb und brav.
Ich als Mensch bin gefordert die Weichen zu stellen, also eine gute Sozialisation im Welpenalter zu leisten, den Hund hundegerecht in sein Leben zu begleiten und nicht zu hoffen, dass er das so nebenbei lernt sich passend zu Verhalten. Ein Welpe ist wie ein Kind, das auch erst mal lernen muß sich mit seinen Artgenossen auseinder zu setzen. Wenn ein Jugendlicher zu stark rummotz bekommt er auch von den Eltern passende Worte gesagt und so eben auch beim Hund.
Welpenstunde in der Hundeschule ist nicht nettes Abquatschen mit der ganzen Familie im Schlepptau und anschließend Kaffeeklatsch am Zaun mit Gleichgesinnten, sondern Übung und Anleitung für das spätere Leben. Natürlich ist es putzig dem Treiben zu zusehen, aber das hat ernste Verhaltenshintergründe. Es hat mit dem "der will doch nur spielen" so rein gar nichts zu tun. Hier werden ganz viele Weichen für später gestellt, die der Hundebeistzer zu veratworten hat, wenn er nicht richtig eingreift, da hilft eben kein Skapell zum späterem Zeitpunkt. Wenn der Rüde pöppelt und niemand ihm rechtzeitig beigebracht hat, was er anstelle dieser Unart tun soll, ja wie soll er den anders reagieren... er kennt doch nur diese Pöppelei als Lösung.
Ebenso müssen Familienmitglieder lernen wie ein Hund tickt, dass er Ruhezeiten braucht, weil er sonst einfach gerne überdreht.
Niemand würde von einem Kind verlangen mitten in der Nacht für die Verwandtschaft aufzustehen, weil der Bub doch so süüüß aussieht... manche Hundebesitzer machen so etwas aber am Tag, wenn Nachbars "Uschi" zum Welpenschauen rüber kommt ;-((

Aus Bequemlichkeit den Hund kastrieren zu lassen, weil die Blutstropfen auf den weißen Fliesen stören, oder weil es anstregend ist antizyklisch den Gassigang zu gestalten ist schon echt eine Nummer und hat mit "Tierliebe" rein gar nichts zu tun, das ist pure Bequemlichkeit und Egosismus des Menschens. ;-((( ( auch das Tröpfeln der Rüden= Präputziumkatharr)

Aber erst Mal abwarten wie sich die Lage entwickelt... erst den ersten Schritt wagen, bevor der dritte Schritt dran ist...*peace1*:jo85:

Das was ein großer Hund nicht darf, sollte ein Welpi auch nicht dürfen... nur so mal als Anmerkung, wenn ich so Neuwelpibesitzer erlebe, die das auf dem Schoßsitzen so süß finden. Naja, ein großer 35 kg Labi findet das auch süüüüß, den er weiß es ja nicht anders, es wurde ihm ja so beigebracht.

Anthonia
11.04.2012, 17:26
Hallöchen,

ich hab mttlerweile mit der Züchterin gesprochen, sie würde eine Hündin nehmen weil die ruhiger, liebevoller sind und sich besser anpassen.

Ganz das Gegenteil von dem was ich hier so lese. Sie hat immer Rüden gehabt und weiß wie die sind. Auch Ihr Mann hatte immer Rüden und meinte auch dass die Mädels besser wären.

Und nun? Nun weiß ich garnix mehr Hmmm.

Dann hab ich vorhin noch einen "Nachbarn" getroffen, der seit 3 Jahren einen Golden-Rüden hat. Er meinte er würde sich auch immer nur Rüden anschaffen weil er nicht so gern die Sache mit der Läufigkeit und der damit verbundenen Blutung haben wollte.
Er meinte aber dass die Rüden später wenn sie erwachsen sind ruppiger sind und auch mal ihre Grenzen austesten.
Wie ist das dann mit Kindern? Passt das zusammen?

Was sagt Ihr dazu?

nicki
11.04.2012, 17:30
Wenn es eine gute Züchterin ist, dann wird sie einen passenden Hund für Euch aussuchen.
Wir haben einen Goldenwelpen von 20 Wochen und er ist ein Kuschelmonster wie er im Buche steht. Er ist sanft und lieb und schmusig....

Anthonia
11.04.2012, 17:37
Ach wie schön, ich möchte auch *01*
Habt Ihr einen Rüden?

nicki
11.04.2012, 17:40
Ach wie schön, ich möchte auch *01*
Habt Ihr einen Rüden?

Ja, wir haben nun 2 Rüden....

schrecker82
11.04.2012, 17:56
Ich finde nach wie vor, man kanns nicht vom Geschlecht abhängig machen sondern nur vom einselnen Hund.

Es gibt genauso gut "starke" Hündinnen die testen, die Stunk mit anderen machen etc.

Hunde sind so sehr unterschiedlich.


Schau, ich hab zwei Rüden. Es sind Vollbrüder mit einem Jahr Altersunterschied.

Gordon ist der süße kleine "Ich will immer und mit jedem schmusen"-Typ, der jedem Ärger außen aus dem Weg geht und sofort unterordnet, wenns Krach gibt, es aber zig mal beim gleichen Hund der ihm grad eins gedengelt hat nochmal versucht (vielleicht will der ja doch noch spielen...).

Connor wurde gleich erzogen von mir - und ist der totale Matcho. Unterbuttern lassen? Nix da, er ist doch der Held im Zelt, er hat doch das sagen...er ist dabei händelbar (was ne große Portion Erziehung kostete) und im Freilaufauch sofort bei mir, wenn ich ihn rufe. Das ist das nächste: dieser junge Mann will schaffen, will beschäftigt werden und will mich am liebsten nur für sich (im Gegensatz zu Gordon, der zufrieden ist wenn er schnuffeln darf und regelmäßig geknuddelt wird).

Langer Rede kurzer sinn: Zwei Hunde, gleiche Abstamnung, gleiche Erziehung und doch grundverschieden.


Aber: wusste worauf ich mich einlasse. Eine Freundin von mir hat die Welpen damals "begutachtet" (also rein privat). Sie wusste nicht dass Connor meiner ist und hat damals schon genau vorhergesagt, wie der mal ticken wird (er war der, der immer alles beobachtete und wenn die anderen schlafen gingen, wieder alle weckte).

Sprich: jemand mit Hundeahnung kann schon im Welpenalter etwa sagen, welche Anlagen der Hund (egal welchen Geschlechts) mit sich bringt. Klar, äußere Einflüsse, Erfahrungen die der Hund macht etc. spielen da mit ein. Aber ich bin echt erstaunt, die "Diagnose" damals lautete sinnegemäß "Viel Spaß wem auch immer der mit dem orangenen HB gehört, das wird ein Matcho-***** mit dem man aber sicher viel Freude haben wird"

Und genauso ist es. Matcho-Powerpaket mit Spaßgarantie, das ist er geworden der kleine unscheinbare Welpe...

Trotzdem ist er ein toller "Familienhund" - er liebt Kinder über alles (sie sollten nur etwas standfest sein*g*)

Anthonia
11.04.2012, 18:12
Vielen Dank dass Du Dir die Zeit nimmst, so ausführlich zu berichten, Julia!!!
Das hat meine Frage sehr gut beantwortet!

kalli
11.04.2012, 18:37
Hallöchen,

ich hab mttlerweile mit der Züchterin gesprochen, sie würde eine Hündin nehmen weil die ruhiger, liebevoller sind und sich besser anpassen.

Ganz das Gegenteil von dem was ich hier so lese. Sie hat immer Rüden gehabt und weiß wie die sind. Auch Ihr Mann hatte immer Rüden und meinte auch dass die Mädels besser wären.

Und nun? Nun weiß ich garnix mehr Hmmm.

Dann hab ich vorhin noch einen "Nachbarn" getroffen, der seit 3 Jahren einen Golden-Rüden hat. Er meinte er würde sich auch immer nur Rüden anschaffen weil er nicht so gern die Sache mit der Läufigkeit und der damit verbundenen Blutung haben wollte.
Er meinte aber dass die Rüden später wenn sie erwachsen sind ruppiger sind und auch mal ihre Grenzen austesten.
Wie ist das dann mit Kindern? Passt das zusammen?

Was sagt Ihr dazu?

Die Züchterin unseres Louis ist auch mit seit Jahren mit uns befreundet. Sie hat 6 Hündinnen und 2 Rüden. Sie selbst sagte mir, das die Rüden ihr schmusiger und unaufgeregter vorkommen, aber das sei nur ihre Meinung. Ich habe nun auch 2 Rüden und kann das nur bestätigen. Meine Kinder sind im Alter von ihrem 6. bz. 8.Lebensjahr an mit Hunden aufgeachsen und die Jungs haben sich supertoll benommen. Unser alter hat sogar mal versucht unsere Tochter aus der flachen Nordsee zu retten*tüte*das ist ihm nicht ganz astrein vorgekommen und da isser hin und hat sie sanft am Zopf gezogen...
Allerdings haben mein Mann und ich auch immer darauf geachtet, dass die Jungs nicht von den Kids in irgendeiner Form drangsaliert wurden. Als der 1. Hund zu uns kam, hätt ich lieber eine Hündin gehabt, da mir die Rüden zu massig waren, aber das hat sich bei genauer Betrachtsweise auch gegeben. Aber davon ab, kenne ich auch total liebe Hündinnen....

Miri
11.04.2012, 19:07
Wir hatten früher immer Hündinnen, heute haben wir Rüden. Jeder Hund ist anders und pauschalisieren geht nicht.

Wenn euer Hund dabei ist, dann werdet ihr's bzw. die Züchterin schon merken. Und wenn nicht, dann heißt es halt weiter suchen..

Miri
11.04.2012, 19:09
Und wenn das Geschlecht egal ist, dann ist's doch super ... mehr Auswahl! :grin:

Labbi-Wotan
11.04.2012, 19:22
Also ich bin ja auch ein bekennender Rüden-Fan.
Wotan war nicht kastriert, hat immer super gehört und war ein absoluter Schmusebär. Nur mit anderen Rüden konnte er halt nicht. Ist aber nie ein Problem gewesen, da er sehr gut gehört hat. Paul ist ja nun auch zwei und nicht kastriert. Und ich denke, wenn er sich nicht noch im 180 Grad verändert, bleibt das auch so. Er ist der grösste Schmuser überhaupt.
Im Haus sind beide gleich angenehm.
Ich kenne aber viele Hündinnen (Labbis), die richtige Zicken sind.
Mir ist ein Rüde immer lieber, aber ich an eurer Stelle würde wirklich das Herz entscheiden lassen, wenn es soweit ist.
Und über Kastration erst nachdenken, wenn es wirklich nötig ist.
Ich drücke die Daumen, das ihr "Euren" passenden Welpen findet (oder er euch :kicher:)

Anthonia
11.04.2012, 21:38
Herzlichen Dank an alle!!! Eure vielen Beiträge haben mich sehr sicher gemacht. *dreh*Ja stimmt, dann haben wir mehr Auswahl. Hat ja auch einen großen Vorteil.
Namen haben wir schon für beide Geschlechter :kicher: **rot**

Scout&Simone
11.04.2012, 21:43
ich hab beides..........
und ich muss sagen - Scouti ist so ganz und gar keine Zicke! *dreh*
mit ihr hatte ich noch nie Probleme bei Hundebegegnungen...- sie kann mit jedem Hund! - mit Jesse sieht das schon anders aus.....

aber ich finde auch: jeder Hund ist anders und Dein Züchterin kann Dir bestimmt bei der Auswahl helfen.

Anthonia
11.04.2012, 23:52
Ja, das wird alles :D

Ich hab da grad was von Retrieverwut gelesen...wie oft kommt sowas vor und wie kann ich das einschätzen? Durch was wird sowas ausgelöst?
Da wir Kinder haben interessiert mich das natürlich sehr.

Kirschblüte
12.04.2012, 00:05
Von Retrieverwut hab ich ja noch nie was gelesen geschweige denn gehört!
Wo hast du das her?

nicki
12.04.2012, 08:19
Hannes hat Retrieverwut, wenn sein Futter nicht schnell genug serviert wird:kicher:

Caro u. Tahoe
12.04.2012, 08:46
Von Retrieverwut hab ich ja noch nie was gelesen geschweige denn gehört!
Wo hast du das her?


Doch doch, das habe ich auch schon gelesen. Frag mal die Heike Nick "Goldenlucy". Ich meine sie hatte mal einen Hund der ohne Grund agressiv wurde. Traurige Geschichte.

gast
12.04.2012, 09:38
Von Retrieverwut hab ich ja noch nie was gelesen geschweige denn gehört!
Wo hast du das her?

... dann google mal zu dem Thema... die sogenannte "Retrieverwut" ist schon seit Jahren ein Thema und als Gendefekt bekannt, so ähnlich wie die Cockerwut... ein sehr ernst zu nehmendes Thema... gerade bei den Notfallhunden aus Vermehrerumgebung ... ;-((

Info aus 2009:

Retrieverwut etc
ist meist das SUDDEN ONSET AGGRESSION

wenn es denn überhaupt etwas krankhaftes und nicht falsche Erziehung ist

Hier erklärt:
Eine besondere Form der pathologisch bedingten Aggression ist die Sudden Onset Aggression
(CHISHOLM 2004), die auch „Mental lapse syndrome“ (BEAVER 1980) oder „Rage
syndrome“ (PODBERSCEK 2004) genannt wird. Diese, bei verschiedenen Hunderassen u.a.
auch beim Bullterrier auftretende Form des Aggressionsverhaltens, wird häufig der Kategorie
Idiopathische Aggression zugerechnet, da bisher kein auslösender Reiz identifiziert werden
konnte.
Die Sudden Onset Aggression äußert sich in plötzlicher und unvorhersehbarer anfallsartiger
Aggression. Das Verhalten tritt völlig unprovoziert und unkontrollierbar auf. Die Hunde
machen dabei einen abwesenden Eindruck und greifen Personen, meistens die anwesenden
Besitzer oder anwesende Tiere an. Dabei erscheinen die Augen des Tieres häufig glasig und
die Pupillen sind weit dilatiert. Häufig speicheln die Tiere während eines solchen Anfalls
vermehrt, erbrechen sich, setzen Kot und/oder Urin ab und entleeren ihre Analdrüsen.
Überdurchschnittlich häufig erfolgen Anfälle kurz nachdem das Tier aus dem Schlaf erwacht
(Waking Sudden Onset Aggression).
Der Beginn der Erkrankung liegt bei den meisten betroffenen Tieren zwischen dem ersten und
dritten Lebensjahr. Rüden scheinen häufiger betroffen zu sein als Hündinnen. Über die
Auswirkungen einer Kastration auf diese Erkrankung liegen noch keine ausreichenden
Ergebnisse vor (BEAVER 1980, DODMAN 2003, PODBERSCEK 2004).
Ätiologisch werden komplexe8 fokale Anfälle diskutiert. Die EEG-Auswertungen, der von
DODMAN et al. (1996a) untersuchten betroffenen Bullterrier wiesen beispielsweise abnorme
Muster, mit multiplen epileptiformen Spikes auf und unterstützen somit diese These.
Laut PODBERSCEK (2004) muß sehr genau hinterfragt werden, ob die plötzlich auftretende
Aggression tatsächlich gänzlich unprovoziert ist. Er vermutet in einem Großteil der Fälle eher
eine zugrundeliegende statusbezogene und nicht pathologische Aggression.
In den meisten Fällen wird der auslösende Reiz von den Haltern nicht erkannt und ist ihnen
daher nicht bewußt. Insgesamt liegt aggressivem Verhalten nur sehr selten, laut SCHÖNING
(2001) in weniger als 1 % der Fälle, eine pathologische Ursache zu Grunde (HART 1980,
BLACKSHAW 1987, REISNER 1991, OVERALL 1993, PODBERSCEK 1997, 2004).
Sowohl LANDSBERG et al. (2003) als auch PODBERSCEK (2004) kritisieren die
vorschnelle Diagnose „Idiopathische Aggression“, und befürchten sie könne als
Universaldiagnose für alle Hunde dienen, bei denen kein offensichtlicher Auslösereiz auf der
Hand liegt.

Anthonia
12.04.2012, 19:35
Vielen Dank an alle, die sich so viel Mühe gemacht haben und mir so informativ geantwortet haben!!!

Einen schönen Abend an alle!

Miri
13.04.2012, 08:36
Danke Angelika für die Info.
hab ich vorher auch noch nie gehört. *hö*
Was es alles gibt.

gast
13.04.2012, 09:47
Danke Angelika für die Info.
hab ich vorher auch noch nie gehört. *hö*
Was es alles gibt.
... gerne ♥...ich war durch einen Pflegehundgeschichte aktiv davon betroffen und habe mittlerweile 2 Hunde in Familie erlebt... überhaupt nicht gut...alle 3 Hunde wurden eingeschläfert... 2 Goldis... 1 Labi... ;-(((

Katha_^^
13.04.2012, 10:27
Hallo antonia,
ich muss sagen ich bin selbst mit einem golden rüden aufgewachsen und das war das tollste, er hat dazu gehört wie jedes andere familienmitglied und war wie ein geschwisterchen bzw. das dritte kind von meinen eltern.
einen vergleich mit einer hündin kann ich dir nicht geben, da ich jetzt wieder einen rüden habe, aber in 1 bis 2 jahren möchte ich mir gerne noch eine hündin dazuholen. ich kann dir gar nicht sagen warum, aber für mich hat sich beim balu die frage nicht gestellt ob hündin oder rüde, für uns stand von anfang an fest, dass wir einen rüden wollen.
die einzige fragen beim züchter war nur welcher von den süßen rackern soll es werden aber das entscheidet man dann einfach aus dem bauch heraus, so war es zumindest bei uns.
was das kastrieren angeht, das ist ein heikles thema, wir haben balu ostersamstag kastrieren lassen. hatten uns als wir ihn geholt haben, aber eigentlich dagegen entschieden. jedoch hat er ende februar und im märz angefangen nichts mehr zu fressen, er hat nicht mehr gehört und war überhaupt nicht mehr unter kontrolle zu kriegen, sobald er eine läufige hündin in der nase hatte. das war dann der punkt, wieso wir uns doch für diesen schritt entschieden haben. *01* jetzt ist es stressfreier für den hund und für uns.

mein freund hat einen 3 1/2 jährigen sohn, er war dabei als wir uns balu ausgesucht haben, er ist jeden mittwoch nachmittag hier und jedes 2 wochenende. am anfang mussten wir balu schimpfen und bändigen, genauso wie den kleinen. es ist toll mit anzusehen wie die beiden zusammen aufwachsen, wie toll sie spielen, aber man muss auch immer ein auge auf die beiden haben. mal wird der jeremy zu wild und zieht den balu am schwanz oder kneift ihn, dann bekommt er geschimpft oder der balu wird zu wild und drückt den kleinen auf den boden und lässt ihn nicht mehr aufstehen.
aber ansonsten klappt es einfach super die beiden sind ein herz und eine seele und lieben sich total. obwohl es auch für uns erwachsene anstrengender ist, was wohl aber auch daran liegt, dass ich so viel action zuhause und alles nicht gewöhnt bin.
Als meine eltern unseren goldi geholt haben war dieser schon erwachsen und wir auch schon älter, da war es wohl nicht mehr so stressig und man musste wohl hauptsächlich den hund vor meiner schwester und mir beschützen.
ich kann dir nur aus eigener erfahrung sagen wie toll es ist mit einem hund groß zu werden und auch wie schön ist mit anzusehen wie sie bei uns miteinander spielen jetzt aus der anderen position heraus.

Anthonia
13.04.2012, 12:01
Hallo Katha,

ich freue mich sehr über Deinen Beitrag, der bestärkt mich noch viel mehr in unserer Hundeplanung!
Ich lese gern Erfahrungsberichte mit Kindern! :jo85:
Dankeeeee!

schrecker82
13.04.2012, 13:38
Hund und Kind ist ne feine Sache, wenn beide die Regeln kennen :)

Bei uns klappt das super - das einzige Problem das wir haben, ist die Tatsache dass mein Neffe sehr gerne Stöcke trägt*g* Und Connor die noch viiiiel lieber trägt...aber wir üben und in 90 % der Fälle klappt es mitlerweile, dass Julian "Nein" zu Connor sagt wenn er sich seinen Stock klauen will und Connor dann auch auf ihn hört und sich was anderes sucht.


Hier Gordon neben meinem Cousin (auf dem Bild knappe 3)
http://a1.sphotos.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-ash4/425295_329596340408810_100000753407945_842477_1956560896_n.jpg


Mit meinem Neffen, 2,5 Jahre auf dem Bild
http://a2.sphotos.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-snc6/207981_197155676986211_100000753407945_442221_3188794_n.jpg

Zwei Wildfänge
http://a4.sphotos.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-snc6/205541_197155843652861_100000753407945_442229_1203732_n.jpg

Anthonia
13.04.2012, 19:35
Hervorragend!!!!!:bravo:Schöne Bilder!!!!!Toll dass er auf den kleinen hört:bravo:

Sagt mal, die Züchterin hat uns geraten dass die Kinder in der ersten Zeit KEINE Anweisungen wie Sitz, Platz usw. geben sollen, denn WENN er es dann nicht machen würde, lernt er dass er es nicht machen braucht wenn er´s gesagt bekommt. Sie sollen ihm erste Anweisungen geben wenn er zuverlässig auf "Befehle" hört.

Wie seht Ihr das? und wie habt Ihr das mit den Kindern gehandhabt?

gast
13.04.2012, 22:07
Hervorragend!!!!!:bravo:Schöne Bilder!!!!!Toll dass er auf den kleinen hört:bravo:

Sagt mal, die Züchterin hat uns geraten dass die Kinder in der ersten Zeit KEINE Anweisungen wie Sitz, Platz usw. geben sollen, denn WENN er es dann nicht machen würde, lernt er dass er es nicht machen braucht wenn er´s gesagt bekommt. Sie sollen ihm erste Anweisungen geben wenn er zuverlässig auf "Befehle" hört.

Wie seht Ihr das? und wie habt Ihr das mit den Kindern gehandhabt?
Das ist korrekt. Ein Kind wird von einem Hund nicht als "vollwertige" Person gesehen. Erst ab der Geschlechstreife eines Menschens ändert sich das.Geruch, durch Veränderung der Stimme und Körperbau nimmt der Hund des Menschen anders wahr.
Ein Kleinkind, oder Kinder haben nicht die Ausdauer ein gegebenes Signal korrekt ausführen zu lassen. Der Hund braucht aber die Ruhe und Zeit um das gegebene Signal/Kommando im Gehirn zu verarbeiten und daraus eine Lernerfahrung zu machen, das kann bis zu 1.000 Wiederholungen dauern bis ein Hudn das Kommando verstanden hat. Dazu zählt auch "Versuch und Irrtum"-Ubüngen. Der Hund lernt durch das Lernen einer Übung, nämlich dann wenn es für ihn Erfolg bedeutet. Erfolg kann vielfältig sein z.B. Futter... das Lob des Menschens, Spielzeug etc.
Um zu Lernen muß das Timing des Menschens stimmen, heißt ich sage ein Kommando, der Hund führt es aus und wird sofort dafür belohnt. Kinder können dieses Timimg nicht leisten. Damit lernt der Hund ggf. eine falsche Handlung z.B. bei "sitz" muß ich mich nicht hinsetzen, "sitz" heißt mir wir ein Leckerchen zugeworfen, da das Kind evtl nicht abwartet bis der Hund das Kommando wirklich ausführt, sondern schon vor der Handlung des Hundes das Leckerli verfüttert.
Kinder können so etwas nicht leisten, ihre Welt funktioniert nicht im logischem Denken und in andern Handlungsabläufen als in der Hundeausbildung.
Dennoch kann man schrittweise mit dem Kind kleine Übungen eintrainieren, selber muß man nur korrigierend dabei sein. Ein Hund lernt schnell, dass es füe das "Sitz" ein Leckerchen gibt. Auch kleien Kunsststücke können Kinder mit dem Hund erarbeiten, dabei sollte man auf Pausen achten und vor allem im Vorfeld den Hund schon etwas Training zukommen lassen.
Mein Patenkind hat sehr schnell gelernt, dass mein Hund lieber leise Komandos mag udn nicht die schrille Kinderstimme, die in der Begeisterung nicht mehr vom IKind regulierbar ist. das war für meinen Hund zum davon laufen ;-))) Aber nachdem ich das "ppppst" beim Kind konditioniert habe... den auch Kinder lassen sich nach dem gleichem Belohnungsprinzip konditionieren ;-)))...klappe es auch wieder mit dem Hund. Kinder und Hunde haben oft ein Selbstverstädnis miteinader umzugehen, dennoch ist die Erziehung Angelegenheit der Erwachsenen. Ihr stellt die Regeln auf udn ihr sagt was der Hund wirklich zu machen hat. Mein Paten kind hat oft 7 Kommandos nacheinader ausgesprochen und keins wurde wirklich korrekt befolgt. Dazu verwechslete der Kleien oft "sitz" mit "Platz" und "steh" wenn der Hund eigendlich sich hinlege sollte. Das kann man mit einem Augenzwinckern tolerieren, nur braucht der Hund einen Ansprechpartner, bei dem es richtig funktioniert und das ist der Erwachsene und nicht das Kind.
Mein Hudn hat sich oft bei mir versichert udn abgefragt, ob er das Kommando vom Kind machen soll, da es oft im Widerspruch zum erlerntem Verhalten stand. ich habe dann entsprechend mir Handzeichen einfallen lassen um dem Hund aus dem Zwischspalt zu helfen. Aber natürlich war das Patenkind sehr stolz, wenn der Hund "seinen Befehl" ausführte...ich denke geren daran zurück, mittlerweile ist der "Kleine" in der Schule udn schon sehr gewitzt was Hundeausbildung anbelangt. dennoch ist er nicht der "Erzieher" des Hundes...
Eien gute Lektüre dazu ist für kleines Geld dieses hier: http://www.amazon.de/Hund-Kind-Beste-Freunde-Tierratgeber/dp/3833817135/ref=ntt_at_ep_dpt_2 (http://www.amazon.de/Hund-Kind-Beste-Freunde-Tierratgeber/dp/3833817135/ref=ntt_at_ep_dpt_2)
oder http://www.amazon.de/So-klappts-mit-Kind-Hund/dp/3861277689/ref=pd_bxgy_b_img_b
Kristina hat selber 2 kleine Kinder und arbeitet mit ihren Hunden viel in Kindergruppen.

http://www.abload.de/img/pict0174nmfsf.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=pict0174nmfsf.jpg)

Scout&Simone
13.04.2012, 23:03
meiner ist jetzt 9 und war 6 als Scouti zu uns kam.
Er hat damals schon SITZ und PLATZ mit ihr gemacht - ging auch ohne Leckerchen....

aber ich habe heute noch immer das Problem, dass er gerne 'reinfunkt' :kicher:...... jetzt hat er mein 'Kröte-Signal' mitbekommen und versucht das auch....... und das klappt dann nicht...... im Signal-Aufbau kann das ganz schön stören...:nö:

Anthonia
13.04.2012, 23:07
Hallo Angelika,

danke für Deine ausführlichen Erklärungen!

Ich habe mir das Buch gerade bei AMAZON bestellt. Sag mal, was hältst Du von der Retrieverschule für Welpen von Norma Svolski? Ich hab mir sagen lassen dass das Buch und deren Inhalt schon wieder veraltet ist und es neue Erkenntnisse gibt. Weißt Du da was drüber? Ich hab das Buch nämlich erst kürzlich gekauft. Fand es eigentlich ganz gut.

Kennst Du das Buch?

http://www.amazon.de/Ein-Hund-ganze-Familie-Tierratgeber/dp/3833824069/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1334351195&sr=8-1

Das soll ganz neu sein, aus Februar. Das hatte ich heute auch bestellt.

gast
13.04.2012, 23:17
Hallo Angelika,

danke für Deine ausführlichen Erklärungen!

Ich habe mir das Buch gerade bei AMAZON bestellt. Sag mal, was hältst Du von der Retrieverschule für Welpen von Norma Svolski? Ich hab mir sagen lassen dass das Buch und deren Inhalt schon wieder veraltet ist und es neue Erkenntnisse gibt. Weißt Du da was drüber? Ich hab das Buch nämlich erst kürzlich gekauft. Fand es eigentlich ganz gut.

Kennst Du das Buch?

http://www.amazon.de/Ein-Hund-ganze-Familie-Tierratgeber/dp/3833824069/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1334351195&sr=8-1

Das soll ganz neu sein, aus Februar. Das hatte ich heute auch bestellt.

... das Buch kenne ich nicht persönlich, aber die Verfasserin kenne ich durch andere Bücher, die sie verfasst hat und die haben mir gut gefallen.
Laß Dich nicht verrückt machen, nur weil ein neues Buch herauskommt wird die Hundeerziehung oder Thesen der Haltung nicht gleich komplett über den Haufen geworfen. Belib bei dem Buch, zieh Dir deine passenden Schlüsse daraus und erarbeite Dir Dein Zusammenleben mit dem Hund, dann klappt das schon.
Man kann 10 Bücher lesen und 15 Meinungen darin lesen.
Bleib gelassen, vertrau auf das gesunde Bauchgefühl, lass Fehler zu und arbeite daran sie zu verbessern bzw. nicht wieder zu machen, so wie in der Kindererziehung. Da kanst Du auch 101 Ratgeber lesen und trotzdem keine Antwort darauf finden, warum Dein Kind gerade diesen Unfug macht ;-))

Anthonia
14.04.2012, 00:00
*denk*Da magst Du sicher Recht haben!*peace1*